WO/OM

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Wo und wie und weshalb das jetzt alles entweder erheiternd oder verstörend auf einen wirken kann, oder man den Segelkurs mal auf Windstille setzt, es bleibt jedem Einzelnen selbst überlassen. Deswegen appellieren die auf irgendeine Weise sich verantwortlich und erwachsen fühlenden Menschen an den Geist der Gemeinschaft, der hier hervorgezaubert werden soll. Man kennt das ja auch aus Kriegserzählungen von Menschen, die mit leuchtenden Augen von Erlebnissen berichten, wie sie mal alle was geteilt haben und für einen Moment der relativen Zeit im selben Boot saßen. Nun haben wir in den letzten Jahren schon sehr viele Verstörungen durchlaufen, was Boote betrifft, die überfüllten, die untauglichen, die kenternden, und die unzählbaren Schicksale, die dort im Meer hinabgesunken sind entlang den Strohhalmen, und hinunter in die aussichtlslose Tiefe. Wir kennen das Irgendwo-Schicksal und seine ProtagonistInnen und können lernen, was uns erwärmt und was uns erkalten lässt. Zur Zeit reicht aber ein Boot nicht aus, nein! Zoom! Woom! Der ganze Planet ist in einen mächtigen Ozeankreuzer gemorpht, der seine PatientInnen und potentiellen PatientInnen durch den Tag und durch die Nacht  bewegt, durch die tiefen Töne der Todesängste verbunden. Oder gibt es nur e i n e Todesangst, die jede/r der willentlich oder unwillentlich Reisenden im Gepäck hat, obwohl man sie weder haben noch mitnehmen muss. Natürlich darf auch gelacht werden, auch wenn man mehr damit beschäftigt ist, der Ernsthaftigkeit des Ganzen gerecht zu werden. Vieles kann justiert werden, was sich notgedrungenerweise im Zaum halten musste. Der Verhaltensforscherdrang, die Co2 Messungen, die Menschennähe als Lebensgefahr. Unleugbar auch die Einmaligkeit des Vorgangs, die einiges in einem aktivieren kann, was man einerseits schon wusste, was nun aber durch die Dringlichkeit einen enormen Schub erhält: das wache Stillsein und das stille Wachsein, der Genuss innerer Bereitschaft zu allem, was da ist. Und das Daseienden möglichst s o  zu gestalten, dass wenig Schaden entsteht. Auch mal dem Virus nachdenklich zuschauen und staunen, dass etwas so unsichtbar Schleichendes gerade die Krone trägt, und beim Zeus!, es zwingt die Sterblichen in die Knie…oder kommen wir gerade deshalb in  ungeahnt in uns schlummernden und nun aktivierten  Kräfte!?

One thought on “WO/OM

  1. Anja Antworten

    Die Prioritäten des Zusammenlebens scheinen sich ja enorm zu ändern. Nun soll plötzlich jeder verantwortlich für sich und alle Anderen handeln und leben (wo gibt’s denn sowas ;)?) …damit so wenig Schaden wie möglich entsteht oder das unausweichliche Böse ein wenig verzögert wird. Es drängt sich immer wieder auf, dass das mit der Verantwortung fürs gesunde Leben global verpasst wurde!
    Überlässt man nun die Kinder mit ihren Familien auf der Flucht an der griechischen Grenze ihrem Schicksal? Jedes Kind hat ein Recht auf Schutz und Sicherheit!
    Die heiße Kartoffel der Verantwortung schmeißt man gern mal in andere Hände, oder nicht!?

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