{"id":846,"date":"2016-09-21T09:21:07","date_gmt":"2016-09-21T09:21:07","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=846"},"modified":"2016-09-21T11:36:41","modified_gmt":"2016-09-21T11:36:41","slug":"ayesha-lecheyem-inam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=846","title":{"rendered":"Ayesha Lecheyem Inam"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-847\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/20160875-169x300.jpg\" alt=\"20160875\" width=\"184\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/20160875-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/20160875-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/20160875-576x1024.jpg 576w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/20160875.jpg 873w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/><\/p>\n<p>Die junge Frau auf dem Photo wird heute 21 Jahre alt. Am Tag, als sie geboren wurde, lief ich &#8222;zuf\u00e4llig&#8220; auf der Stra\u00dfe der\u00a0 indischen Kleinstadt, in der ich jedes Jahr ein paar Monate verbringe, als ich vor mir ein B\u00fcndel sah, das ich zuerst f\u00fcr ein mit einem Tuch bedecktes totes Tier hielt. Als ich genauer hinschaute, weil es sich zu bewegen schien, war es ein sehr winziges Kind, das, wir wissen nicht wirklich warum ausgerechnet an diesem Ort, offensichtlich von der Mutter ausgesetzt worden war. Ich brachte es zu einem naheliegenden Krankenhaus, wo\u00a0 niemand etwas davon wissen wollte. Nach viel Bem\u00fchung fand ich heraus, dass die Mutter tats\u00e4chlich in einem privaten, kleinen Krankenhaus und\u00a0 in einem abgelegenen Raum des Krankenhauses ein 7-Monate altes M\u00e4dchen geboren hatte, da die amtierende \u00c4rztin, eine weise und erfahrene Frau, keine Abtreibungen bef\u00fcrwortete und bereit war, das unerw\u00fcnschte Kind evtl. zu adoptieren. Die Mutter war erst 15 Jahre alt, war wohl in Panik mit dem Kind geflohen, aber wusste dann wohl nicht, wohin damit, da sie es nicht nach Hause mitnehmen konnte, weil der ganze Vorgang streng geheim war. Wie auch immer es gewesen sein mag, ich nahm sie dann zu mir und verbrachte die ersten sechs Monate ihres Lebens mit ihr. Die \u00c4rztin wollte, dass ich ihr einen Namen gebe, und so machte ich so etwas wie eine Geburtsurkunde und nannte sie Ayesha &#8222;die Sch\u00f6nste&#8220; Lecheyem &#8222;an das Leben&#8220; und Inam &#8222;Geschenk&#8220;. Wir hatten eine wahrlich wundersame und wunderbare Zeit zusammen und sprechen auch heute noch die Sprache von damals miteinander&#8230;.ein tiefes Schwingen von Zusammensein, eine nahtlose, vielgestaltige Welt, die mich in ein sehr gro\u00dfes Staunen f\u00fchrte, da ich zuvor niemals die Sch\u00f6nheit dieser seligen Zeit bewusst erfahren konnte. Selig wird sie durch inniges Zusammensein und eine tiefe Freude an gegenseitiger Resonanz. Wir fanden dann, da ich f\u00fcr Adoption keinerlei Karten hatte, eine Familie, die sie adoptiert hat. Das alles waren schwerwiegende Vorg\u00e4nge, die dann doch letztendlich zu einem guten Gelingen f\u00fchrten. Wir lernten uns kennen und mussten uns irgendwann auch sprachlich aufeinander einstellen, mein Hindi wurde besser, ihr Englisch auch. Die Eltern erm\u00f6glichten mir freien Zugang zu ihr und schenkten mir Photos von den Geburtstagsfeiern. Nun ist sie eine 21-j\u00e4hrige Frau und wir telephonieren miteinander und schreiben Mails zueinander. Wenn ich in Indien bin, kommt sie jetzt auch alleine zu mir. Ich erfahre ihre Geheimnisse und sie vertraut mir, dass ich sie bei mir behalte. Obwohl ich nicht ihre leibliche Mutter bin und auch nie eine Mutterstelle vertreten wollte, schwingt zwischen uns immer noch dasselbe gro\u00dfe Geheimnis unserer ersten Zeit miteinander: ich das kleine Wesen entz\u00fcckt im Arm wiegend und ihr Leben verteidigend und sch\u00fctzend gegen alle Hindernisse und Kommentare, die um uns herum in Bewegung kamen, und rechts in der Hand mein Stift, mit dem ich auf 21 Seiten meine Erfahrungen auf Papier bringen konnte. Jetzt, da sie ihre ganze Geschichte kennt, werde ich diese Seiten mitnehmen und f\u00fcr sie \u00fcbersetzen, denn damals hatte ich noch keinerlei Ahnung, wie sich das Ganze entwickeln w\u00fcrde. &#8222;Du bist als Diamant in mein Leben gekommen&#8220;, habe ich ihr heute geschrieben,&#8220; und hast ein tiefes Licht in mein Leben gebracht&#8220;. Das Bild oben zeigt sie auf der Hochzeit einer Freundin, auf der wir letztes Jahr gemeinsam waren.<\/p>\n<p>Auf der Suche nach der oben erw\u00e4hnten &#8222;Geburtsurkunde&#8220; fand ich das Kleid, in dem ich sie gefunden habe, und habe es an unsere W\u00e4scheleine geh\u00e4ngt, um ein Bild davon zu machen:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-850\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/20160921_114923-163x300.jpg\" alt=\"20160921_114923\" width=\"163\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/20160921_114923-163x300.jpg 163w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/20160921_114923-768x1412.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/20160921_114923-557x1024.jpg 557w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/20160921_114923.jpg 854w\" sizes=\"auto, (max-width: 163px) 100vw, 163px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die junge Frau auf dem Photo wird heute 21 Jahre alt. Am Tag, als sie geboren wurde, lief ich &#8222;zuf\u00e4llig&#8220; auf der Stra\u00dfe der\u00a0 indischen Kleinstadt, in der ich jedes Jahr ein paar Monate verbringe, als ich vor mir ein B\u00fcndel sah, das ich zuerst f\u00fcr ein mit einem Tuch bedecktes totes Tier hielt. Als [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-846","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/846","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=846"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/846\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":853,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/846\/revisions\/853"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=846"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=846"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=846"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}