bewegen

20161108_101412

Eine Frau fragte sich, ob es wohl
einen letzten Schritt gäbe, der
zu tun sei für ihre Anwesenheit.
Sie sah endlose Schritte über den
Abgrund des Seins gleiten.Ein
Feuer verglühte über der Asche.
Jeder Schritt eine Unmöglichkeit,
jeder Versuch eine Lähmung,
ein Schrei. Das Etwas, das ihren
Kopf sorgsam über die Wasser
lenkte, das nennen wir Gnade,
ein Ort der befreiten Bewegung.

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Von diesen Mini-Stories habe ich letztes Jahr 21 verfasst, immer sehr direkt aus einem Moment geboren, der schnell vorüber war, nur dieses flüchtige Erfassen ist geblieben und lässt nun all das Verschiedene zu, was es auch sein kann, oder nichts, oder all das, was es auch für mich war, bevor es zu diesem Nu kam, mein Nu oder der Nu eines/r Anderen. Heute zB dachte ich an Hillary Clinton und das Bangen um den Ort der befreiten Bewegung, zumindest um Schlimmeres zu verhindern. Eine Frau aus Nigeria, die gestern bei uns zu Besuch war, fragte im Hinblick auf diese Situation: „Wie konnte es dahin kommen“, eine Frage, die wir gut kennen und die mE noch niemand wirklich beantworten konnte.

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