erkälten

Pünktlich zum Wintereinbruch, und mitten im Fassungslosen, meldet sich die Wintererkältung an. Andere gingen voran, jetzt ist man selbst dran. Man denkt ach nee, das krieg ich noch hin, aber ich kriege es doch nicht hin, denn sie (die Erkältung) geht ihren eigenen Weg. Natürlich will man nicht tatenlos rumstehen, sondern erstmal mit den Hausmitteln anfangen. Schon kratzt der Hals. Die entzündungshemmenden Eigenschaften von Ingwer und Kurkuma sind allerseits besprochen worden, auch schwarzer Pfeffer muss rein, Zitronen, Honig. Von Shriya’s Großmutter finde ich noch das große Glas mit dem Zitronen-Chutney, je älter, desto wirkungssvoller…So! Was gibt’s noch. Ob Infludo an diesem Punkt noch hilft, oder das mitgebrachte Mediotonsin, das man einwirft, wenn man ahnt, dass es herankommen wird. Aber es ist schon da. Der Schal ist schon da, die Appetitlosigkeit hat sich eingestellt, man ist froh und dankbar, dass man ein Bett hat, in das man früher oder später oder gleich wieder hinein kann. An den Morgenritualen kann man wie immer mitbekommen, wie man drauf ist. Erkältung (oft mit Husten) bringt auch immer einen Wunsch nach Rückzug mit sich, Wahr ist, dass das Fassungslose mich ergriffen hat. In meinem System bewegen sich beunruhigte Elemente, denen es zu begegnen gilt. Manchmal begreift man auf einmal das Ausmaß von etwas, nicht als Fremdling, sondern als zutiefst Betroffene. Es ist auch die Reifung der Liebe, dass sie da nicht haltmacht, wo es der eigenen Vorstellung nicht entspricht. So sitzen wir manchmal mit einer Erkältung, einen Tulsi-Tee in der Hand, in einer vertrauten Umgebung, und lassen das Ganze mal sinken.

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