mare nostrum

  Die Bilder sind noch aus der Metro in Lissabon, denn das Meer, mare nostrum,  zeigt sich erst jetzt unserem Blick, und man denkt an den bedeutsamen Einstieg der Portugiesen in die Welteroberung. Kein Goa der wilden Entwicklungen ohne die portugiesischen Heimgestalter. Wir fahren auf kleinen, fast leeren Straßen durch Eukalyptuswälder und Korkeichengebiete. Es häufen sich, nicht  nur auf Reisen, aber auch da, die Dinge, die man noch nicht gesehen hat 😮 (eingeschlichenes Emoji). Und was ist das da oben auf großer Höhe in riesigem Nestbau!!? Es sind Störche!Aber nicht nur e i n Nestwunder, nein!, immer mehr tauchen auf und umkreisen uns mit riesigen Schwingen. Wo brüten sie die Babies aus und bringen Sie dann klappernd in Windeln zu den Müttern!? Kenne ich sie überhaupt nur aus ehemaligen Kinderbüchern? Brutzeit im Vogelland. Wie viele flauschigen Winzlinge sind uns in den letzten Tagen über den Weg gelaufen, deren spätere Pracht noch in tapsigem Taumel steckt….

Heute wohnen wir bei einer Sannyasin-Frau in der Pampa, a ber zu Fuß zum Meer. Sie hat einen riesigen Herdenhund, zwei siamesische Katzen und wohnen alle in neu belebtem, schönem Haus mit indischem Design. Viel Austausch bei Tee über das Hier und das Dort. Wir sind die einzigen Gäste. Was für bemerkenswerte Schöpfungen sich doch auch gestalten in der Welt! Sind es nicht vielleicht  die Resultate der langjährigen, kontemplativen Sitzungen im Angesicht menschlicher Vernichtungstendenzen, die ua.diese Oasen hervorzaubern? Ja, der Fremdling zahlt und hält damit das Ersonnene in Schwung, aber er bzw sie schätzt auch das willkommene Lächeln und das Wohlgefühl des Hauses – und nicht zuletzt die Möglichkeit guter Gespräche.


Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert