ungeteilt

Während der globale Maskenball  sich durch Phase II bewegt (oops!, wo ist denn meine Maske? (schon wieder ?)) erwartet man mit mehr oder weniger Spannung das Resultat der Lockerungsübungen.  Virologen erhalten Morddrohungen. Ich ärgere mich ( nicht zu lange) über eine Frage auf der Titelseite der „Zeit“, warum es uns denn in die Natur zieht (?) Antwort der Zeit, Doppelpunkt: eben weil wir Tiere geblieben sind. Echt jetzt! Wir sind Tiere geblieben. Wer sagt das, und wer weiß das schon. Von mir aus können Menschen abstammen, von was sie glauben, abzustammen, solange ich nicht mitglauben muss. Genau hier wackelt ja auch die Demokratie, nämlich, dass man einerseits weiß, dass die Systeme besser flutschen, wenn alle das als notwendig Erklärte einfach mitglauben. Das Mitmachen jedoch ist nicht des Rätsels Lösung, sondern des Messers  Schneide, oder die Rasierklinge, die das Bewusste vom Unbewussten trennt, ob man nun will oder nicht. Daher ist es wesentlich zu wissen über auftauchende Kontrolllinien (line of control), wann und wo und mit was und mit wem ich was mache oder nicht. Und andrerseits ist es ja unmöglich, n i c h t  mitzumachen, denn das Spiel läuft ab, nicht wie die Uhr, sondern nach eigenen Gesetzen, die oft auf geheimnisvolle Weise verschlossen sind. Denn es hat sich herumgesprochen, dass auch Gold nicht alles kaufen kann, wenn man fast unbemerkt die chemischen Prozesse vernachlässigt  und ihre Legierungen. Daher bleibt mir nichts anderes übrig, als der langen C.V.-Dampferfahrt das Beste abzugewinnen, was mir möglich ist, ohne mich auf eine Zielrichtung festzulegen, vorausgesetzt ich sehe den Planeten nicht durchweg als den Dampfer, auf dem dieser Akt sich abspult, sondern surfe mich zuweilen ab mit meinem eigenen Board und meinen Unternehmungen. Man kann davon ausgehen, dass die tiefen Erkenntnisse, die aus dem Durchfurchen der Existenzen hervorkommen, eine Langzeitwirkung haben werden. Überall, wo exzellentes Knowhow geschätzt wird, brechen Strukturen ein, und dieser Einbruch in die Ebene des Illusorischen, also das als „normal“Empfundene, muss ausgeglichen werden mit adäquaten Maßnahmen, die nur Einzelne betreffen, das aber als das Ungeteilte, sprich: das Individuum im Licht der Selbstbestimmung.
Auf Zen-La geht die „Kontemplative Konferenz“ der Fremdlinge zu Ende. Durch die tiefe Nähe bereichert, verbeugen sich die
Reisenden voreinander und bewegen sich auf die Flugobjekte zu. Wenn die Kaufläden. der Welt sich öffnen, schließen die Tore von Zen-La.  Eingelassen in das uralte Holz steht der Spruch der Bene Gesserit aus den Praktiken des Wüstenplaneten. Er kann nur in der jeweiligen Weltsprache gelesen werden:

I must not fear.
Fear is the mind-killer.
Fear is the little death,
which brings total obliteration.
I will face my fear.
I will let it pass under me and through me.
Then I will turn the inner eye
and watch its path.
Where the fear has gone,
there will be nothing.
Only I will remain.


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