{"id":8319,"date":"2019-07-24T08:20:52","date_gmt":"2019-07-24T08:20:52","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8319"},"modified":"2019-07-24T08:34:59","modified_gmt":"2019-07-24T08:34:59","slug":"sehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8319","title":{"rendered":"sehr"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8320\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190724_090940-211x300.png\" alt=\"\" width=\"424\" height=\"602\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190724_090940-211x300.png 211w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190724_090940-768x1090.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190724_090940-721x1024.png 721w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190724_090940.png 982w\" sizes=\"auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px\" \/><\/p>\n<h5>Als ich diesen Blog anfing, schien es mir wichtig, Bild und Wort m\u00f6glichst getrennt zu halten, sodass ich als Pinsel- oder Federhalterin nicht in die Gefahr gerate, dass sich die beiden bedienen oder sich komplementieren wollen, aber die Angst war unbegr\u00fcndet. Eigentlich ist es jeden Tag anders, und immer wieder f\u00e4llt mir dazu etwas auf oder ein. Wort und Bild kommen aus derselben Quelle, aber bei aller R\u00e4tseltragweite des Wortes kommt mir das Bild r\u00e4tselhafter vor. Obwohl ich die Sch\u00f6pferin des Bildes bin, erschlie\u00dft es sich mir nicht sofort, und ich muss es ergr\u00fcnden (wenn es mir zusagt). Es ist diese Mischung aus grundtiefer Vertrautheit und grundtiefer Fremdheit, die mich anpricht, kein Zweifel etwas, womit ich mich auf verschiedenen Ebenen auskenne, ja, manchmal beides noch durch Aufmerksamkeit darauf vertiefe. Es gibt also diese Welt in mir, in der diese Gestalten ein eigenes Dasein f\u00fchren. Ich finde nicht, dass es Leute sind, die ich gerne lebendig in meinem Stamm h\u00e4tte, h\u00e4tte ich solch einen. Es sind eher vertraute Zust\u00e4nde, die ich hier erkenne, und die eine zarte Verbundenheit in mir ausl\u00f6sen, die keine Anhaftung erm\u00f6glicht, an was auch? Vermutlich sind sie der Teil, der stets in Bewegung ist, allerdings verankert im Wortlosen. Dem Wortlosen selbst und seinen Verstummungsanf\u00e4llen gelingt es zuweilen, bei Hellh\u00f6rigkeit in die Sprache zu kommen. Ich erinnere mich an eine Zeit, in der ich als schweigende Insel im Weltmeer des Wortes galt, aber innerlich doch sehr reichhaltig lebte und mich nicht als wortarm empfand. Das lag\u00a0 wohl auch daran, dass ich zu denen geh\u00f6re, die mit einer G\u00e4nsefeder am Ohr geboren wurden, halb seltsamer Vogel, halb menschliche M\u00f6glichkeit, die wegen den gro\u00dfen Dunkelheiten im Flug nicht weiter auffiel. Und es ist ja auch so, dass selbst leidenschaftliche SammlerInnen oder Anh\u00e4uferInnen Wege erschaffen m\u00fcssen, um einen Gewahrsam zu entwickeln \u00fcber das Ma\u00df des Besitzes. Und ob es bereitgestellt werden kann f\u00fcr weitere Nutzung, sodass man nicht durch pl\u00f6tzliche Besitzanspr\u00fcche zu verarmen droht. Doch zur\u00fcck zu den Bildern, oder auch dem heutigen Bild. Oft wirken die Gestalten geschlechtslos, es k\u00f6nnten auch Transvestiten sein, auf jeden Fall nicht so leicht geschlechtlich definierbar, und sie bewegen sich eher in zeitlich undefinierbaren R\u00e4umen, auf der B\u00fchne in antikem Setting denkbar. So einen Text empfinde ich als sehr pers\u00f6nlich und eher vorstellbar als eine Anregung, Pinsel und Stift nicht aus den Augen zu verlieren, da sie uns die Teilnahme und Teilhabe an uns selbst erm\u00f6glichen. Nat\u00fcrlich gibt es, vor allem auch im Orient, viele verschiedenen Praktiken, von denen meist von mindestens e i n e m\u00a0 Menschen behauptet wurde, durch sie bei sich selbst angekommen zu sein. Wer soll es beurteilen, da die Erkennungszeichen nicht vorhanden sind. Ohne pers\u00f6nliche Sch\u00f6pfungswerkzeuge (Jeder Mensch ist ein K\u00fcnstler! (Beuys)) gibt es noch die vielen Formen des einen Sitzens, das den Sichsuchenden einen potentiell g\u00fcnstigen Raum verschafft. Nirgendwo Garantie des Erreichbaren. Was f\u00fcr den Einen ein Gott ist, ist f\u00fcr den oder die Andere\/n etwa ein imaginiertes Dreieck, oder ein Punkt, oder gar kein Punkt in der Luxusherberge des planetarischen Aufenthaltes. Erfrischendes Air Be and Be, mit guter Luft, wenn m\u00f6glich, und klaro, ein Bett und ein gutes Fr\u00fchst\u00fcck, das l\u00e4sst sich aushalten selbst an den hei\u00dfesten Tagen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich diesen Blog anfing, schien es mir wichtig, Bild und Wort m\u00f6glichst getrennt zu halten, sodass ich als Pinsel- oder Federhalterin nicht in die Gefahr gerate, dass sich die beiden bedienen oder sich komplementieren wollen, aber die Angst war unbegr\u00fcndet. 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