{"id":9229,"date":"2019-12-10T04:43:50","date_gmt":"2019-12-10T04:43:50","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9229"},"modified":"2019-12-10T04:43:50","modified_gmt":"2019-12-10T04:43:50","slug":"affenliebe-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=9229","title":{"rendered":"Affenliebe"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9230\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191208_123939-1-e1575948757404-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191208_123939-1-e1575948757404-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191208_123939-1-e1575948757404-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191208_123939-1-e1575948757404-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9232\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191208_122258-e1575949404503-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191208_122258-e1575949404503-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191208_122258-e1575949404503-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191208_122258-e1575949404503-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/p>\n<h5>Gestern hatte ich eine wunderbare Gelegenheit, meine aus alten Steinen zusammengef\u00fcgte Terrasse mit einer Gruppe von ungef\u00e4hr vierzig Languren zu teilen, die als Verk\u00f6rperung des Affengottes Hanuman gesehen und daher oft Hanuman-Languren genannt werden. Diese Gruppe liegt mir besonders am Herzen, weil sich dort eine meiner Lieblingstiergeschichten abgespielt hat und immer noch abspielt. Diese Languren sind bildsch\u00f6n und da sie allerseits reichlich gef\u00fcttert werden, sind sie auch friedlich. Weniger friedlich, ja, oft b\u00f6sartig und von uns allen mit Vorsicht be\u00e4ugt, ist die andere Rasse, die sich ebenfalls hier herumbewegt, braun, gef\u00fcrchtet und st\u00e4ndig verscheucht von allen, was sie besonders angriffslustig macht, was ich einmal am eigenen Leib erfahren durfte und von einem der f\u00fcnf, die mich angriffen, gebissen wurde. Aber aber aber, meine andere Geschichte ist ja eine andere Story, von der ich schon einiges \u00fcber die Jahre berichtet habe. Genau zu der Gruppe, die sich bei mir niedergelassen hatte, geh\u00f6rt der kleine, braune Kerl, dessen Schicksal ich schon seit Jahren beobachte. Seine Mutter war die Geliebte des pr\u00e4chtigen H\u00e4uptlings der Silberhaarigen, eine wenig attraktiv wirkende, aber r\u00fchrend um ihn besorgte Frau, immer nur um ihn herum und jeden Schritt von ihm im Auge, auch er manchmal um sie herum. Irgendwann muss das passiert sein, dass sie anfingen, zusammen zu leben, man konnte es kaum fassen. Sein Stamm hat sie nie akzeptiert und sie konnte nur unter seinem Schutz dort leben. Sie hatten zwei S\u00f6hne, von denen der erste, erz\u00e4hlte mir Mohan, sich eigene Wege suchte. Der Kleine blieb mit der Mutter bei den Languren, aber man sah sie immer \u00f6fters isoliert von den Anderen beisammen sitzen, und oft sah ich auch den Kleinen hektisch umherirren auf der Suche nach ihr, und uffh, war ich froh, als ich sie wieder zusammen sah. Eines Tages, es wurde von einigen beobachtet und berichtet, kehrte die Mutter zum braunen Stamm zur\u00fcck. Der Kleine aber blieb beim Vater. Letztes Jahr habe ich den Vater beobachtet, wie er sich um den Kleinen gek\u00fcmmert hat (lausen, kraulen, besch\u00fctzen). Auch jetzt l\u00e4sst er ihn an sich ran, aber st\u00f6\u00dft ihn auch weg. Doch nun habe ich zweimal gesehen, wie auf einmal die Mutter aufgetaucht ist und zu dem Kleinen gerannt, und ja, sie hat ihn umarmt und etwas mit ihm gebalgt. Aber als der Vater verschwunden ist, ist ihm der Kleine gefolgt. Er hat sich ja den linken Arm an einer Leitung ausgebrannt (hat man mir erz\u00e4hlt), aber wir bewundern ihn so f\u00fcr seine Beweglichkeit und \u00dcberlebenskraft. Ein Mann kauft ihm jeden Morgen Bananen, er ist gut versorgt. Auch auf meiner Terrasse bekommt vor allem er was zu fressen, das \u00e4rgert die kleinen silbernen Frechdachse, die wie eine Horde \u00fcber die Pflanzen herfallen. Auch die W\u00e4sche an der Leine muss ich im Auge behalten, denn sie lieben es, daran herumzuturnen. Aber meistens liegen meine Augen auf dem Kleinen. Der Stamm akzeptiert auch ihn nicht, denn die Silbernen f\u00fcrchten sich vor den Braunen. So liegt er meist allein herum, und es ist ein Wunder, dass er es geschafft hat, bei ihnen zu bleiben. Der Tag ist ja lang und die Nacht auch, und wir wissen nicht, was alles an Geheimnisvollem passieren kann, wenn wir nicht dabei sind.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Gestern hatte ich eine wunderbare Gelegenheit, meine aus alten Steinen zusammengef\u00fcgte Terrasse mit einer Gruppe von ungef\u00e4hr vierzig Languren zu teilen, die als Verk\u00f6rperung des Affengottes Hanuman gesehen und daher oft Hanuman-Languren genannt werden. Diese Gruppe liegt mir besonders am Herzen, weil sich dort eine meiner Lieblingstiergeschichten abgespielt hat und immer noch abspielt. 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