{"id":9735,"date":"2020-02-22T05:04:01","date_gmt":"2020-02-22T05:04:01","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9735"},"modified":"2020-02-22T05:15:44","modified_gmt":"2020-02-22T05:15:44","slug":"nachwehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=9735","title":{"rendered":"nachwehen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9737\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200222_083847-e1582345217456-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"292\" height=\"519\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200222_083847-e1582345217456-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200222_083847-e1582345217456-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200222_083847-e1582345217456-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 292px) 100vw, 292px\" \/><\/p>\n<h5>Wir sind alle, wie die Kuh, noch mit den Gaben von gestern besch\u00e4ftigt, oder erholen uns davon, denn das ging ja einfach so weiter. Meine indische (so von mir genannte) Tochter kam angereist, und als uns der Sohn des Hauses, der das halbe Dorf versorgte, ein Schl\u00fcckchen Cannabistrunk anbot, sagten wir nicht nein, denn es soll das urspr\u00fcngliche Soma sein, das kann man dann besser verstehen. Es wird auch in manchen Tempeln in dieser verd\u00fcnnten Form gereicht. Dann gab es den G\u00f6tterumzug mit Maschinen, die Blumen durch lange Rohre jagten, die auf alle niederregneten, sodass der ganze Bazaar einen Blumenteppich hatte. Die Phallusverehrung in den Tempeln lief den ganzen Tag, das ist ja nicht wirklich was Neues, nur hier offensichtlicher. Es ist ja nicht so, dass es auch einen wilden Feiertag gibt, wo die Yoni mit Milch, Honig und Butter angehimmelt wird, nein, man vergisst eher, dass sie da ist, deswegen wollen vielleicht einige K\u00fcnstlerinnnen das jetzt \u00e4ndern. Immerhin hat das Prinzip Shiva einen Aspekt, der Ardhanaishvara hei\u00dft und gleicherma\u00dfen aus beiden Geschlechtern besteht, wovon man sich nicht wirklich eine Scheibe abschneiden kann. Gut, ich habe dann bei meinem Rundgang einen Brahmanen beim intensiven Herumzupfen auf einem kleinen Fleck Erde beobachtet und erkundet, was er da so macht. Er brachte ein Str\u00e4u\u00dfchen kleiner, frischer Grashalme und erkl\u00e4rte mir, dass vor allem die Frauen der G\u00f6tter diese Gr\u00e4schen lieben. Warum, frage ich. Seine Geste wird weit und ungenau. Weil ihr Leben dann&#8230;er z\u00f6gerte&#8230;interessant wird, sagte er dann, und das kann man ungehemmt w\u00fcnschen. Bei dieser Gelegenheit habe ich erfahren, dass Ganesh, der Elefantengott, auch verheiratet ist, und zwar mit zwei Frauen, Siddhi und Riddhi, die m\u00f6gen wohl auch gerne das Gras. Weil dann die Augen der Erz\u00e4hler derart leuchten, kann man es einfach als eine Geschichte aufnehmen, denn es ist ja nicht wirklich m\u00f6glich, sich zu fragen, wie das alles m\u00f6glich ist. Ist Christus wirklich nach Kaschmir gekommen und dort zu Krishna geworden, und war Hitler wirklich mal in Lucknow. Wenn jemand ernsthaft nachforscht, kann vieles erkl\u00e4rt werden, aber ist das, was erkl\u00e4rt werden kann wirklich das, was es ist. Das Gras, meinte der Priester geheimnisvoll, sei unglaublich wichtig, da will ich doch nicht mit etwas noch Wichtigerem aufwarten. Nein! Es ist das L\u00e4cheln, das alles in eine lebendige Logik f\u00fchrt, nicht der Beweis. So kann Shiva weiterhin Totenk\u00f6pfe in das Opferfeuer von Brahma hineinwerfen, was als notwendiger St\u00f6rfaktor gekennzeichnet wird, oder er versinkt weiterhin im fernen Kailash im Yoga, oder er verwandelt f\u00fcr seine\u00a0 Begleiterin die ganze Gegend ins Weibliche, wer h\u00f6rt nicht gern sowas. Und selbst wenn ich einen Zauberstab h\u00e4tte, w\u00fcrde ich ungern all diese Manifestationen ungern wegzaubern. Wer k\u00f6nnte so viel Leid verantworten und mittragen!?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind alle, wie die Kuh, noch mit den Gaben von gestern besch\u00e4ftigt, oder erholen uns davon, denn das ging ja einfach so weiter. 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