{"id":9401,"date":"2020-01-06T06:08:10","date_gmt":"2020-01-06T06:08:10","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9401"},"modified":"2020-01-06T06:08:10","modified_gmt":"2020-01-06T06:08:10","slug":"proben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=9401","title":{"rendered":"proben"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 640px;\" class=\"wp-video\"><video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-9401-1\" width=\"640\" height=\"352\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/VID-20200104-WA0007.mp4?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/VID-20200104-WA0007.mp4\">http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/VID-20200104-WA0007.mp4<\/a><\/video><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Dieses Tier, das man hier im Video erst im Wasser, dann in panischer Flucht vor den Menschen sieht, kam gestern aus dem naheliegenden Dschungel, wo es, den lokalen Vermutungen entlang, von einem Raubtier gejagt wurde. Sie nennen es einen Hirsch oder eine Rehkuh, aber ich wei\u00df nicht wirklich, was es ist. Wir haben es zuf\u00e4llig vom obersten Stockwerk des Hauses aus geh\u00f6rt, nein, nicht das Tier, sondern das Menschengeschrei, und wie meistens war ein Smartphone zur Hand. Was mich ber\u00fchrt hat an der Szene war dieses weitere Beispiel des Unterschiedes zwischen einer Empfindsamkeit dem Lebendigen gegen\u00fcber und der Schaulust, die Menschen zu allem M\u00f6glichen treibt. Das ist wie auf den Autobahnen, wenn die zuhilfe Kommenden nicht durch die Meute der Schaulustigen gelangen, weil auch von allem, was die eigene Lebens\u00f6dnis vertreibt, ein Schnappschuss gemacht werden muss, damit man wenigstens technisch dabei war beim Schrecken. Das scheue Tier raste also in panischer Angst durch das anhaltende Menschengekreische, und ich wei\u00df, das kann man nicht erwarten, dass hier eine andere Einstellung vorherrscht, denn die h\u00e4tte ja vorher schon stattfinden m\u00fcssen, lange vorher in der relativen Zeit. Dann kamen unvermeidbar die weiteren Bilder von den verheerenden Br\u00e4nden in Australien, eine gesch\u00e4tzte halbe Milliarde Tiere verbrannt in den Feuern, und immer mehr Menschen, die ohnm\u00e4chtig zuschauen, wie ihre H\u00e4user verbrennen. Wir sagen und f\u00fchlen ja in dieser Zeit alle immer mal wieder die Grenzen des Fassbaren und k\u00f6nnen nicht st\u00e4ndig von allem ber\u00fchrt werden. Oder kaum l\u00e4sst man die auch notwendige Ber\u00fchrung durch das Schicksal Anderer zu, kommt schon der n\u00e4chste Hammer, f\u00fcr den man kaum mehr Kraft aufbringen kann. Die erste Mail, die heute zu mir kam, zeigt einen derartigen Gewaltausbruch in Delhi, das ist kaum mehr zu bremsen und wirklich schon auch sehr nahe zu unserem heiliggesprochenen \u00d6rtchen, wo eh schon alles und alle im Duplikat der Illusionen leben. (&#8222;Duplicate Maya&#8220;, ein von mir gesch\u00e4tzter Begriff indischer Seinsgr\u00fcbler). Nicht, dass es zu sehr auff\u00e4llt. Oder doch, es f\u00e4llt schon vielen auf, aber das bewegt, wegen der vorprophezeiten Zukunft, noch keinen Strohhalm. Es ist dieses Jahr in meinem Denken \u00f6fters vorgekommen, dass mir meine eigene luxuri\u00f6se Befindlichkeit und Behausung nicht immer ausgleichend genug erscheinen zu all den weltlichen Schaurigkeiten, denen Mensch und Tier und der ganze planetarische Organismus ausgesetzt sind. Immer wieder aufs Neue weiteres Nachdenken dar\u00fcber, welche Art von Beitrag wirklich erfordert und angebracht ist. Und immer noch Nelson Mandelas anregende Worte im Ohr, wie viel Mut es doch kostet, um das Gute und Sch\u00f6ne zu ringen, vor allem, wenn man nicht durch die unz\u00e4hligen Angebote der Ichverhaftung selbst dem Einflus des Lichten, sprich: der Freiheit des geistigen Vorgangs, im Weg steht. Ja, alles war schon mal da, schon gut, schon gut, aber wer h\u00e4tte gedacht, dass diese Verdichtungen des Dunklen uns einmal so viel abringen, unserem Geist, unserem Herzen, unseren K\u00f6rpern. Vielleicht ist es tats\u00e4chlich eines (fernen) Tages eine Art neuer Mensch, der aus dieser Finsternis eine Geburt nimmt, die Mord und Totschlag hinter sich lassen kann. Man kann ja in der Stille der R\u00e4ume schon mal mit den Proben beginnen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Dieses Tier, das man hier im Video erst im Wasser, dann in panischer Flucht vor den Menschen sieht, kam gestern aus dem naheliegenden Dschungel, wo es, den lokalen Vermutungen entlang, von einem Raubtier gejagt wurde. Sie nennen es einen Hirsch oder eine Rehkuh, aber ich wei\u00df nicht wirklich, was es ist. 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