{"id":8572,"date":"2019-08-28T07:13:41","date_gmt":"2019-08-28T07:13:41","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8572"},"modified":"2019-08-28T07:13:41","modified_gmt":"2019-08-28T07:13:41","slug":"ich-selbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8572","title":{"rendered":"ich selbst?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8573\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190828_080213-293x300.png\" alt=\"\" width=\"354\" height=\"362\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190828_080213-293x300.png 293w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190828_080213-768x787.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190828_080213.png 962w\" sizes=\"auto, (max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><\/p>\n<h5>Um das Ich herum, das jeder hat, ist viel ger\u00e4tselt worden. Den einzigen lebendigen Ton, den ich von meinem Vater, den ich nicht kannte und kenne, einmal geh\u00f6rt habe, ist ein Lied, das mit den Worten endete: &#8222;Halt mir den Spiegel vors Gesicht, bist du&#8217;s oder bist du&#8217;s nicht?, nach wie vor eine spannende Frage. Wie oft hat man Menschen sagen h\u00f6ren, dass sie nicht mehr wissen, wer sie sind, oder neben der Kappe stehen, oder au\u00dfer sich sind. Wo und was aber ist die Kappe? Oder wohin regt man sich auf, und was regt sich, und was bleibt da. Ich fand immer interessant, dass Sigmund Freud einst die Psychoanalyse als etwas sah, das Menschen helfen konnte, sich selbst zu verstehen, und es ist kein Zweifel, dass diese neuerschaffene Welt unz\u00e4hligen Menschen erm\u00f6glicht hat und weiterhin tut, ihre Geschichte besser zu verstehen, und das, was wir damit identifizieren und dadurch glauben, es zu sein, oder auch sind, wie man m\u00f6chte. Da die Ich-Kultur im Westen so ausgepr\u00e4gt ist, fanden es viele von uns Indienreisenden interessant und abenteuerlich, dass so ziemlich alle geistigen Lehren dort das Ich als eine hinderliche Verhaftung sahen auf dem Weg in ein Seinsfeld, das dieses Aktionsfeld Ich zwar zur Verf\u00fcgung hatte, dass man es aber nicht war oder ist. Der Buddha hat, wie man wei\u00df, auch ein Selbst geleugnet, da er offensichtlich bei eigener Tiefendurchleuchtung nichts fand, was diese Idee rechtfertigte. Auch bei uns gibt es ja das anspruchsvolle Wort &#8222;selbstlos&#8220;. Was passiert, wenn man das Selbst, soweit f\u00fcr\u00a0 einen vorhanden, losl\u00e4sst, und was bleibt? Nicht nur Freud gr\u00fcbelte gegen Ende seines Lebens \u00fcber die Antike und den Buddhismus nach, vielleicht auch, weil man hoffte, ohne Gott ein St\u00fcck weiter zu kommen. Und wenn man auch den Weg vom Es zum Ich ging, war die Frage damit ja nicht beantwortet. Es ist eine durchaus logische Sichtweise, dass hier der Weltgeist permanent dabei ist, sich umzusetzen als die Manifestation der derzeit m\u00f6glichen Form. Unser Antrieb also der Geist, der das Ganze pr\u00e4gt und nichts anderes sein kann als das, was es jeweils ist. Man k\u00f6nnte sich durch diesen Gedanken beklemmt f\u00fchlen, scheint es doch so, als w\u00e4re man aus der Meisterrolle gekippt und vom Seinsstrom einfach weitergesp\u00fclt, was ja auch teilweise so ist. Doch sehe ich, dass Freiheit, sofern erw\u00fcnscht, mehr mit dem Lassen der Ichverhaftung zu tun, an einem bestimmten Punkt, zu einer bestimmten Zeit, die sich selbst ergibt aus den Zusammenh\u00e4ngen. Und wenn man mal die eigenen Identit\u00e4tsstrukturen lockert, kann man feststellen, dass ein frischer Wind sp\u00fcrbar ist, ein Hauch, eine Ahnung von wirklicher Freiheit, die die Seins-und Ichmaterie als Spielfeld zur Verf\u00fcging hat. Vielleicht ist es nur das Gef\u00fchl, unbeschwerter zu sein und dadurch ganz und gar pr\u00e4sent auf dem Spielbrett.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um das Ich herum, das jeder hat, ist viel ger\u00e4tselt worden. Den einzigen lebendigen Ton, den ich von meinem Vater, den ich nicht kannte und kenne, einmal geh\u00f6rt habe, ist ein Lied, das mit den Worten endete: &#8222;Halt mir den Spiegel vors Gesicht, bist du&#8217;s oder bist du&#8217;s nicht?, nach wie vor eine spannende Frage. 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