{"id":9182,"date":"2019-12-04T05:30:28","date_gmt":"2019-12-04T05:30:28","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9182"},"modified":"2019-12-04T05:31:18","modified_gmt":"2019-12-04T05:31:18","slug":"moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=9182","title":{"rendered":"m\u00f6glich (?)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9183\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191204_093540-247x300.png\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"441\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191204_093540-247x300.png 247w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191204_093540-768x933.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191204_093540-843x1024.png 843w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191204_093540.png 1048w\" sizes=\"auto, (max-width: 363px) 100vw, 363px\" \/><\/p>\n<h5>Das Bild hat der Zufall geboren. Eine Zeichnung von mir lag auf dem Tisch, und ein durchsichtiges Blatt hat sich dar\u00fcbergelegt. Sowas finde ich sch\u00f6n, wenn etwas Sp\u00fcrbares daraus entsteht, mit dem man nicht gerechnet hat. Manchmal f\u00e4llt mir der Spruch von Ramakrishna ein, einem indischen Heiligen auf (damals) h\u00f6chstem Niveau im Sinne einer Art g\u00f6ttlichen Wahnsinns, den keiner mehr einsch\u00e4tzen konnte au\u00dfer zwei herbeigerufenen Experten auf diesem Gebiet. Ramakrishna, der einmal in Kalkutta unterwegs war in einer Kutsche mit Vivekananda, und hinausschaute auf das abendliche Glitzern der Stadt, und meinte, ja was haben die denn wegen der Maya (dem Prinzip der illusion\u00e4ren Manifestation), sie ist doch sch\u00f6n! Dachte ich auch heute fr\u00fch, als ich mal wieder l\u00e4nger am See sa\u00df in der wohltuenden Wintersonne, vor mir das glitzernde Wasser, aus dem sie rechtzeitig zur Saison die unz\u00e4hlbaren vielen Plastikt\u00fcten herausgefischt haben und es gelungen ist, den See wieder als nat\u00fcrlich, und nat\u00fcrlich heilig, zu verkaufen. Eigentlich will ich auf meinem Sitz mal wieder was schreiben, aber der Sweeper (aus der Nur-kehren-d\u00fcrfen-Kaste) fragt mich, ob ich ihm Englisch beibringen k\u00f6nnte, und ich kann das auf jeden Fall t\u00e4glich eine Viertelstunde. Er kehrt sorgf\u00e4ltig, was dringend gebraucht wird, und arbeitet auch in der Sonne, aber klar w\u00fcrde er lieber sitzen und schreiben k\u00f6nnen und nicht wegen gesellschaftlichen Zw\u00e4ngen nur die Wahl der Sweeperkaste haben. Was man machen kann, scheint oft so wenig, aber dann wird dieses Denkmuster ab und zu mal unterbrochen. So ist ein guter Artikel aus der FAZ\u00a0 zu mir gekommen, wo der wahrhaft r\u00fchmenswerte Mensch C\u00e9sar Manrique aus Lanzarote vieler seiner sch\u00f6pferischen Pl\u00e4ne umsetzten konnte auf dieser vulkanischen Erde, und dem dort so vieles gelang, was man bis heute f\u00fcr menschnunm\u00f6glich h\u00e4lt, aber es ist gut, zu wissen, was f\u00fcr einen einzelnen Menschen alles m\u00f6glich ist. Beeindruckend ist u.a., dass es ihm weitgehend gelungen ist, dass alle H\u00e4user auf einer bestimmten H\u00f6he zu bauen waren und sind, sodass der Anblick dieser Landschaft einem menschlich so angenehm wohnbar vorkommt, was es auch ist, wenn die simplen Bedingungen bedacht und eingehalten werden w\u00fcrden. Ich m\u00f6chte gerne einen Satz von ihm zitieren aus diesem Artikel, wo er mit den Worten erinnert wird: &#8222;Wann endlich wird sich der Mensch seiner selbstm\u00f6rderischen, rentablen, aber t\u00f6dlichen Plumpheit bewusst werden? In seinem ma\u00dflosen Stolz hat er ein System hinf\u00e4lliger Werte geschaffen, das einzig dazu gedient hat, sein eigenes System zu zerst\u00f6ren.&#8220;( Sein hundertj\u00e4hriger Geburtstag wird in Lanzarote gefeiert.) Ich erinnere mich gut, als die K\u00fche anfingen, am Plastik zu sterben und ich sehen konnte, dass die geistigen Zusammenh\u00e4nge auseinanderdrifteten, vorne das Gebetsgemurmel \u00fcber die heilige Kuh, ein paar Schritte weiter die sterbende Kuh-G\u00f6ttin, Kamdhenu, die Wunscherf\u00fcllende. \u00dcberall Plastik schl\u00fcrfend in ihrer seligen Einfalt. Dann griff die Regierung ein mit einem Verbot. Eine Weile wurde wieder mit der Zeitung eingewickelt, und das Ger\u00fccht eines sich aufl\u00f6senden Plastikbeutels ging umher. Heute ist es so, als w\u00e4re absolut nichts geschehen, au\u00dfer, dass noch mehr Plastik herumliegt. Dass die Menschheit sich selbst in vollem Bewusstsein zerst\u00f6rt, ist eins der menschlichen, kollektiven Ph\u00e4nomene, die wir gerade gemeinsam erleben. Schon an der dort neben der K\u00fcche h\u00e4ngenden Plstikt\u00fcte kann ich verstehen, dass das alles nicht so einfch ist, wie man&#8217;s gerne h\u00e4tte, aber zweifellos ist jede Konsequenz willkommen. Auf dieser Ebene sind die sogenannten spirituellen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten angebracht. Als &#8218;f\u00fcnfte&#8216; Veda, sozusagen, die nicht geschrieben steht, sondern die man durch Lebendigkeit erlernt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bild hat der Zufall geboren. Eine Zeichnung von mir lag auf dem Tisch, und ein durchsichtiges Blatt hat sich dar\u00fcbergelegt. Sowas finde ich sch\u00f6n, wenn etwas Sp\u00fcrbares daraus entsteht, mit dem man nicht gerechnet hat. 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