können

 

Was man auf diesem zwar (auf)gerüttelten und geschüttelten Planeten (noch) so alles kann, ist mehr als erstaunlich, es ist überwältigend. Was immer der Mensch wirklich haben wollte und will, konnte und wollte und oft auch kann er es umsetzen. Manche Sachen  sind schwieriger als andere. Zum Beispiel scheinen Menschen es schwierig zu finden, mit anderen Menschen gut umzugehen. Das können wir nicht so gut, wir Menschen. Das andere Universum, das uns näher kommt: ach ja, auch fremd. Die Haare seltsam gebündelt, das Wort nicht erlesen (genug). Man kann sehen, dass Donald Trump uns verwöhnt damit, mal sehen zu können, wie so ein richtig narzisstisches Arschloch aussieht. In Brüssel war für die BeobachterInnen der Reise endlich Entspannung. Man vermisste zuvor die eindeutig peinliche Geste, und konnte den Weltenherrscher dann wieder so sehen, wie man dachte. K a n n man ihn anders sehen, oder ist man schon im Zugzwang der Wahrnehmung, dass die Groteske die Weltlenkung übernommen hat, und man hat es nicht wahrnehmen können, dass es so viele unzufriedene Menschen gibt auf der Erde. Die sehen a u c h, was man so alles (haben) kann, wenn es einem rechtzeitig ermöglicht wird, Eigenes zu gestalten. Zu viele Menschen bewegen sich auf dieser Erde, die nicht wissen, wie man da (wieder) hineinkommt in das eigene Leben, während permanent Gelüste produziert werden von all dem, was viele niemals haben werden. Auf der anderen Seite der Achse sieht man, ja wen denn, zum Beispiel Diogenes in der Tonne. Einmal auf einem Spaziergang habe ich eine Villa gesehen, deren Bewohner auf ihrem luxuriösen Anwesen ein kleines, tunnelartiges Häuschen hatten, auf dem „Diogenes“ stand. Aus einer Tonne heraus unsterblich zu werden ist schon auch eine Leistung. Es muss die Menschen durch die ganze Geschichte hindurch immer wieder begeistert haben, dass er zu Alexander dem „Großen“ sagen konnte, der solle ihm aus der Sonne gehen. Man möchte zu gerne glauben, dass viele Menschen in der Lage sind, zu einer Autorität zu sagen: geh mir aus der Sonne!, aber das ist nicht so, das muss man können. Um das sagen zu können, braucht man Vorbereitung und Einstellung und Positionierung und Ausbildung und was nicht alles. Und obwohl ich beim Evangelischen Kirchenfest gerne gehabt hätte, dass nicht auf christlich rumgelabert wird, bin ich doch froh, mich geirrt zu haben. Sah irgendwie ganz schön aus mit den beiden Menschen da. Und ich habe mich auch gefreut, dass Angela Merkel in Gegegnwart von Barack Obama, den man als „den vormals mächtigsten Mann“ titulierte, bemerkt hat, s i e säße doch neben ihm, ein kleiner schmunzelnder Hinweis auf die derzeit mächtigste Frau der Welt. Vielleicht mag ich sie (auch) deshalb, weil in ihr ein Diogenes steckt, die auch auf der politischen Weltenbühne weder herumkriechen noch herumgaukeln muss, weil verantwortliches, menschliches Verhalten überall und für jeden zugänglich und möglich ist, auch wenn wir alle weiterhin üben müssen, bis wir es können.

Überhaupt kann man ja auch immer, wenn man möchte und die Umstände es erlauben, im Gras liegen und in den Äther schauen, wie auf der obigen Pinselei rechts sichtbar ist. Sie heißt „Äther-Betrachtung“. Das linke Bild (aus der Zeit/FAZ? mit meinem Farbtöpfchen)) hat mir einfach gefallen, weil es auf scheinbar harmlose Weise zeigt, wie gefährlich infantil vieles ist, was wir nicht mehr einschätzen können.


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