lautlos

20160726_132605

Das kommt doch von selbst,
das öffnet sich – hängt von nichts ab,
geht nirgendwo hin, hat kein Wohnzelt,
schläft unter Himmeln, erfährt
eigene Gedanken, lehnt sich an
Leergut. Ab und an verzögert sich
Tinte im Fluss, nähert mich einer
Möglichkeit des Verzeihens. Buchstaben
erzeugen Herzformen, Metalle lassen
Spuren zurück. Da singe ich im Weltfeld,
im Wind, da sind wir als das Viel-Ich
gebunden in einem Verhaltensverfahren
ohne Namensschild, wollen raus
zu den Blumen, auch die haben Namen.
Öffnungen sind in der Erde vorhanden,
lautlos. Schließt auf ihre vorhandenen
Fluchten, geht durch die Furchen, die
furchtlosen Schluchten, nehmt ihre
Früchte, damit keiner uns drängt. Wir,
die wir Ich sind und Du, schauen uns selbst
an, Töchter und Söhne, wir sind entlassen
aus dem Rad der Verdrehungssuchten.
Da konnte ich wahrnehmen diese
Flammenherrschaft über das, was ich
wirklich bin. Nun weicht doch, ihr Silben,
macht Platz für die hellen Gänge, zeigt
her eure Füße, bringt Essenz zu dem Stein.
Entzündet das Licht an der Asche!


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