{"id":9056,"date":"2019-11-14T04:59:42","date_gmt":"2019-11-14T04:59:42","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9056"},"modified":"2019-11-14T05:17:26","modified_gmt":"2019-11-14T05:17:26","slug":"9056","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=9056","title":{"rendered":"abrunden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9057\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191113_101317-287x300.png\" alt=\"\" width=\"395\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191113_101317-287x300.png 287w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191113_101317-768x803.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191113_101317-979x1024.png 979w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191113_101317.png 1025w\" sizes=\"auto, (max-width: 395px) 100vw, 395px\" \/><\/p>\n<h5>So, es ist wieder etwas Ruhe eingekehrt am gerne heilig genannten See, wo im fernen Einst einmal ein von Lepra befallener K\u00f6nig von der Reinheit des Wassers geheilt wurde. Viele Anekdoten ranken sich um solche Orte, und oft kann man die Verbindungen zu den Geschichten untereinander nur noch m\u00fchsam herstellen, also wie kam das Kamel zum Unsterblichkeitsritual, das Karussell zur Fastenkur, das Ei zum Osterhasen usw. Wer das unn\u00f6tige Herumgr\u00fcbeln lassen kann, dem wird einiges erspart, aber nicht alles. Es ist ja \u00fcberall. F\u00e4hrt man zum Beispiel mal nach M\u00fcnchen, um Freunde zu besuchen, starrt man verbl\u00fcfft auf eine Bev\u00f6lkerung in Lederhosen, Wadenstr\u00fcmpfen, Dirndl. Aha! Das Oktoberfest!?, und ein Kaiser, der das Volk mitfeiern lassen wollte. In einen ernsteren Konflikt k\u00f6nnte ich allerdings nur kommen, wenn ich entscheiden m\u00fcsste zwischen Bierkrug, B\u00fcttenrede (sollen ja oft sehr klug sein), und See-Anbetung. Ich habe heute mal wieder eine Runde gedreht und vor allem die Sweeper geehrt, die Unmengen von Zur\u00fcckgebliebenem in ein Irgendwo schieben. Ich besuche den Priester im Krishnatempel, um zu schauen, wie er das Ganze verkraftet hat, obwohl es f\u00fcr die meisten einheimisch Beteiligten vor allem um die Chance geht, mehr Geld zu verdienen. Der Priester priestert, der H\u00e4ndler handelt. Nicht weit von meiner T\u00fcr entfernt streckt ein Brahmane lediglich den Ankommenden die fordende Hand hin mit der Bemerkung, er sei Brahmane. Er ist der Ansicht, dass das reicht, um beschenkt zu werden. Eigentlich sollten sie urspr\u00fcnglich die Gebenden sein, aber das ist \u00fcberall schwierig geworden gem\u00e4\u00df der Zeit, zwischen Geben und Nehmen klar zu unterscheiden. Was ist f\u00fcr mich, und was ist nicht f\u00fcr mich. Wo nehme ich gerne an, wo gebe ich zur\u00fcck, was mir m\u00f6glich ist. Soll ich Prithvi, den jungen Bettler, dem bei einem Unfall ein Bein verloren ging, wieterhin anfeuern, irgendeinen Job zu finden, um aus der Bettlersph\u00e4re auszusteigen, oder soll ich ihm einfach (weiterhin) einen Schein reichen. So merke ich auf dem Rundgang, dass zwar wesentlich weniger Menschen unterwegs sind, aber alles dennoch weitergeht. Das Baden, das Beten, das Betteln, das&#8230;nein, kein &#8218;B&#8216; mehr (das Brahmanentum, das B\u00f6se, das Billige, die Bettw\u00e4sche, das Bienenwachs, die Busfahrten) nein, man muss sich auch weiterhin selbst zur eigenen Ordnung rufen und eben kein &#8218;B&#8216; mehr produzieren, wenn man keins mehr will. Au\u00dferdem hat der Monat auch noch anderes zu bieten. Er hei\u00dft Kartik und ist der bedeutsamste Monat im Jahr und wird auch gerne als das Fest gesehen, wo man seine Liebe vertieft. Da gerade das elektrische Licht verschwunden ist, sehe ich das als einen tief genugen Punkt an, um hier rechtzeitig abzuschlie\u00dfen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, es ist wieder etwas Ruhe eingekehrt am gerne heilig genannten See, wo im fernen Einst einmal ein von Lepra befallener K\u00f6nig von der Reinheit des Wassers geheilt wurde. 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