{"id":8723,"date":"2019-09-20T08:13:01","date_gmt":"2019-09-20T08:13:01","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8723"},"modified":"2019-09-20T08:13:01","modified_gmt":"2019-09-20T08:13:01","slug":"klimawandeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8723","title":{"rendered":"klimawandeln"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8724\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190920_085629-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"358\" height=\"477\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190920_085629-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190920_085629-768x1024.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190920_085629.jpg 1053w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/p>\n<h5>Es gibt Worte, die bei ihrem Auftauchen eine kollektive Sogwirkung entfalten k\u00f6nnen, und pl\u00f6tzlich merkt man, dass man sich von dem Wort zur\u00fcckzieht. Der h\u00e4ufige Gebrauch kann an\u00f6den, aber auch die Unglaubw\u00fcrdigkeit dessen, was sich hinter dem Wort alles zusmmengebraut hat. &#8222;Klimawandel&#8220; zum Beispiel. War ja sicher h\u00f6chste Zeit, dass etwas in Schwung kommt, vor allem neue Ideen, neue Interessen, begehrenswerte Materialien, die man der Menschheit andrehen kann. N\u00e4chtelang sitzen sie nun zusammen in den Kapitolen der Welt und beraten, was man dem Volk an Einschr\u00e4nkungen und Aufbrummungen zumuten muss. Denn die bitterste aller bitteren Pillen\u00a0 ist ja schon im gro\u00dfen Denkschlund versenkt worden, in dem auch manchmal, wie in aller Finsternis, ein F\u00fcnklein Wahrheit gl\u00fcht: denn wahrlich ist ja nicht zu leugnen, dass wir\u00a0 alle mitgemacht haben, und auch immer noch mitmachen bei der Weltverschmutzung, wo man sich doch eine Welt ohne Plastik gar nicht mehr vorstellen kann. Neulich fielen mir mal die knubbeligen Gummisohlen an den neuen Schuhen auf und fragte mich, wie es wohl den Schustern geht, wenn es nichts mehr zu schustern gibt. Klar, wei\u00df ich, Dinge sterben aus. Nur: so ein ganz m\u00e4chtiges, gemeinsames Sterben, wie es gerade im Gange ist, das will ja auch keiner. Aber auch verzichten k\u00f6nnen will gelernt sein und braucht Zeit. Die Zeit, die die Wenigsten noch haben, denn vielseitig sind die Angebote, mit denen man die eigene, die kleine Welt, best\u00fccken kann. Ist das jetzt auch ein gemeinsames Erwachen mit diesem Blick auf den sogenannten Klimawandel, der zwischen schmelzenden Gletschern und brennenden W\u00e4ldern hin-und hertaumelt und dazu anregen soll, die Gehirne umzupolen, auf co2-Steuern usw. Schon schw\u00e4chelt das Greta Thunberg-Prinzip, aber vielleicht erholt es sich wieder und kommt zu neuen Kr\u00e4ften. Oder hat es mich wieder hingeweht in die inneren Bibliotheken meiner Kindheit, auf zeitlosem Holztisch das Buch aufgeschlagen mit den Worten &#8222;Befreit von den Ketten der Hoffnung&#8220;. Befreit von den Ketten der Hoffnung!? Nicht befreit vom angemessenen Umgang mit dem Lebendigenn, nicht befreit von den notwendigen Reifeprozessen, nicht befreit vom Raumschiff, dem Kompass und den Gefahren der Gew\u00e4sser, nicht befreit von der Dankbarkeit dem Ungewissen gegen\u00fcber, das uns das Schicksal eines Lebens beschert, nicht befreit von der Sch\u00f6nheit der G\u00e4rten und all dem, was dort stattfinden kann. Nur befreit von der Hoffnung. Und worauf sollte ich sie setzen, und wie hoch w\u00e4re der Preis, wenn ich sie verlieren m\u00fcsste. Das w\u00e4re doch absurd, dachte ich fr\u00fcher, wenn Dummheit und Ignoranz und Habgier immer vorherrschen w\u00fcrden. Da bin ich mir nicht mehr so sicher. Und man h\u00f6rt ja auch nicht so viel aus den Welten, wo Menschen sich kreativ und zugewandt miteinander bewegen, und wo das Menschenm\u00f6gliche einen eher gelassenen Eindruck macht.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Worte, die bei ihrem Auftauchen eine kollektive Sogwirkung entfalten k\u00f6nnen, und pl\u00f6tzlich merkt man, dass man sich von dem Wort zur\u00fcckzieht. Der h\u00e4ufige Gebrauch kann an\u00f6den, aber auch die Unglaubw\u00fcrdigkeit dessen, was sich hinter dem Wort alles zusmmengebraut hat. &#8222;Klimawandel&#8220; zum Beispiel. 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