{"id":9590,"date":"2020-02-01T04:49:47","date_gmt":"2020-02-01T04:49:47","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9590"},"modified":"2020-02-01T04:49:47","modified_gmt":"2020-02-01T04:49:47","slug":"nah-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=9590","title":{"rendered":"nah"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9591\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200201_092123-297x300.jpg\" alt=\"\" width=\"362\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200201_092123-297x300.jpg 297w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200201_092123-768x775.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200201_092123.jpg 943w\" sizes=\"auto, (max-width: 362px) 100vw, 362px\" \/><\/p>\n<h5>In der Nacht des Menschen leidet in schwer zu erfassendem Ma\u00df auch das Tier, weil es seinem Wesen enteignet wird. Es braucht sehr viel geistige Freude an diesem Fellwerk, dieser K\u00f6rperkraft und Schwere, dann wieder so leicht in Zwitschern und Flug, dann so akrobatisch meisterhaft, dass man Stunden verbringen m\u00f6chte in der N\u00e4he solcher K\u00fcnste. Dann die Eleganz und Sch\u00f6nheit der Kuh, die zum verderblichen Gleichnis mit der Sch\u00f6nheit der Frauen f\u00fchrte. Oh please!, do not compare! Und was ich nicht alles von ihnen gelernt habe wie das t\u00e4nzerische Ausweichen von Bullen, damit sie einen nicht r\u00fccklings zu Boden sto\u00dfen, weil die Kommunikation und der Umgang dann doch tiefer erlernt werden m\u00fcssen, sieht man sie nicht als St\u00f6renfriede, sondern als M\u00f6glichkeit, mit weitgef\u00e4cherten Z\u00e4rtlichkeiten im eigenen System in Ber\u00fchrung zu kommen. Oder in Ber\u00fchrung zum Beispiel mit Mohans Tr\u00e4nen, als er mir heute fr\u00fch erz\u00e4hlte, dass seine Lieblingskuh verendet ist, als Familienangeh\u00f6rige gesehen, und was f\u00fcr eine von allen geliebte Pers\u00f6nlichkeit sie hatte. Und als ich einmal 10 Tage lang mit einem Kalmelwagen unterwegs war und zugeben musste, dass ich Ali Baba, das Kamel, nicht verstehen konnte. Es sah auch immer sehr kompliziert aus, wie die beiden Kameljungs mit ihm umgehen mussten. Oder dieses hoffnungslose Gef\u00fchl, das ich hatte am Amber Fort in Jaipur, als ich sah, dass sie die Elefanten noch immer rauf-und runtertraben lassen den Betonpfad, voll besetzt mit Touristen. Und diese bet\u00e4ubende Anzahl von Tieren, die verbrannt sind in diesen australischen Feuern. Und immer noch verbrennen, und die K\u00fche immer noch Plastikt\u00fcten samt Inhalt fressen, fressen m\u00fcssen, weil ihnen keiner erkl\u00e4ren kann, wie t\u00f6dlich das Zeug ist,\u00a0 das hier \u00fcberall gro\u00dfz\u00fcgig verstreut wird mit Restlachen von k\u00f6stlichen Dingen drauf. Ich kannte vor Indien kein Land, in dem Tiere so frei herumlaufen, sodass man immer mit ihnen rechnen muss. Wo man langsam unter verschiedenen Gruppierungen Pers\u00f6nlchkeiten sich herausbilden sieht wie z.B. das Hundepaar, das jetzt sechs Junge hat und jeden Morgen gemeinsam bei einem Meditierenden auf der Matte sitzt, der sich offensichtlich daran gew\u00f6hnt hat, dass sie ihn auch zur Familie z\u00e4hlen. Und dann f\u00e4llt mir noch ein in dem Anrauschen der Bilder, wie Zarathustra, mein Adler, sich eines Tages trotz scheinbar gestutzter Fl\u00fcgel in die L\u00fcfte hob, und mein Herz vor Schrecken fast stehen blieb. Bis es Freude werden konnte \u00fcber seine Freiheit.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Nacht des Menschen leidet in schwer zu erfassendem Ma\u00df auch das Tier, weil es seinem Wesen enteignet wird. Es braucht sehr viel geistige Freude an diesem Fellwerk, dieser K\u00f6rperkraft und Schwere, dann wieder so leicht in Zwitschern und Flug, dann so akrobatisch meisterhaft, dass man Stunden verbringen m\u00f6chte in der N\u00e4he solcher K\u00fcnste. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-9590","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9590"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9590\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9595,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9590\/revisions\/9595"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}