vorbereiten

Am kommenden Freitag ist mein Abflug nach Indien, for future, of course. Auf der einen Seite die süße Schwere des Abschieds, wenn man so hineinschaut in die verbrachte Zeit, das Alleinsein und das Miteinander, und froh ist, wie vieles doch gelungen ist, was heißt das. Ungern benutzt man die Worte, die vielleicht treffend wären, wie ‚Herzwärme‘, oder gar Liebe, aber besser, man bündelt all dieses Tiefe in einem wortlosen Raum , und nimmt sich an der Sphinx ein Beispiel (auf die gerade mein Blick fällt). Andrerseits ist man durch die Vorbereitungen schon im anstrengenden Procedere der Reise, diese Ankunft in der surrealen Travelsphäre, wo jeder schwer beschäftigt ist mit den Vorgängen, dem Gepäck und der Suche nach dem Gate. Ich mache diese Reise schon so lange und oft, bin sozusagen eine Indien Reise Profi Frau, aber wie wir inzwischen wissen, ist alles immer neu und anders. Bei den ersten Reisen brachte selbst das Aufsetzen der Flugzeugreifen auf der indischen Landebahn heilige Gefühle hervor, ahh!, man war wieder da, jetzt hieß es, in die höchst konzentrierte Form zu mutieren undsoweiter. Aber die digitale Wunderwelle hat auch Indien in die Kniee gezwungen, und nun kann man, beziehungsweise ich kann erleben, wie ein einst tief mit dem Höchsten verbundenes Volk seine eigenen Prophezeiungen (der eisenzeitlichen Manöver) umsetzt und durchspielt, das ist auch ganz interessant. Während Plato ein demokratisches Weltbild erschuf, nannten die Inder die Demokratie eine Herrschaft der Untertanen über die Untertanen. Wenn man das Wesentliche nicht aus den Augen verliert, kann man sich durchaus erfreuen an den Mustern des kosmischen oder komischen Webstuhls, wissend, dass man eh nicht eingreifen kann. Wohin auch greifen, wenn man in letzter Konsequenz  keine andere Wahl hat, als das Erschienene und das Erscheinende zu akzeptieren. Man wird ja auch genügend überrascht und ins Erstaunen befördert. Schon kreisen die Herbstgedichte der Poeten mit ihren Flügeln ums Haupt, und mit ihren Tristessen, da leuchtet auf einmal die ganze sichtbare Welt im goldenen Feuer des Herbstlichtes auf der zeitlosen Schönheit der Bäume. Schauen ist schön. Und zusammen ist Schauen noch schöner.

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