{"id":8952,"date":"2019-10-28T01:31:02","date_gmt":"2019-10-28T01:31:02","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8952"},"modified":"2019-10-28T01:31:02","modified_gmt":"2019-10-28T01:31:02","slug":"diwali","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8952","title":{"rendered":"Diwali"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8950\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191027_210021-186x300.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191027_210021-186x300.jpg 186w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191027_210021-634x1024.jpg 634w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191027_210021.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/p>\n<h5>Nicht nur war der Flugpreis der teuerste, den ich in den ganzen Jahren gezahlt habe, sondern es dr\u00e4ngten sich auf dem Flughafen Heerscharen von deutschen und indischen Touristen, die alle zu Diwali, dem\u00a0 Weihnachten der Hindus, nach Indien strebten. Alles intensiv Erlebte ist ja eine Art Geburt, und so versinkt man irgendwann nach \u00fcberstandenen Qualen in die Polster eines dann doch noch erscheinenden Taxis, das einen, bzw mich, in ein willkommen hei\u00dfendes Haus bringt. Ich whatsappe dann Diwaligr\u00fc\u00dfe an alle EinwohnerInnen, die ich kenne, ohne zu verraten, dass ich schon da bin. Erstmal durchatmen, Chai trinken und die inneren Schalthebel ihre Arbeit tun lassen. Im Bild sieht man Shivani, in deren Haus ich drei Tage verbringe, mit dem Sohn der nepalesischen Servantfamilie die zum Fest geh\u00f6renden Cracker beobachten. Keiner wei\u00df, woher die Unsitte endloser Feuerk\u00f6rperorgien sich eingeschlichen hat. Am Tag wird gnadenlos eingekauft, denn es hei\u00dft, wer da einkauft, wird das ganze Jahr genug Geld haben. Es geht oder ging mal um die G\u00f6ttin Lakshmi, die Goldm\u00fcnzen aus ihren H\u00e4nden flie\u00dfen l\u00e4sst. Abends geht dann die Knallerei los. Ich z\u00fcnde auf der noch angenehm warmen Terrasse eine mitgebrachte Kerze an und wir lassen uns bei gem\u00e4\u00dfigter Einnahme von Essen und S\u00fc\u00dfigkeiten langsam von Feinstaubwolken einh\u00fcllen, die unvermeidlich\u00a0 das ganze Land durchziehen und die dahinter liegende Leere sp\u00fcrbar werden lassen. Ja, es hat auch was Lichtes, all diese kleinen \u00d6ll\u00e4mpchen an den Fenstern und um den See herum. Die Rituale werden eingehalten, das h\u00e4lt immer noch alles zusammen. Ich erfreue mich an meiner N\u00fcchternheit und dass ich mit Shivani \u00fcber die irren politischen Handlungen von Narendra Modi in Kashmir reden kann, die mich immerhin mit der Nachricht beruhigt, dass sich auch im indischen Volk Widerstand regt gegen diese neue milit\u00e4rische Besetzung, die auch noch Ladhak einschlie\u00dft. Und es sind nicht nur ein paar Tausende Soldaten, die da oben\u00a0 herumwuseln, sonder ein paar hundert Tausende, die jede freie Bewegung der dort ans\u00e4ssigen Muslime einschr\u00e4nken und kontrollieren. Der Name\u00a0 &#8218;Hitler&#8216; f\u00e4llt nicht nur im Haus, sondern es wird bereits mit diesem Schreckensnamen vor den Vorg\u00e4ngen gewarnt. Hier will wieder mal einer das reine Blut einer Rasse erhalten, f\u00fcr das andere vernichtet werden m\u00fcssen. Nun gut, eins nach dem\u00a0 anderen, noch ist Lichterfest und es ist u.a. auch eine ungetr\u00fcbte Freude zu sehen, dass man gute Entscheidungen treffen, beziehungsweise der eigenen Spielart treu sein kann. Heute ist wieder ein neuer Morgen und Tag. Mal sehen, was er bringt, oder was ich selbst in ihn hineintragen kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur war der Flugpreis der teuerste, den ich in den ganzen Jahren gezahlt habe, sondern es dr\u00e4ngten sich auf dem Flughafen Heerscharen von deutschen und indischen Touristen, die alle zu Diwali, dem\u00a0 Weihnachten der Hindus, nach Indien strebten. 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