{"id":8387,"date":"2019-08-02T09:15:23","date_gmt":"2019-08-02T09:15:23","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8387"},"modified":"2019-08-02T09:25:09","modified_gmt":"2019-08-02T09:25:09","slug":"streamen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8387","title":{"rendered":"streamen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8388\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190802_101221-254x300.jpg\" alt=\"\" width=\"355\" height=\"419\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190802_101221-254x300.jpg 254w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190802_101221-768x907.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190802_101221-868x1024.jpg 868w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190802_101221.jpg 937w\" sizes=\"auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/p>\n<h5>Das ist eines von 18 Photos, die aus Indien zu mir hereingeflutet kamen, damit ich teilnehmen kann an einem rauschenden Monsoonfest, das wir dort seit Jahren so nicht mehr erlebt haben, denn der Regen kam zwar ein paar Tage, aber der Monsoon blieb aus, dieses dr\u00f6hnende Prasseln , das die Luft nur leicht abk\u00fchlt, aber so willkommen ist wie die gef\u00fcllte Kornkammer. Der langj\u00e4hrige Umgang mit dem Wasserlosen war enorm. Die meisten Brahmanenfamilien im Dorf leben vom rituellen Dienst an den Pilgern, die zum See kommen wie zu einem Gott, der sie von allen S\u00fcnden befreit. Wasserleitungen wurden eingerichtet, Wasserbecken gebaut. Getan wurde weiterhin, als w\u00e4re alles so nat\u00fcrlich wie immer. Ist es ja auch. Das erinnert mich an einen Satz von Greta Thunbergs Eltern, und zwar &#8222;Krank ist das neue Gesund&#8220;, ein irritierender Satz, der einem sofort wahr vorkommen m\u00f6chte, w\u00e4re er nicht eindeutig absurd. Viele zustimmend nickenden K\u00f6pfe (auch der eigene) verb\u00fcrgen noch keinen Wahrheitsgehalt. So konnten w\u00e4hrend der Wassernot in Indien die Notl\u00f6sungen nicht wirklich das als urspr\u00fcnglich &#8222;heilig&#8220; Deklarierte sein, und niemand konnte es mehr dazu machen, denn die Zeit des Heiligen, was auch immer als solches deklariert worden, war l\u00e4ngst abgelaufen. Aber die Show l\u00e4uft weiter, das ist das Interessante. Es geht ja gar nicht um heilig, sondern es geht um Geld, ganz einfach. Damit kann man viel kaufen. Auch Wasser. Und, wie mir Preeti, die oben im Bild den ersten Regen genie\u00dft, berichtet, wenn die Wasserknappheit in der Gesellschaft alle erreicht, wird das Wasser von den Armen zu den Reichen geleitet, damit die alles haben, was sie brauchen. Auch das pers\u00f6nliche Erfassen des Unaufh\u00f6rlichen kann einen zur\u00fcck zu sich selbst bringen, ebenso gut wie der nackte Blick oder die N\u00fcchternheit. Dieses im gro\u00dfen Strom Mitschwimmende, das durch die digitale Revolution so geb\u00fcndelt erscheint, macht es ja nur noch schwerer, zu sich selbst zur\u00fcck zu kommen, vorausgesetzt, man will diesen Weg ergr\u00fcnden. Dann gibt es nat\u00fcrlich auch\u00a0 \u00dcberraschungen. Alle haben es geschafft, sich auf die k\u00fcnstlichen Ma\u00dfnahmen einzuschwingen, da kommt pl\u00f6tzlich der Monsoon zur\u00fcck und sprengt alle Theorien vom gro\u00dfen Versickern. Was nun? Wird alles gut? Kann es denn gut gehen? Und was ist \u00fcberhaupt gut. Oder man schmei\u00dft sich wie Preeti in die herabstr\u00f6mende Wassermasse und genie\u00dft es dankbar, w\u00e4hrend es da ist. Vermisst es auch nicht, wenn es weg ist, denn die k\u00fcnstlichen Dinge sind auch noch da. Merkt man, dass man im Stromkreis der Gedanken gefangen ist, unterbricht man die Gedankenkette und w\u00fcnscht sich selbst und den Anderen einen angenehmen und wohltemperierten Tag, wo auch immer man sich aufh\u00e4lt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist eines von 18 Photos, die aus Indien zu mir hereingeflutet kamen, damit ich teilnehmen kann an einem rauschenden Monsoonfest, das wir dort seit Jahren so nicht mehr erlebt haben, denn der Regen kam zwar ein paar Tage, aber der Monsoon blieb aus, dieses dr\u00f6hnende Prasseln , das die Luft nur leicht abk\u00fchlt, aber [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-8387","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8387","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8387"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8387\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8393,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8387\/revisions\/8393"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8387"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8387"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8387"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}