{"id":8669,"date":"2019-09-13T08:44:10","date_gmt":"2019-09-13T08:44:10","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8669"},"modified":"2019-09-13T08:44:10","modified_gmt":"2019-09-13T08:44:10","slug":"ausloesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8669","title":{"rendered":"ausl\u00f6sen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8670\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190912_104223-290x300.jpg\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"371\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190912_104223-290x300.jpg 290w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190912_104223-768x793.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190912_104223-991x1024.jpg 991w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190912_104223.jpg 1028w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><\/p>\n<h5>Nicht jedes Bild, das unter meinem Pinsel entsteht, l\u00f6st eine emotionale Empfindung in mir aus &#8211; oder doch? Ich wei\u00df nicht, wie das ist, wenn man sich zum Beispiel vornimmt, einen Blumenstrau\u00df zu malen auf einem Tisch. Meine Mutter malte auch mal so einen sch\u00f6nen Strau\u00df, aber es gibt auch Blumenstrau\u00dfmeisterwerke, die alles beanspruchten, was die ge\u00fcbte Hand ausf\u00fchren konnte. So ist es dennoch sch\u00f6n, daran teilzunehmen, wenn sich Formen von innen nach au\u00dfen entfalten, wobei ein gew\u00fcnschter Anspruch hier nicht fehlen muss. Es gleicht eher einer Fahrt durch das Ungewisse, und w\u00e4hrend man sich darauf einl\u00e4sst, entsteht auf einmal das, was man einerseits sch\u00f6pft, andrerseits noch nicht kannte: Das, was man selbst jeweils ist. So entstand dieses Bild (oben), und als die Tr\u00e4ne am rechten Auge sich &#8222;zuf\u00e4llig&#8220; formte, dachte ich &#8218;ach nee&#8216;, das muss nicht sein, so ein Harlekinstropfen. Aber irgendwie fiel mir auf, dass ich mich genauso f\u00fchlte wie das, was da hervorgekommen war. Das ist bei aller Unleugbarkeit der Quelle nicht immer so. Man kann auch selbst die Distanzen w\u00e4hlen, die man angemessen findet. An der Quelle selbst muss ja gar nicht so viel herumliegen, eher wenig wegen der unerl\u00e4sslichen Aufmerksamkeit, durch die Bewegung entsteht und die Archive ihre Informationen senden k\u00f6nnen. Klar, man ist seine oder ihre eigene Grenze, die aber durchaus auch Sprengkraft besitzt. Ich schaue also auf das Bild und merke, dass etwas, ein Etwas, tief in mich hineingesunken ist und immer noch hinuntersinkt wie die Tinte im Wasserglas. Nicht unangenehm, aber sehr still ist dieses Trudeln. Widerstand ist zwecklos, auch weil die Kraft und der Wille gegen den Zustand fehlt. Eher eine Bereitschaft, das Angekommene zu genie\u00dfen, jetzt, wo ich wei\u00df, dass es da ist und einen Namen hat. Der liebevolle Blick eines anderen Menschen hat diese Wahrnehmung erm\u00f6glicht, und da musste erstmal nicht viel anderes passieren. Es kommt doch sehr selten vor, dass wir uns aufmerksam den Befindlichkeiten Anderer aus ganzem Herzen widmen, oder widmen uns zu sehr den Anderen, sodass wir selbst untergehen, auch wenn es gar nicht danach aussieht. In der Anwesenheit eines oder einer Anderen zu sich kommen zu k\u00f6nnen, was gleicherma\u00dfen f\u00fcr das Gegen\u00fcber gilt, das nenne ich auch Liebe.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht jedes Bild, das unter meinem Pinsel entsteht, l\u00f6st eine emotionale Empfindung in mir aus &#8211; oder doch? Ich wei\u00df nicht, wie das ist, wenn man sich zum Beispiel vornimmt, einen Blumenstrau\u00df zu malen auf einem Tisch. 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