{"id":8919,"date":"2019-10-23T07:25:20","date_gmt":"2019-10-23T07:25:20","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8919"},"modified":"2019-10-23T07:34:53","modified_gmt":"2019-10-23T07:34:53","slug":"vorbereiten-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8919","title":{"rendered":"vorbereiten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8920\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191023_083731-208x300.png\" alt=\"\" width=\"334\" height=\"482\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191023_083731-208x300.png 208w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191023_083731.png 606w\" sizes=\"auto, (max-width: 334px) 100vw, 334px\" \/><\/p>\n<h5>Am kommenden Freitag ist mein Abflug nach Indien, for future, of course. Auf der einen Seite die s\u00fc\u00dfe Schwere des Abschieds, wenn man so hineinschaut in die verbrachte Zeit, das Alleinsein und das Miteinander, und froh ist, wie vieles doch gelungen ist, was hei\u00dft das. Ungern benutzt man die Worte, die vielleicht treffend w\u00e4ren, wie &#8218;Herzw\u00e4rme&#8216;, oder gar Liebe, aber besser, man b\u00fcndelt all dieses Tiefe in einem wortlosen Raum , und nimmt sich an der Sphinx ein Beispiel (auf die gerade mein Blick f\u00e4llt). Andrerseits ist man durch die Vorbereitungen schon im anstrengenden Procedere der Reise, diese Ankunft in der surrealen Travelsph\u00e4re, wo jeder schwer besch\u00e4ftigt ist mit den Vorg\u00e4ngen, dem Gep\u00e4ck und der Suche nach dem Gate. Ich mache diese Reise schon so lange und oft, bin sozusagen eine Indien Reise Profi Frau, aber wie wir inzwischen wissen, ist alles immer neu und anders. Bei den ersten Reisen brachte selbst das Aufsetzen der Flugzeugreifen auf der indischen Landebahn heilige Gef\u00fchle hervor, ahh!, man war wieder da, jetzt hie\u00df es, in die h\u00f6chst konzentrierte Form zu mutieren undsoweiter. Aber die digitale Wunderwelle hat auch Indien in die Kniee gezwungen, und nun kann man, beziehungsweise ich kann erleben, wie ein einst tief mit dem H\u00f6chsten verbundenes Volk seine eigenen Prophezeiungen (der eisenzeitlichen Man\u00f6ver) umsetzt und durchspielt, das ist auch ganz interessant. W\u00e4hrend Plato ein demokratisches Weltbild erschuf, nannten die Inder die Demokratie eine Herrschaft der Untertanen \u00fcber die Untertanen. Wenn man das Wesentliche nicht aus den Augen verliert, kann man sich durchaus erfreuen an den Mustern des kosmischen oder komischen Webstuhls, wissend, dass man eh nicht eingreifen kann. Wohin auch greifen, wenn man in letzter Konsequenz\u00a0 keine andere Wahl hat, als das Erschienene und das Erscheinende zu akzeptieren. Man wird ja auch gen\u00fcgend \u00fcberrascht und ins Erstaunen bef\u00f6rdert. Schon kreisen die Herbstgedichte der Poeten mit ihren Fl\u00fcgeln ums Haupt, und mit ihren Tristessen, da leuchtet auf einmal die ganze sichtbare Welt im goldenen Feuer des Herbstlichtes auf der zeitlosen Sch\u00f6nheit der B\u00e4ume. Schauen ist sch\u00f6n. Und zusammen ist Schauen noch sch\u00f6ner.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am kommenden Freitag ist mein Abflug nach Indien, for future, of course. Auf der einen Seite die s\u00fc\u00dfe Schwere des Abschieds, wenn man so hineinschaut in die verbrachte Zeit, das Alleinsein und das Miteinander, und froh ist, wie vieles doch gelungen ist, was hei\u00dft das. 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