{"id":8736,"date":"2019-09-23T13:52:25","date_gmt":"2019-09-23T13:52:25","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8736"},"modified":"2019-09-23T13:52:25","modified_gmt":"2019-09-23T13:52:25","slug":"unsterblich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8736","title":{"rendered":"unsterblich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-8737\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190923_134211-277x300.jpg\" alt=\"\" width=\"358\" height=\"388\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190923_134211-277x300.jpg 277w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190923_134211-768x832.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190923_134211.jpg 831w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/p>\n<h5>In der Mitte meines erneut wachsamen Blickes auf meine B\u00fccherregale, auf denen die bereits gestellten Fragen ruhen im Sinne des schon Gelesenen, Erfassten oder nicht mehr Erinnerten, oder was noch davon Gewussten, in praktisches Leben Integrierten usw., und ach, die Sch\u00f6nheit mancher B\u00e4nde, an deren R\u00fccken die Stirn so oft schon ruhen durfte, sinnbildlich, allein sich w\u00e4hnend mit den Fingern \u00fcber die Seiten streichend, das Wissen von gutem Papier, die sorgf\u00e4ltige Wahl der Schriften. Aber noch erstaunlicher als all dieses Geheimnisumwobene ist die Tatsache, dass das, was einzelne Menschen als sch\u00f6n und wahr und wesentlich empfunden haben, nie ein Ende hat. Immer wieder, nicht zu oft, (eher selten), kommt die Ausgabe eines Werkes auf einen zu, man staunt, ja, ich, aber auch der Freund, der zu Besuch kommt und es mitbringt: wieder ein solches Buch, das in den H\u00e4nden angenehm wiegt, und wenn man auch nur bl\u00e4ttern kann darin, weil die Zeit begrenzt ist, so breitet sich doch dieses wohltuende Staunen aus. Sokrates taucht auf einer Seite auf, immer aufs Neue lebendig betrachtet, denn man wei\u00df von ihm, wie und durch welchen Geist sich die Idee des Unsterblichen erzeugt. Und nichts hat er verfasst, keine Schulen gegr\u00fcndet. Und hier noch einmal diese wunderbare Geschichte, wie er aufgescheucht wurde durch den Spruch des Delphischen Orakels, das ihn als den Weisesten aller Menschen deklarierte, und er dar\u00fcber nachzusinnen begann, was er wohl w\u00fcsste, und nichts fand. Und dann auch sah, dass die Anderen auch nicht wussten, was sie vorgaben zu wissen, und Sokrates es als seine Weisheit verstand, keine Illusionen mehr\u00a0 zu haben dar\u00fcber, was er wusste, und wurde in diesem Sinne illusionslos und bem\u00fchte sich, auch Anderen zu vermitteln, dass sie \u00fcber keine allgemeine Lehre verf\u00fcgten, an der sie sich orientieren konnten. So wurden diese auch illusionslos und konnten dadurch ihr eigenes Leben frei gestalten. Das ist so ungef\u00e4hr wiedergegeben, was in der Mitte einer Seite zu lesen war. Wie unentwegt und unerm\u00fcdlich diese Weisheit zu uns heruntergereicht wird, manchmal verdunkelt, dann wieder erhellt, dann wieder neu geboren aus dem Stoff eines wachen Geistes, der dazu wieder neue Verbindungen kn\u00fcpft. Und wir uns auch durch solche Liebe die Welt erobern, ohne Schwert und Kanonen, einfach in der aufmerksamen Zugewandtheit zu diesem Pfad, auf dem die Reise, wenn sie denn erw\u00fcnscht ist, angetreten werden kann. Wir kennen das selbst durch Herbergen und Gasth\u00e4user, durch Freundeskreise und die Freude an gelingendem Dialog. Wir ozeanischen SeefahrerInnen, Anker werfend an den Ufern, und vom Willen bewegt f\u00fcr die paar extra Schritte in den einladenden Garten des Epikur..(Zum Beispiel).<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Mitte meines erneut wachsamen Blickes auf meine B\u00fccherregale, auf denen die bereits gestellten Fragen ruhen im Sinne des schon Gelesenen, Erfassten oder nicht mehr Erinnerten, oder was noch davon Gewussten, in praktisches Leben Integrierten usw., und ach, die Sch\u00f6nheit mancher B\u00e4nde, an deren R\u00fccken die Stirn so oft schon ruhen durfte, sinnbildlich, allein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-8736","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8736","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8736"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8736\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8739,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8736\/revisions\/8739"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8736"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8736"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8736"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}