{"id":9088,"date":"2019-11-19T04:52:44","date_gmt":"2019-11-19T04:52:44","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9088"},"modified":"2019-11-19T04:58:12","modified_gmt":"2019-11-19T04:58:12","slug":"ausgleichen-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=9088","title":{"rendered":"ausgleichen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9089\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191119_090454-205x300.jpg\" alt=\"\" width=\"268\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191119_090454-205x300.jpg 205w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191119_090454-768x1126.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191119_090454-698x1024.jpg 698w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191119_090454.jpg 1049w\" sizes=\"auto, (max-width: 268px) 100vw, 268px\" \/>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9091\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191119_100653-104x300.jpg\" alt=\"\" width=\"136\" height=\"392\" \/><\/p>\n<h5>Die letzten Gro\u00dfgruppierungen, Brahmanen aus dem S\u00fcden, die hier gro\u00dfz\u00fcgig\u00a0 begottesdienstet und gef\u00fcttert wurden, sind abgereist. Auch die M\u00e4nner im Dorf sind schwer besch\u00e4ftigt, diesmal mit den lokalen Wahlen, an denen ich jegliches Interesse verloren habe. Auffallend still ist es da drau\u00dfen, und ich merke beim Herumgehen, dass ich nicht mit so viel zu Sehendem umgehen muss, sondern wieder das Meine sehe. Die verlassenen Feuer mit ihren Aschestrukturen, ein rostiger Nagel, (siehe oben rechts), ein Lehmgef\u00e4\u00df mit Lotusbl\u00fcten, in dem chai getrunken wurde, die lagernden K\u00fche, das Getrippel der Tauben, K\u00f6rner pickend auf den Blechd\u00e4chern der Badezug\u00e4nge. Das alles ist nicht so weit weg von dem zeitlosen Reich, das gerade hinter einer unvorhergesehenen Ecke verschwand. Und genauso, wie es im hellen Vorgang beschrieben wird, n\u00e4mlich, dass vorher und nachher Teller gewaschen und Holz geholt wird, so sieht auch hier in der verschleierten Variante alles fast noch so aus wie vorher. Ab und zu ist auch ein Elektrizit\u00e4tsausfall willkommen, dann merkt man, dass das Ohrgeh\u00e4use sich \u00f6ffnet und H\u00f6rverm\u00f6gen sich bildet und ausdehnt. Nat\u00fcrlich kennt man das ja von den Einf\u00fchlungen in \u00c4gypten, dass man gerne h\u00e4tte, dass es auf Erden manchmal ganz still war, und dass die Geheimnisse bei der Sphinx gut aufgehoben waren. Aber wahrscheinlicher ist, dass dort viel geschrien und gepeitscht wurde, und dass die Gel\u00fcste Einzelner in der Durchf\u00fchrung vorherrschend waren. Auch Qualen und unzumutbare Zust\u00e4nde bringen m\u00e4chtige Formen hervor, zu denen Reisende pilgern. Hier am See entlang sind an manchen Stellen die Treppen aus Steinen, die von nackten F\u00fc\u00dfen rund und gl\u00e4nzend und weich geworden sind. Die Tulsistr\u00e4ucher sind umh\u00fcllt mit sch\u00fctzenden T\u00fcchern. Das alles ist einfach und sch\u00f6n und aufgenommen in meinem Inneren. Daf\u00fcr ist der Morgen da, und die Ruhe, die Andacht, die Achtung dem sch\u00f6pferischen Geist gegen\u00fcber: damit man es nicht vergisst, aus welchem Stoff es gemacht ist, auch wenn wir ergriffen sind vom uns\u00e4glichen, menschlichen Leid, das wir bezeugen. Von dem, was angetan wird, und von der Verwirrung und den Verirrungen, die daraus hervorgehen. So kann man es (u.a,) auch die Ausgleichung nennen, denn wer will sagen, das Eine sei\u00a0 wirklicher als das Andere!<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Die letzten Gro\u00dfgruppierungen, Brahmanen aus dem S\u00fcden, die hier gro\u00dfz\u00fcgig\u00a0 begottesdienstet und gef\u00fcttert wurden, sind abgereist. Auch die M\u00e4nner im Dorf sind schwer besch\u00e4ftigt, diesmal mit den lokalen Wahlen, an denen ich jegliches Interesse verloren habe. 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