Gong

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In der Dunkelkammer des Seins hat sich ein
Bild scheinbar ganz von selbst entwickelt.
Es ist nicht belichtet. Doch es ist auch
kein weißes Blatt, denn wir sehen Konturen
und Streifen, die weisen auf Undeutbares hin.
Das Auge, das in Wolken sonst Formen erkennen
kann, scheitert hier an der Übermüdung des
Sehenwollens, wo es gar nichts Sichtbares gibt.
Es wehrt sich gegen die Täuschungsmanöver,
nimmt lieber das Unheimliche wahr, das nun
da ist unter den 10 000 Dingen. Wenn das
unbelichtete Etwas lächelt, zeigen sich
Wirkungen auf der Haut, den Tieren zugeordnet.
Im Raum ist es still. Da erst hört man den Gong.

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Auf der Karte steht: „Denn die im Dunkeln sieht man nicht.“


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