zugehörig

Noch nie in all den Jahren war ich von der Morgenrunde um den See herum so lange ferngeblieben, bis es heute früh wieder soweit war. Eine Rückkehr in das orientalische Licht, in dem alles, was Indien sein kann, gebündelt ist. Da spüre ich dann mit dieser ungewissen Gewissheit, die den Eingebungen eigen ist, dass ich dazugehöre. Es sind die Orte, die es ermöglichen, dass man solchermaßen angesprochen und eingebunden werden kann in die Bewegung des ewigen Kreislaufs. Denn wir sehen ja jetzt, dass die störenden und die störungsfreien Abläufe kreisförmig sind in  Wiederholungsschüben, die uns zu Ermüdungen führen können, wenn wir uns nicht um authentische Berührung mit dem Geist des Schöpferischen bemühen. Ein freier Geist, kein Zweifel, der scheinbar unbekümmert seine Substanz im Wohnraum des Alls angesiedelt hat, sodass davon nehmen kann, wer möchte, und wie und was daraus geformt werden kann, oder es gelassen, das Ganze also hinnehmen, als wär’s ein Geschenk oder eine Strafe des Himmels. Ganz so, wie man es selbst verstanden hat und sich Sichtweisen darüber angeeignet. Ach, da weht um mich schon eine Trauer über meine heraufziehende Abwesenheit von diesem Rundgang. Aber wer sagt, dass das, was wir tief in uns aufgenommen haben, jemals verlorengeht, sondern eine Er-Innerung bleibt im wahrsten Sinn des Wortes. Auch ich habe mein Wesen in diese Erde gesenkt und hatte die Muße, die Rosengärten aufblühen zu sehen. Berührt bin ich durch und durch von dieser Fülle, und keines Menschen Hand kann sie vermehren. Nur reicher werden können wir alle, allein und gemeinsam, wenn wir die wenigen Spielregeln des kosmischen Dramas nicht missachten. Und manchmal war ich auch ergriffen und wollte es lernen, dieses ‚hinduminische‘ Dahinschwimmen in der Nicht-Zeit, wo alles kommt und geht, wie es möchte, oder ganz, wie es ist und nur so sein kann. Und ich halte es durchaus für möglich, dass ich eines Tages aufstehen werde vom Webstuhl, vom Spinnrad, und meine Muster zurückspule in den undeutbaren Kern, der ganz ohne Überwachung am besten atmet. Und dann werde ich wissen, oder leuchtet es jetzt schon ein: was für ein Lernprogramm mir vergönnt war. Wie Pankaj’s Vater neulich zu mir sagte: man muss auch nehmen können vom Angebot.

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