lichtblicken

Man kann sich also schulen mit dem, was da an einen herangetragen wird, auch wenn diese Tätigkeit streckenweise nur dem geistigen und körperlichen Verdauungsprozess dienen soll und kann, damit d a s, was einen partout nichts angeht, sich nicht in dunklen Krümmungen der Gewebe festsetzt und dort allen möglichen Unfug anrichtet. Und ja, offenes Gähn, wir haben immer (!) alle (!) Viren und Bakterien im Körper, und überhaupt sind sie überall, man ist permanent umzingelt von mehr oder minder irren Fremdkörpern, die darauf aus sind, ihre Nahrungszufuhr über unsere Systeme zu erhalten, ebenso wie wir das mit den ihrigen machen. Man könnte hier die Frage stellen, wo das Natürliche aufhört und das Ausbeuterische anfängt, sozusagen den Konturen der Ausbeutung nachgehen, die eventuell zu einer weit in der Vergangenheit lagernden Zeit hinweisen würden, wo weit weniger Viren und Bakterien unterwegs waren, das wüsste man dann. Eventuell. So löst man den Strang dieser Route und widmet sich d e m, was man selbst als potentielle Fakten erforschen möchte, damit man den Eselswagen nicht auf eine allgemeine, meinungsproduzierte Karotte richten muss, und ihn, den Karren, als Fahrobjekt überhaupt nicht in Erwägung zieht. Aber auch da, bei sich, kann man nicht einfach hineinschauen und wissen, was man über neuerdings uns alle angehende Kompliziertheiten denkt, sondern man muss zunächst einige Instrumentarien zulassen, die nur in Notzeiten aktiviert werden und die man benötigt, um das eigene System von innen her, also von der Quelle aus, zu dehnen, bis man hinauswächst über die Kontrolllinie und sich auf dem Feld freier Navigation befindet. Was heißt hier: frei!? Hier fängt ja die Herausforderung erst an. Ich muss herausfinden, was mich angeht, was mich zu den inhärenten Anlagen zurückführt, die erst einmal das Labyrinth des eigenen Erbes darstellen. Den hilfreichen roten Faden finden!, denn eigentlich weicht die Reise niemals ab vom Ungewissen, aber es scheint so, als könne der Mensch nur in gereifter Zeit, und nur unter bestimmten Umständen, das Ausmaß dieses Ungewissen akzeptieren, mit dem jedes Wesen konfrontiert ist. Das Konstrukt meiner Ich-Identität folgt dem Gesetz von Ursache und Wirkung und wirkt in jeder Hütte und jedem Palast auf die gleiche Weise. Es verzögert sich in der Auswirkung nur, oder vor allem, durch Störfaktoren, Hindernisse, Bredouillen, Verwirrungen und Verirrungen, die in allen Kulturen anders gehandhabt und verstanden werden, mal als Sünden, mal als Pfeffer im Drama, damit das Publikum vor lauter Harmoniewillen nicht einschläft. Oder am Reichtum erlahmt, der sich als Fehlbotschaft erweist, wenn ein Genug! nie erreicht wurde, also Armut des Selbstgefühls nach wie vor grasiert durch alle Zeiten hindurch. Nur alles noch ärmlicher und erbärmlicher wird, weil sich ja hier keine Erfüllung eingestellt hat. Daher weicht man rechtzeitig aus und schaut hinein in die Welten, in denen Substanz sich bewegt und auf geradezu verblüffend einfache Weisen gehütet und weitergegeben wird. Auch hier stehen Körper mit Masken an in Läden, die das menschlich Erforderliche anbieten, und man ist auch dankbar dafür. Im Beisichsein kann man die Maske dann ablegen und sich ungehindert in der Praxis bewegen: in der Wüste, im Studio, im All, im Home-Office, im Labor, bei der Arbeit eben.

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