{"id":9832,"date":"2020-03-05T04:15:03","date_gmt":"2020-03-05T04:15:03","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9832"},"modified":"2020-03-05T04:41:16","modified_gmt":"2020-03-05T04:41:16","slug":"9832","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=9832","title":{"rendered":"Seltsamkeiten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9833\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200304_151438-207x300.png\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200304_151438-207x300.png 207w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200304_151438.png 645w\" sizes=\"auto, (max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9834\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200304_181631-215x300.png\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200304_181631-215x300.png 215w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200304_181631.png 728w\" sizes=\"auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/>\u00ec<\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\">Man sp\u00fcrt das schon, wenn Angst umgeht. Die Verunsicherungen k\u00f6nnen zu pr\u00e4ziserem Denken und Handeln anregen, aber meist ist es eine dumpfe Unruhe um das eigene \u00dcberleben und vielleicht noch das der Angeh\u00f6rigen herum, jetzt, wo man wei\u00df, dass mit allem zu rechnen ist. Am Hoteldesk entf\u00e4hrt mir ein Nieser, und ich schaffe es nicht ganz zur Armbeuge. Bedeutsame Blicke unter den Herren Hoteliers, denn jeder wei\u00df doch jetzt, wie man niest, um anderen nicht zu schaden. Ich denke auch daran, wie ich das am Flughafen und bei den anstrengenden Flugbahnm\u00e4rschen und professionellen Durchforstungstorturen vermeiden kann, dass mir ein Nieser entf\u00e4hrt, sonst werde ich vielleicht ausgesondert und zu den Gezeichneten gebracht. Ich werde vermutlich meine Maske aufhaben, dann ist es nicht so direkt, das dem Feindlichen Ausgesetzte. Dass die Maske nach au\u00dfen tritt und nun nicht nur Legalisierung, sondern auch Akzeptanz erf\u00e4hrt, k\u00f6nnte ein Zugest\u00e4ndnis zur karnevalistischen Narretei sein, oder mal schnell ungeschminkt, aber mit feiner Maske, zum Br\u00f6tchenholen gehen, das k\u00f6nnte seine Erotik haben, aber hier atmen wir durch seltsames Zeug hindurch, und man m\u00f6chte gleich wieder frei sein von der Zumutung. Die \u00c4rzte ringen sich Erkl\u00e4rungen ab und klar, die Ohnmacht sucht nach Handlungsf\u00e4higkeit, auch wenn der Sinn nicht \u00fcberzeugt. Wann also aufhaben, und wann runternehmen, das wird sich zeigen. Drau\u00dfen \u00fcber Delhi ist der Himmel wolkenverhangen, das tut der Romantik des un\u00fcbersichtlichen Bewegungsgewusels nicht so gut. Alles f\u00e4llt in eine schwer zu belebende Farblosigkeit, und die Schwere des Geleisteten wird sichtbar. Es ist der dunkle Teil des Abschieds: von dem, was nicht zu \u00e4ndern ist, von seiner immensen, menschlichen Tragweite, von dem Weiterlaufen des Nichtvergebbaren. Und dann wiederum d a, wo immer wieder Augen aufleuchten, als w\u00e4ren sie schon lange in Bereitschaft f\u00fcr einen freundlichen Blick, und da war er. Das hat auch was von der Vollkommenheit, die man nicht halten kann. Oder einer erkennt einen vom letzten Jahr und freut sich, dass man wieder da ist, und dann auch wieder geht. Sie sind Kommen und Gehen von uns gew\u00f6hnt. Hier wandern wie immer schon viele Welten durch den Bazaar, Die \u00d6le, die Stoffe, die Seltsamkeiten&#8230;.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00ec Man sp\u00fcrt das schon, wenn Angst umgeht. 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