wandeln


Gottheit des Klimawandels
Gut, ich mag das Wort ‚Klimawandel‘ nicht, aber warum, das wurde mir noch etwas klarer. Ich wusste ja schon vorher, dass es sich nicht nur wenig für poetische Vorgänge eignet, muss es auch nicht. Dann das Gefühl, als wären die Herren und Damen der Weltpolitik auf einmal gemeinsam in die aufrüttelnde  Schulung von Greta Thunberg geraten, oder doch nicht? Benutzen nur die Aufrüttelung für weitere Profite und die Erhaltung von Thronen, sodass selbst Donald Trump, der Klimakatastrophenleugner, sich, natürlich mit Bodyguards, in die Versammlung eingeschlichen hat, um mal zu sehen, was da alles an Machterhaltung läuft, mit der er ja zu tun hat. Wenn einmal so etwas wirklich verheerend Zerstörerisches angerichtet wurde wie die gemeinsame Ressourchenausbeutung unseres Planeten und weitere mehr oder weniger bekannte Ungeheuerlichkeiten, da weiß man, dass es schwer ist, das passende Bügeleisen zu finden, mit dem man die aufsteigende Angst und die Empörung der Volksgruppen noch etwas zurechtbügeln kann, damit man gleichzeitig ein neues Smartphone als dringlichen Einkauf deklarieren und trotzdem wissen kann, dass auch da bei den Rechnern großzügig ausgestoßen wird. Co2 ist auch so ein jetzt hochgradig aufgepumpter Begriff, den der oder die nüchterne BürgerIn nicht mehr hören kann, denn wie soll das in seiner auf einmal drängenden Schnelligkeit sorgfältig bedacht werden. Überhaupt: was bedenken!?  Das Bewusstsein, steht in den Upanishaden, ist eine Klinge. Die borgen wir jetzt kurz aus und trennen den Klima vom Wandel. Wandel allein ist ja schon viel besser, wenn auch anspruchsvoller. Wer wandeln und wo wandeln und warum wandeln. Mit einer hartnäckig geballten Konzentriertheit biegt man den Löffel, hier ohne Uri Geller, zu sich zurück. Nun kann man sich, symbolisch gesehen, in der Spiegelung der Löffelbeuge betrachten. Man fragt sich, in welchem Klima man hier in die Beobachtung kommt. Hat sich zuhause schon alles in besten klimatischen Bedingungen wohlfühlen können, die Kinder nicht ohnmächtig kontrolliert, der Mann nicht auf seine ungeschriebenen Rechte gepocht, die Frau sich nicht aus Angst vor allen möglichen Folgen ergeben. Finden untereinander noch subtile Vernichtungen statt. Möchten wir noch sehen, was gar nicht da ist. Kann ich mich wandeln, wo ich es selbst als notwendig empfinde? Kann ich? Und wie wenig kostspielig, aber dennoch zeitraubend es ist, nur für sich selbst darauf eine Antwort zu finden. Kann ich selbst mich wandeln. Und wenn man mal aus Erfahrung so einen schwierigen Prozess am eigenen Leib erfahren hat, dann weiß man auch, dass ein Volk zum Schlechten wie zum Guten gezwungen werden kann, aber selten angeregt zu reflektiertem Verhalten durch eine Regierung. In der Not frisst nicht nur der Teufel Fliegen, sondern Menschen treffen Entscheidungen. Die, die aus verschiedenen Gründen nicht selber denken wollen oder können, erschaffen in dem unruhigen Wohnort ihrer Lebenszeit einen Hitler oder auch eine Greta Thunberg, nicht, dass sie vergleichbar wären, bewahre. Es geht um die kollektive Schöpfung einer geeigneten Persönlichkeit, von der man annimmt, dass er oder sie etwas retten könnte oder herrschfreudig und engagiert genug ist, um als Autorität, die man gerne machen lässt, akzeptiert zu werden. Wenn man eine Angela Merkel an der Spitze hat, kann man sich das gerade mal leisten, denn man weiß wenigstens, dass hier nicht Dummheit und Verlogenheit herrschen. Aber trotzdem besser, selbst auf Wandlung zu achten. Wo man tiefer versteht, worum es einem geht und sich nicht nur an zerfließenden Eisbrocken abgähnt, abends bei den 20 Uhr Nachrichten, rechtschaffen müde von der Tagesbewältigung. Wenn man dann noch Kraft hat oder hätte zum Wandeln. Überhaupt: wie geht wandeln?

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