{"id":9540,"date":"2020-01-25T04:57:49","date_gmt":"2020-01-25T04:57:49","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9540"},"modified":"2020-01-25T05:13:18","modified_gmt":"2020-01-25T05:13:18","slug":"hiob-bei-shani","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=9540","title":{"rendered":"Hiob bei Shani"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9544\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200125_093534-145x300.jpg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200125_093534-145x300.jpg 145w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200125_093534-495x1024.jpg 495w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200125_093534.jpg 521w\" sizes=\"auto, (max-width: 120px) 100vw, 120px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9541\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200125_091520-209x300.jpg\" alt=\"\" width=\"172\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200125_091520-209x300.jpg 209w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200125_091520.jpg 388w\" sizes=\"auto, (max-width: 172px) 100vw, 172px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9543\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200125_093704-158x300.jpg\" alt=\"\" width=\"131\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200125_093704-158x300.jpg 158w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200125_093704-540x1024.jpg 540w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200125_093704.jpg 565w\" sizes=\"auto, (max-width: 131px) 100vw, 131px\" \/><\/p>\n<h5>Heute dachte ich mal wieder an Shani Dev, den Saturn Gott. Klar, weil Samstag ist und ich schon eine Weile nicht mehr dort vorbeigegangen war und nach etwas Dunklem suchte. um es im Tag zu b\u00fcndeln. Nicht, dass es schwer ist, Dunkles zu finden, nur welcher Art. Ich ging also hin und traf dort zu meiner \u00dcberraschung einen Mann am Baselitstein (dem Gott), der jahrelang wie ich zur selben Zeit die Runde um den See gemacht, aber durch schlimmes Erleben sein Vertrauen in die g\u00f6ttliche Hilfestellung verloren hatte. Vor ein paar Monaten war sein Bruder pl\u00f6tzlich verschwunden und hatte nicht nur seine Frau und seine zwei Kinder hinterlassen, ohne sich jemals wieder zu melden, sondern auch einen gigantischen Schuldenberg, den man nun samt Bruders Frau und Kindern dem jungen Mann auflastete. Nun hatte ihn gestern die Polizei in seinem Schmuckladen besucht und verk\u00fcndet, dass der Bruder au\u00dferdem 3 Lakh Rupien, ungef\u00e4hr 3000 Euro, der Bank schuldig geblieben ist, f\u00fcr die er nun aufkommen m\u00fcsste. Er war am Zusammenbrechen im Angesicht des schier Unm\u00f6glichen. Ich hatte ihn schon ein paar Mal besucht und gr\u00fcndlich mitgelitten, aber nun durfte ich im Angesicht des schwarzen Gottes die totale Hilflosigkeit solch einer Situation erfahren. Und er, der in seiner gr\u00f6\u00dften Not zu diesem Gott gekommen war, wie konnte er hoffen, dass von diesem schwarzen Stein Hilfe f\u00fcr ihn kommen k\u00f6nnte? &#8218;Gott ist nicht gut zu mir&#8216;, meinte er, das konnte ich nur best\u00e4tigen. Wenn er nicht zahlen kann innerhalb von zwei Wochen, wird er ins Gef\u00e4ngnis gehen, obwohl er im Alleingang bereits 6 Menschen im Haus versorgt. Das ist grausam, das ist unmenschlich, das ist Indien. Es ist das Indien, von dem man nicht wegreisen kann, um irgendwo anders sein Gl\u00fcck zu probieren, sondern es ist das Indien, das man nicht fassen kann und das einem ab und zu die Tr\u00e4nen in die Augen treibt. Mir fiel die Geschichte von Hiob ein und wollte gerade ansetzen, sie zu erz\u00e4hlen, merkte aber zum Gl\u00fcck rechtzeitig, dass mich das Hindi dabei \u00fcberfordern w\u00fcrde, denn ganz sicher wollte er nicht von einem Mann h\u00f6ren, der in einer anderen Religion total von Gott verlassen wurde und alles Hab und Gut verlor. Au\u00dferdem erinnere ich mich gar nicht mehr, wie diese gruselige Gottespr\u00fcfung weiterging und ob Hiob sich nochmal von seinem Schock erholen konnte. Dann kam noch eine gro\u00dfe Gruppe franz\u00f6sischer Touristen vorbei und starrten uns in der entstandenen Totenstille an, als k\u00e4men wir direkt aus dem Hades. Insofern war alles so dunkel, wie es werden konnte an so einem leuchtenden Morgen. Noch liegt der Tag vor uns, obwohl der Wunsch, eine gute Fee mit einem Zauberstab zu sein, sich auch nicht umsetzen wird. Ich konnte dann nur noch bitten, dass er sich nichts antut, und dass auch jede Dunkelheit einmal ein Ende hat. Aber das Licht im Tunnel war noch nicht zu sehen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute dachte ich mal wieder an Shani Dev, den Saturn Gott. Klar, weil Samstag ist und ich schon eine Weile nicht mehr dort vorbeigegangen war und nach etwas Dunklem suchte. um es im Tag zu b\u00fcndeln. Nicht, dass es schwer ist, Dunkles zu finden, nur welcher Art. 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