Ungezähltes

Im Weitgefächerten bin ich zuhause –
bin Ungezähltes meiner eigenen Archive,
die dort in einst von mir bewohnten Ländern
die fremden Hände über mich zusammenfügten.
Oder waren es Mythen, die mich nicht mehr
fanden? Und bin ich etwa nicht der Adler, der
von beschwingten Höhen auf die Einsamkeiten
schaute, verbannt von Normen, die in manchen
Träumen das Spurenlose hinterließen. Die tiefe
Zärtlichkeit der alten Steine an der bloßen Haut,
von der ich meine, dass sie in Partnerschaft dem
Äther anvertraut ist, damit d a s, was ich war und
bin, sich kläre. Die Ritte in den Raubtierwäldern,
die Antwort auf das Vorgefundene und auf das
Vorgeführte. Das leise, stille Teilen eines Bootes,
in dem das gänzlich Unerwartete geschehen kann:
das große, bloße Schauen auf die Fortbewegungen,
die Saiten, die meine Hände kannten. Die vielen
Sprachen, die das Spiel mit seinem Sinn verbanden.
Die Worte, die ich aus den Welten zu mir nahm.
Die dunkle Dankbarkeit für ihre Ankerorte.
Ich bin des ungelösten und des unlösbaren Rätsels
klarer Kern. Wie gänzlich Ungeschminktes begleiten
mich die Masken durch die Straßen und Gassen
der offenbarten Menschenheimlichkeiten. Und dann,
in seltenen Stunden, bin ich auch Erscheinungsbild
der Anderen, damit die Seinheitsdichte sich in uns
verströme, ohne zu vernichten.


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