{"id":9325,"date":"2019-12-27T03:12:53","date_gmt":"2019-12-27T03:12:53","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9325"},"modified":"2019-12-27T03:12:53","modified_gmt":"2019-12-27T03:12:53","slug":"unbestechlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=9325","title":{"rendered":"unbestechlich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-9326\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191226_190139-300x289.jpg\" alt=\"\" width=\"366\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191226_190139-300x289.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191226_190139-768x739.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191226_190139-1024x985.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191226_190139.jpg 1079w\" sizes=\"auto, (max-width: 366px) 100vw, 366px\" \/><\/p>\n<h5>Auch die f\u00fcr viele Menschen, h\u00f6re ich immer mal wieder, mehr belastenden als erfreulichen Festtage gehen vor\u00fcber. Nicht, dass hier viel davon zu sp\u00fcren war au\u00dfer der rastlos durch den Bazaar pilgernden indischen Touristen, deren Kauftrieb durch geschlossene L\u00e4den nicht eingeschr\u00e4nkt wird. Hier ist immer alles offen, au\u00dfer einmal, als in k\u00fcrzester Zeit so viele Morde passierten und das ganze Dorf geschlossen hatte, ein beeindruckender Anblick, mit unheimlichen Gef\u00fchlen begleitet. Gestern, am 26. Dezember, wusste ich gar nicht, warum es da auch heilig zugehen soll, und wandte mich an Lord Google. Ich fand einen Heiligen, von dem ich noch nie geh\u00f6rt hatte, der irgendwann eine zu lange Rede hielt und zu viel ihm Heiliges in die falsche Richtung salbte, da nahmen sie ihn gleich mit und steinigten ihn, und er durfte der erste christliche M\u00e4rtyrer werden, und manche erinnern sich wohl an ihn am sogenannten Stefanitag. Ihm hat es ja wenig gen\u00fctzt, so, wie es auch heute noch wenigen n\u00fctzt, wenn ihr kostbares Leben durch Andere gesch\u00e4digt und gek\u00fcrzt wird. Wir, die wir mit all diesen toten Ritualen nicht mehr viel am Hut haben, sinnen auf andere Dinge wie Emojis oder Gifs als hilflosen Gru\u00df ins Unbelegte. Doch der Mangel an Tiefe macht es auch nicht besser, obwohl Lachen noch nie die schlechteste Medizin war, es kann ja ebenfalls aus dem Abgrund der Ohnmacht hervorquellen und sich dadurch etwas entlasten. Aber so wenig wie m\u00f6glich Konkretes zu planen, fand ich dann doch am besten. Nein, am besten waren die Schweigeretreats, die ich jahrelang immer 12 Tage bis Neujahr zelebrierte, alles Notwendige im Raum vorhanden, morgens brachte mir jemand leckeren Chai. Aber nicht alles macht weiterhin immer Sinn, so ging auch das vor\u00fcber. Was an Weihnachten, dem Fest der Liebe, am liebsten ertr\u00e4umt und phantasiert wird ist, dass das Christkind oder irgend ein heiliger Mensch, alle mit seinem Zauberstab in eine Masse von Liebenden verwandelt, die sich die Augen reiben und verwundert um sich schauen, als w\u00e4ren sie von einem b\u00f6sen Taum erwacht, und sich dann aufmachen, um sch\u00f6ne Gaben f\u00fcr andere Menschen zu organisieren, damit man statt dem Nehmen mal wieder nahtlos ins Geben steuert. Wahr ist ja, dass immer alles potentiell m\u00f6glich ist, wer sollte wen abhalten von was. Die guten Dinge sind nicht leicht zu ergr\u00fcnden, meist wird eher das Abgr\u00fcndige ergr\u00fcndet, weil da anscheinend die gro\u00dfen St\u00e4mme im Weg liegen, die schwer zu bewegen sind. Auf der anderen Seite ist es so, dass f\u00fcr einen selbst immer noch mehr m\u00f6glich ist, als man bereit ist zu tun und zu sein. Zu diesem Thema f\u00e4llt mir fr\u00fcher oder sp\u00e4ter der zeitlose Satz &#8222;simple living, high thinking&#8220; ein. Unbestechlich sch\u00f6n.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch die f\u00fcr viele Menschen, h\u00f6re ich immer mal wieder, mehr belastenden als erfreulichen Festtage gehen vor\u00fcber. Nicht, dass hier viel davon zu sp\u00fcren war au\u00dfer der rastlos durch den Bazaar pilgernden indischen Touristen, deren Kauftrieb durch geschlossene L\u00e4den nicht eingeschr\u00e4nkt wird. 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