{"id":8864,"date":"2019-10-14T07:37:10","date_gmt":"2019-10-14T07:37:10","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8864"},"modified":"2019-10-14T07:37:10","modified_gmt":"2019-10-14T07:37:10","slug":"ruetteln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8864","title":{"rendered":"r\u00fctteln"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-8865\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG-20191012-WA0003-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"373\" height=\"497\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG-20191012-WA0003-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG-20191012-WA0003-768x1024.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IMG-20191012-WA0003.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 373px) 100vw, 373px\" \/><\/p>\n<h5>Das Bild kommt aus Porto, und die Freude, die &#8218;man&#8216; bei einer von einem selbst als gelungen empfundenen Komposition erfahren kann, wirft wie immer die Frage auf, wodurch Gelungenes entsteht. Dass alles subjektiv oder Geschmacksache sein soll oder ist, tut zuweilen gar nichts zur Sache. Ich bestehe immer mal wieder darauf, dass es Kriterien gibt f\u00fcr das, was &#8218;wir&#8216; letztendlich als\u00a0 Kunst erkennen oder anerkennen oder auch nicht. Es war\u00a0 schon immer das Bewegende an der Kunst, dass sie uns, wenn es sie ist, zumindest zuweilen ins Wortlose f\u00fchrt. Damit man aber auch dort nicht steckenbleibt, bleibt einem immerhin die m\u00f6gliche N\u00e4he zum Wort, von dem man wei\u00df, dass es hier nur ein Begleiter \u00fcber den gro\u00dfen Strom ist, einerseits\u00a0 darauf hinweisend, dass das Schweigen uns nie verlassen wird, und andrerseits, dass das Wort seine eigene Kraft besitzt, mit der es ergr\u00fcnden kann, was einen anspricht, und was nicht, und warum, und wie, und wann. Manchmal lese ich \u00fcber irgendwelche K\u00fcnstlerInnen einen Artikel oder eine Kritik, dann kommt es vor, dass ich neugierig werde und mir was auf YouTube anh\u00f6re. \u00d6fters schon mal hat mich dann das Geh\u00f6rte oder Gesehene fast erschreckt, so als w\u00e4re zwischen mir und dem Gesellschaftsfluss ein Abgrund entstanden, den ich gar nicht registriert habe. Dann wei\u00df ich auch, was Geschmacksache ist. Aber zum Beispiel hat mich an der Band &#8222;Deichkind&#8220;, die ich gestern in meinem Blog positioniert (um nicht &#8218;posten&#8216; zu sagen) habe, etwas&#8230;na ja, ber\u00fchrt w\u00e4re jetzt zuviel gesagt, aber auf jeden Fall interessiert und angesprochen. Ich muss sagen: alle Achtung, die Botschaft ist kristallklar r\u00fcbergekommen, eine gekonnte und erfrischende Inszenierung \u00fcber etwas, das gerne einmal aufger\u00fcttelt werden kann. Gleich ist man bereit (z.B) zu denken, oje, wie gewaltt\u00e4tig, die hehre Materie so zerst\u00f6rt zu sehen, tut ein bisschen weh, sagt aber was aus. In der letzten Zeit habe ich selbst so eine Hemmschwelle in mir entdeckt, die mir zufl\u00fcstert, ich k\u00f6nne doch nicht im Angesicht globaler Gr\u00e4uelichkeiten jetzt &#8218;das Ganze&#8216; noch &#8218;ein Spiel&#8216; nennen, wie es in Indien genannt wird, ein gro\u00dfes Spiel, wo es um viel geht. Und dass man unterwegs durch all das, was einem so begegnet und was man selbst erzeugt, auf die knifflige Frage treffen kann, um was es einem eigentlich selbst geht. Daher schult nicht nur einfach alles, dem wir begegnen, unsere Wahrnehung, sondern gerade die Kunst schult uns, im Angesicht des Vorhandenen unsere eigene Sicht zu erkennen, damit wir uns gut damit f\u00fchlen, wessen Geistes Kind wir waren, und wessen Geistes Kind wir sind.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Photo aus Porto ist von Henrike Robert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bild kommt aus Porto, und die Freude, die &#8218;man&#8216; bei einer von einem selbst als gelungen empfundenen Komposition erfahren kann, wirft wie immer die Frage auf, wodurch Gelungenes entsteht. Dass alles subjektiv oder Geschmacksache sein soll oder ist, tut zuweilen gar nichts zur Sache. 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