{"id":8468,"date":"2019-08-12T08:37:18","date_gmt":"2019-08-12T08:37:18","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8468"},"modified":"2019-08-12T08:38:13","modified_gmt":"2019-08-12T08:38:13","slug":"kuenstlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8468","title":{"rendered":"k\u00fcnstlich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8469\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190811_170836-296x300.jpg\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190811_170836-296x300.jpg 296w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190811_170836.jpg 988w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><\/p>\n<h5>Man kann jetzt selbt erfahren, wie ein Thema, das man fr\u00fcher mal f\u00fcr exklusiv hielt (wie gute Science Fiction Lekt\u00fcre), sich nun langsam in die Gehirne einschleicht und dort seine gespensterhafte Wirkung verbreitet, w\u00e4hrend man sich einfach daran gew\u00f6hnt, es &#8222;Algorithmen&#8220; oder &#8222;K.I.&#8220; zu nennen, man ist ja relativ informiert. Wir h\u00f6ren, dass bei den bereits hochintelligenten Robotern immer noch Menschen mit herumitzen m\u00fcssen, die eventuelle L\u00fccken in der Software regulieren, bis die Maschinen halt selbst alles kapieren und keine Fehler mehr machen. Nun kann die Maschine bald selber, ja, besser denken als ihr Programmierer, und in Wirklichkeit befinden wir uns bereits so tief verankert in der neuen Ebene, dass einem, wenn man kurz mal tief fjuhtschert, bald vielleicht nur noch der Fluchtweg des Aliens offenbleibt. Alien wird hier, wer einerseits nicht bef\u00fcrchten muss, trotz des abgedeckten Kameraauges beobachtet werden zu k\u00f6nnen bei Schritt und Tritt, andrerseits sich die Frage stellen muss, wann es ratsam ist, aus einem fatalen Spiel auszusteigen, solange der Suchtpegel noch einsch\u00e4tzbar ist. Ohne Smartphone weiterleben? Bereits schwer denkbar, auch nicht unbedingt angesagt, wo k\u00e4me man hin. Als ich drei Tage und N\u00e4chte in Apulien keinerlei Zugang hatte zum medialen Fenster, schien mir die Welt einen Moment lang an Farbglanz einzub\u00fc\u00dfen. Aber es dauerte nicht lange, bis der Unmut abgestreift war, es war eine gute \u00dcbung. Nun rast diese Entwicklung stetig in dunklen Kammern vor sich hin, und der japanische Programmierer findet es bereits h\u00f6chst nat\u00fcrlich und empfehlenswert, eine Roboterfrau an der Seite , bzw. im Haus zu haben, die mit einem Schlag tiefste, unerf\u00fcllte W\u00fcnsche ans Tageslicht bef\u00f6rdert und alles tut, worin die westliche Frau gerne versagt hat. Auch der Robotermann der Frau kann das als sehnsuchtsvoll Verstandene leicht erf\u00fcllen, ein paar Worte liebevoll programmierter Zuneigung k\u00f6nnen da viel vollbringen, wahrscheinlich keine Wunder, aber immerhin. Derweil treten genetisch verbesserte Menschen in das Spiel, w\u00e4hrend die, deren Rolle es ist, nicht mitzuspielen, automatisch zu Aliens werden. Das hei\u00dft, sie kommen den entwickelten Hightechies vor wie Au\u00dferirdische, zu deren Welten sie keinen Zugang haben, und auch nicht zu ihrem Wortschatz, der noch zum pr\u00e4digitalen Sprachgebrauch geh\u00f6rt. Auf beiden Seiten geht es darum, ob und wie das, was wir als Menschen kannten, wird \u00fcberleben k\u00f6nnen. Nicht, dass es um jeden Preis muss. Es wird spannend bleiben zu sehen, ob wir als Menschen bereit sein werden, uns als solche tiefer zu erforschen und zu verstehen, anstatt uns weiterhin mit kalten Materialien zu verb\u00fcnden, die die F\u00e4higkeit besitzen, das, was uns auszumachen scheint, in sich aufzusaugen und daher einen gewissen Reiz auf uns auszu\u00fcben, der unter gegebenen Umst\u00e4nden zu gravierendem Fehldenken f\u00fchren kann, aber wie immer: nicht muss. Auch m\u00f6chte ich ungern durch komplexe Vorrichtungen mit der &#8218;Matrix&#8216; verbunden werden, um dort den Kampf mit den kalten M\u00e4chten aufzunehmen. Aber wer wei\u00df? Vielleicht erschaffen wir tats\u00e4chlich die Welt durch unsere Gedanken. Jedes Objekt ein Wunder an geistigen Manifestaionsf\u00e4higkeiten. Viel Denken, viel Produktion. Viel Unn\u00fctzes. Viel Unbrauchbares. Viel Gef\u00e4hrliches. Viel Verdrehtes. Viel Halbherziges. Viel Habgieriges. Viel Theater. Viele Filme. Viele Tatorte. Viel Gewalt. Auch Wertsch\u00e4tzung. Auch Humor. Unsere Software kann durchaus upgedated werden von uns selbst, man muss vor allem das Gef\u00fctterte gut verdauen, sonst verschwindet man unter den Influencern. So wie jede\/r (Beuys) ein\/e K\u00fcnstler\/in ist (aber nicht alles Kunst), so ist jede\/r ein\/e Influencer\/in, nur, von was lass ich mich influencen, und was habe ich selbst zur Verf\u00fcgung&#8230;<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man kann jetzt selbt erfahren, wie ein Thema, das man fr\u00fcher mal f\u00fcr exklusiv hielt (wie gute Science Fiction Lekt\u00fcre), sich nun langsam in die Gehirne einschleicht und dort seine gespensterhafte Wirkung verbreitet, w\u00e4hrend man sich einfach daran gew\u00f6hnt, es &#8222;Algorithmen&#8220; oder &#8222;K.I.&#8220; zu nennen, man ist ja relativ informiert. 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