{"id":8832,"date":"2019-10-09T08:52:11","date_gmt":"2019-10-09T08:52:11","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8832"},"modified":"2019-10-09T10:49:28","modified_gmt":"2019-10-09T10:49:28","slug":"tropfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8832","title":{"rendered":"Tropfen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8833\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191007_175921-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"389\" height=\"389\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191007_175921-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191007_175921-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191007_175921-768x768.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191007_175921-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191007_175921-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/20191007_175921.jpg 986w\" sizes=\"auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px\" \/><\/p>\n<h5>Obwohl es verst\u00e4ndlich ist, dass wir Menschen alle lieber l\u00e4nger als k\u00fcrzer leben, so kann es doch verwundern, dass es erstrebenswert sein soll, ein ganzes Jahrhundert zu leben, wenn es nicht einmal ein paar durchgehende\u00a0 Jahre lang gelingt. Aber wer will es beurteilen, wem es gelingt und wem es nicht gelingt. Im ungeschriebenen Buch der unz\u00e4hlbaren Geschichten kann man lesen, was man m\u00f6chte, oder fernsehen, was man m\u00f6chte, obwohl das M\u00f6chten d a eingeschr\u00e4nkt ist, wo andere Gehirne einem vorsetzen, was man angeblich sehen will. An den erschienenen Dingen ist ja gar nichts auszusetzen, sondern man staunt zuweilen \u00fcber den Umgang damit. W\u00e4re die Menschheit insgesamt motiviert, bewusst vor sich hinzureifen, k\u00f6nnte man sich tats\u00e4chlich ein gemeinsames Leben vorstellen, in dem f\u00fcr jedermann und jede Frau die Gr\u00fcnde f\u00fcr den Alptraum end\u00fcltig\u00a0 \u00fcberwunden sind. Von Geburt an unter liebevoller F\u00fcrsorge sich selbst sein d\u00fcrfen, das ist noch nicht erreicht. Auch der Gedanke, dass Menschen vor allem ihre Grundbed\u00fcrfnisse erf\u00fcllt haben, wodurch sich dann alles zum Guten f\u00fcgt, hat sich nicht wirklich umgesetzt.\u00a0 Im Moment kommt die Weltsituation mir eher vor wie ein schwarzes Loch, in das gnadenlos hineininvestiert wird, um von der nackten Realit\u00e4t nicht \u00fcberrollt zu werden. Auch den Mutigen muss immer mal etwa Neues einfallen, oder auch etwas Uraltes, was sich bew\u00e4hrt hat, oder was noch gar nicht richtig erfasst werden konnte wie zum Beispiel der Satz, dass man werden soll wie die Kinder. Nicht, dass ich hier als Gl\u00e4ubige auftrete, nein, es interessiert mich dieser Tropfen Wahrheit darin. Wie ist ein Kind, bevor ihm etwas angetan wird? Es ist sich selbst, zuerst als ein Potential, das sich allm\u00e4hlich entfaltet und selbst kennen lernt, und nur dadurch die Welt. Wenn man nun unerm\u00fcdlich diesen Pfad geht und sich so treu wie m\u00f6glich bleibt, kommt man doch konsequenterweise wieder zur\u00fcck zu sich, nun sozusagen als gereifte und sichtbare Frucht des Durchgangs. Wenn einem nun wieder diese Arglosigkeit offen w\u00e4re, einfach in sich drin zu sein und sich daran zu erfreuen, sodass es auch f\u00fcr die Anderen erfreulich sein kann, wer man ist, da ist schon einiges Gelingende am Werk. Neulich habe ich mal den Streifen (einer weiblichen Regisseurin) gesehen, da spielten zwei Frauen mit langen wei\u00dfen Haaren einen Teil der Hauptrollen, das war wohltuend im Kontrast zu einer gez\u00fcchteten Zukunftsvision zwischen Demenz und Rollator. Wir brauchen\u00a0 weitere Beispiele, um mehr Menschen die hundert m\u00f6glichen Jahre nicht nur schmackhaft zu machen, sondern dass der Mensch lebendig, als sich selbst, einen ihm oder ihr entsprechenden Ausklang kreiren kann. Das Dumme ist, dass es nicht einfach so kommt, aber auch ein Erwachen durch Verschiedenes ausgel\u00f6st werden kann. Zum einen, wenn man das will und die M\u00fchseligketen der Reise auf sich nimmt, und zum anderen, wenn Not und Schicksal zu Bewegung zwingen. &#8218;Jedesmal&#8216;, sagte R.D.Laing (ein britischer Psychiater) einmal, &#8218;wenn es einen Streik gibt, schauen wir uns in die Augen, immer, wenn es eine Notlage gibt&#8216;. Deswegen kann man vor allem auch in Friedenszeiten mit dem In-die Augen-schauen anfangen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl es verst\u00e4ndlich ist, dass wir Menschen alle lieber l\u00e4nger als k\u00fcrzer leben, so kann es doch verwundern, dass es erstrebenswert sein soll, ein ganzes Jahrhundert zu leben, wenn es nicht einmal ein paar durchgehende\u00a0 Jahre lang gelingt. Aber wer will es beurteilen, wem es gelingt und wem es nicht gelingt. 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