{"id":9247,"date":"2019-12-14T04:14:41","date_gmt":"2019-12-14T04:14:41","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9247"},"modified":"2019-12-14T04:18:49","modified_gmt":"2019-12-14T04:18:49","slug":"entwenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=9247","title":{"rendered":"entwenden"},"content":{"rendered":"<div class=\"KkFss\">\n<div class=\"KkFss\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"irc_mi\" src=\"https:\/\/www.berliner-kurier.de\/image\/33604304\/max\/1920\/1080\/c66da198a5029b3582b53cec660765eb\/tC\/klimt-bild-polizisten.jpg\" alt=\"Bildergebnis f\u00fcr Klimt Gem\u00e4lde Raub\" width=\"400\" height=\"225\" \/><\/div>\n<\/div>\n<h1><\/h1>\n<h5>Dieses Bild, sicherlich allerseits bereits bekannt, kommt\u00a0 ja aus der westlichen Welt. Ich habe es zuf\u00e4llig gesehen und dachte, es k\u00f6nnte auch in die &#8218;hinduminische&#8216; Grundidee passen, dass auch das Bildnis einer Frau im Haus gehalten und besch\u00fctzt werden muss von (in gesetzlicher Reihenfolge) Gott\/Vater\/Bruder\/Ehemann, und dann eventuell auch noch vom Polizisten. Das Photo dieser schwerbewaffneten Herren, die die entwendete Dame besch\u00fctzen, fegt nun um die ganze Welt und wird wahrscheinlich als Lebenshighlight auch in ihren Wohnzimmern h\u00e4ngen. Wie gerne m\u00f6chte man aber in einer wachen, detektivischen Laune sich in den Moment bzw den Zeitraum versetzen, wo ein Jemand die Idee gebar und fortan mit ihr schwanger ging, eben das Klimtbild zu rauben und es durch eine clevere Eingebung genau d a zu verstecken, wo vermutlich kaum jemand danach suchen w\u00fcrde, was sich ja auch best\u00e4tigt hat und an die Geschichte der K\u00f6nigin erinnern l\u00e4sst, die hektisch nach ihrem Halsband sucht, das sich bereits an ihrem Hals befindet. Nun hat der Zufall die Entwendete wieder ans Tageslicht gesp\u00fclt, aber interessanter w\u00e4ren diese Stunden, wenn man den T\u00e4ter bei der Durchf\u00fchrung seines Planes beobachten k\u00f6nnte, War es nur reine Geldgier, oder bedeutete ihm das Bild pers\u00f6nlich so viel, dass er es unbedingt haben musste, oder vielleicht hatte die Frau es ihm angetan. Aber nein, viel schn\u00f6der nat\u00fcrlich, rein mit dem millionenschweren Ding in die M\u00fcllt\u00fcte und dann in das vermutlich schon damals angenehm vom Efeu \u00fcberwucherte T\u00fcrlein. Sie, wer auch immer sie sein m\u00f6gen, gehen ja von &#8222;R\u00e4ubern&#8220; aus, aber warum nicht ein einzelner, zielstrebiger Dieb, der immerhin die T\u00fcr basteln musste, und hin-und herlaufen, damit alles funktioniert. Oder er fand eines Tages die T\u00fcr und dachte nanu, da passt doch genau der Klimt hinein, was, wenn ich&#8230;Und dann wurde es gar nicht abgeholt. So ein Quatsch, wegen der Polizei\u00fcberwachung! Selbst ein \u00dcberwachungsger\u00e4t w\u00fcrde ja nicht auf die Mauer gerichtet sein, von deren Geheimnis keiner au\u00dfer ihm was wei\u00df. Und 22 Jahre sind\u00a0 keine Ewigkeit, er wartet(e) vielleicht noch irgendwo auf seine Stund&#8216;, wo er keine Sorgen mehr w\u00fcrde haben m\u00fcssen, und jetzt das! Das Entwendete verschwindet ja nicht, es liegt immer irgendwo rum. Als der Dieb mir kurz vor der Zugeinfahrt in den Delhi Bahnhof meine mittelgro\u00dfe Handtasche entri\u00df und im Dunkel des Morgens verschwunden war, gingen (meine) unn\u00fctzen mentalen Tentakeln immer wieder aus auf der Suche nach Bildern, wo wohl das und das von meinen Lieblingsdingen jetzt liegt, meine Kamera mit den 900 Bildern, sorgf\u00e4ltig komponiert, das Notizbuch, in Ajmer gebunden, der nahezu unersetzliche Stift und einiges Kostbare mehr. Manches taucht wieder auf, und an den Dingen selbst klebt nicht so sehr das Unersetzliche. Aber diese Frau auf dem Gem\u00e4lde, die daf\u00fcr einmal f\u00fcr Gustav Klimt Modell stand, sie w\u00e4re sicherlich auch \u00fcberrascht gewesen \u00fcber die lange Wanderung ihres Bildnisses, und dass ausgerechnet s i e\u00a0 hinter der Metallt\u00fcr verschwunden war.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Bild, sicherlich allerseits bereits bekannt, kommt\u00a0 ja aus der westlichen Welt. Ich habe es zuf\u00e4llig gesehen und dachte, es k\u00f6nnte auch in die &#8218;hinduminische&#8216; Grundidee passen, dass auch das Bildnis einer Frau im Haus gehalten und besch\u00fctzt werden muss von (in gesetzlicher Reihenfolge) Gott\/Vater\/Bruder\/Ehemann, und dann eventuell auch noch vom Polizisten. 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