Was das Maß betrifft, so kann niemand darüber entscheiden, wie ich es definiere, oder in welcher Hinsicht und ich welchem Kontext ich mich daran halte, also an das, was ich selbst darunter verstehe. unter Maß und unter Maß halten. Auch die Erfahrung der Maßlosigkeit ist bedeutsam bis hin zu gefühltem Erschrecken. Epikur galt als Schlemmer, in Wirklichkeit war er Asket, nur sehr fein ausgewogen. Wir können ja auf dieser wankelmütigen Ebene weder gute Ratschläge bekommen, noch welche anbieten. Das betrifft Zigarettenrauchen genauso wie Yogaübungen. Wieviel will ich von was ud warum und überhaupt konsummieren, und wieweit entscheidet hier tatsächlich ein Wille, beziehungsbedingt mein Wille, über das Maß, das ich für maßgeblich halte. An was möchte ich mich also selbst halten, und wo gibt es noch die berühmte Luft nach oben oder die berüchtigte Spinnenwebe an der Kellertür. Wer soll an den verschiedenen Schaltern drehen, die das Innere sichtbar machen. Denn es gibt doch den Innenraum, nicht wahr, wo Lebendiges stattfindet, und dann da draußen auch. Diese beiden in ein mir verständliches Maß zu bringen, das unterstützt auf jeden Fall das gewisse Gleichgewicht, das sich im Ungewissen navigieren lässt. Ohne das eigene Maß bestimmt und von Erfahrung bestätigt zu haben, kann ich die Spitzen der Eisberge nicht erkennen. So aber ahne ich etwas von den Turbulenzen des Wahrscheinlichen und setze mich auf die Spur der Anwesenheit. Freischwebend, und doch stabilisiert!