Homo necans

Das obige Bild sollte keine Beilage sein (wurde es aber dann doch) zum Begriff „homo necans‘, von dem ich lernen konnte, dass es ‚der tötende Mensch‘ bedeutet. In  dem empfehlenswerten Zeit-Artikel ‚Tiere töten‘ geht es zum ersten Mal, was meine Informationen betrifft,  um die Tiere, das war auch höchstnötig, aber auch um die Menschen, die diese Tiere töten müssen. Wie in jeder Hinsicht, und bis hin zu den Bioschlachthöfen, dieses Töten jeder Menschlichkeit entbehrt und als Antwort auf das schlechthin Unerträgliche oft einen Sadismus gebiert, dessen psychischer Krankheitspegel das Maß des menschlichen Spektrums verlässt. Und es ist wahr und klar und für jeden einzusehen, allein schon auf den bestellbaren Angeboten der Gasthäuser. Und es ist auch schon lange klar geworden, dass man sich nicht komisch fühlen muss, wenn man den Drang ins Normal nicht hat, sondern eher den Drang des Einhaltens und Nachdenkens und mal sehen wollen, was da wirklich geschieht, anstatt immer die eigenen Gelüste als das zu betrachten, was ein Recht hat auf Erfüllung. Wer kennt sie nicht, diese Erfahrung, und wer sie nicht kennt, sollte sie unbedingt machen. Man wächst auch an dem Eingeständnis der Ohnmacht. So Systeme wie Tönnies kennen ihre Wege, schließlich ist er durch Billigfleisch Milliardär geworden. Wenn so viel Mammon mal zusammengerafft ist, steht man, ob man will oder nicht, an einem speziell für talentierte Konsumer konzipierten Scheideweg. Eine Stimme sagt: Du, werter Fleischkonsumer, stehst wegen der Coronakrise (ha!ha!) am Scheideweg und hast zwei Möglichkeiten: A. das Tier wird umsorgt und..Eine andere Stimme ruft: B, denn diese Stimme weiß, wo sie hin will, nämlich ins persönliche Normal, wovon ihn oder sie keiner abhalten kann und wird und daher die Flaggen auf Halbmast stehen, was bei mir bedeutet: Trauer und Entsetzen sind allemal erlaubt. Man sieht die Moralstäbe der Welt gleichzeitig in Asche zerfallen, denn da waren sie bereits, zusammen mit den Aposteln. Man muss alles, was einen berührt, auf die eigene Weise verstehen, da führt kein Pfad drumherum. Denn es gibt eine Mitte, sie ist nur nicht maßgeschneidert, jede/r muss hier den eigenen Geist anlegen, auch wenn kein Profit in Sicht ist. Wir wollen also festhalten, dass es dem Menschen, egal wann und wo er ein Tier tötet, oft ganz schlecht geht, denn das Tier hat auch eine Stimme und ein Auge, das den Vernichter seines Lebens anschaut. Welche Art von gräßlichen Blicken werden hier gezüchtet, welche eiskalten Wahrheiten aufgetischt, wenn die Angst aus dem gequälten Fleisch in den menschlichen Körper gelangt usw., und nein, das ist nicht übertrieben, sondern es ist so, dass man, wenn auch unter anderem, ist, was man isst. Und der homo necans ist ja auch weiterhin in Kriegen tätig, und es gibt hochrangige Welten in Uniformkostümen, in denen das Töten heilige Pflicht ist und mit den Medaillen beschenkt wird. Vermutlich ist das sogenannte ‚Menschliche‘ noch nicht klar genug definiert, wir tun uns ja alle schwer damit. Auch hat man lange gemunkelt, dass die Liebe alles viel leichter macht, aber macht sie nicht alles viel schwerer, und die meisten von ihr Betroffenen können nie wieder zurück, eben nicht wieder zurück ins Normale, damit alles so bleibt, wie es scheinbar ist.

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