{"id":8301,"date":"2019-07-22T09:13:13","date_gmt":"2019-07-22T09:13:13","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8301"},"modified":"2019-07-22T09:23:07","modified_gmt":"2019-07-22T09:23:07","slug":"eignen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8301","title":{"rendered":"eignen"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8302\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190722_093908-215x300.png\" alt=\"\" width=\"312\" height=\"436\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190722_093908-215x300.png 215w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190722_093908-768x1072.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190722_093908-733x1024.png 733w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190722_093908.png 997w\" sizes=\"auto, (max-width: 312px) 100vw, 312px\" \/><\/h1>\n<h5>Stimmt, eigentlich sind wir keine Passagiere hier auf dem Weltschiff, die ihr Reiseticket bezahlen und dadurch Anspruch haben auf gewisse Dienstleistungen, sondern geh\u00f6ren alle zur Crew, jeder und jede gleicherma\u00dfen verantwortlich f\u00fcr die Richtung. Dass es nicht so l\u00e4uft, geh\u00f6rt auch zum Spiel. Man staunt ja selbst, wie vertraut und im besten Sinne &#8222;normal&#8220; einem alles Daseiende vorkommen kann, wobei jede Norm wiederum letztendlich der Illusion unterliegt, denn nichts ist Norm, sondern alles st\u00e4ndig zu neuem, lebendigem R\u00e4tsel sich zusammenf\u00fcgend. Wir hatten einen indischen Freund zu Gast, der f\u00fcr eine deutsche Firma als Gesch\u00e4ftsrepr\u00e4sentant ihres digitalen Produktes arbeitet und hin-und herreist zwischen Indien und einigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Es gibt mir wieder mal Gelegenheit, mit den momentanen Bewegungen in der indischen Gesellschaft in direkten Kontakt zu kommen. Wir streiten regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber Narendra Modi, der im Chaos des indischen Umbruchs eine Art Messias darstellt, der das indische Volk durch gewagte Transaktionen in die n\u00e4chste Seinsphase zu hieven versucht. Schlie\u00dflich haben sie au\u00dfer vielen Armen und Notleidenden und Analphabeten die Atombombe, die nat\u00fcrlich auch Pakistan hat, was groteskerweise eine gewisse Sicherheit verspricht. Und doch habe ich vor einigen Monaten, als zwischen den beiden L\u00e4ndern fast ein Krieg ausbrach, bereits diesen Hass der Hindus auf die Muslime wahrgenommen, den ich nun von Anil best\u00e4tigt h\u00f6re. Ja, nicht nur Hass, sondern Bereitschaft, ihn im Kampf auszuagieren. Immer wieder mal muss ich in unseren Gespr\u00e4chen \u00fcber dieses Thema an das Dritte Reich denken, und wie schleichend der verborgene Prozess gegen die Juden gewesen sein muss, aber vielleicht auch gar nicht so schleichend, sondern es braucht manchmal nur das notwendige Signal, ein\u00a0 Sprachrohr, um den bereits angesammelten Z\u00fcndstoff in Flamme zu setzen. Das wird ein Blutbad geben, sage ich, das wei\u00df er auch. Aber die Inder f\u00fchlen sich vom Islam bedr\u00e4ngt. Die Muslime produzieren mehr Kinder als Hindus, jeder muselmanische Mann kann 4 Frauen haben, wenn er sich das leisten kann. Geistbet\u00e4ubende Themen irrlichtern auf dieser Erde herum. Die Muslime vermehren sich also alle viel zu schnell, das macht den Hindus Angst. Vor zwei Jahren versuchte Modis Regierung tats\u00e4chlich, die indischen Frauen zu motivieren, jeweils f\u00fcnf Kinder in die indische Welt zu setzen, aber zum Gl\u00fcck war ein gewisser Grad an Erwachen schon in Schwung gekommen. Nun ist aber die Bedrohung immer noch da, und Anil erz\u00e4hlt mir, dass die Kriegsbereitschaft gegen Muslime zunimmt, und man sie eigentlich so schnell wie m\u00f6glich weghaben m\u00f6chte. Was hilft&#8217;s, dass wieder etwas anw\u00e4chst, von dem wir nicht werden sagen k\u00f6nnen, wir h\u00e4tten&#8217;s nicht gewusst, aber wir wissen ja, dass wir auf diese finsteren Ballungen keinen Einfluss haben, weil, sagt Anil, die Inder noch nie sich gewehrt haben, und nun ist das Ma\u00df voll. Sie wollen sich wehren gegen das lange schon Verhasste, das Essen, der anderer Gott und die G\u00f6tter, der Geruch, die Tempel, das Fremde, das zum Ausl\u00f6schen reizt.\u00a0 Narendra Modi will aus Indien wieder machen, was es angeblich einmal war, bevor die Nicht-Hindus alle antanzten mit ihren goldenen K\u00e4lbern, um die man eine Weile herumtanzen konnte, bevor sich der Urtrieb zum Selber-Gott-Werden wieder durchsetzte und einen eventuell von der m\u00fchsamen Erdanhaftung erl\u00f6sen konnte. Und ja, ich brauche nicht wirklich eine Meinung \u00fcber Modi, sondern eher ein wachsames Auge auf die Bewegungen. Die Heerscharen der Entt\u00e4uschten und Unzufriedenen wachsen an, die unlebbaren Zust\u00e4nde und Umst\u00e4nde, die es dem Menschen nicht erm\u00f6glichen, an eine Grundausstattung heran zu kommen, ohne die er oder sie glaubt, nicht selig werden zu k\u00f6nnen. Das ist richtig, nicht selig. Das rotiert auch unter Milliard\u00e4ren. So unterhalten wir uns oft mit dem Wortaustausch, wenn die Weichen f\u00fcr Weiteres nicht gestellt sind, oder noch nicht, oder nie. Weder Schweigen noch Reden an sich sind L\u00f6sungen. Man muss schauen, in welchem Verh\u00e4ltnis man zu beidem geeignet ist, und um was es einem jeweils geht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stimmt, eigentlich sind wir keine Passagiere hier auf dem Weltschiff, die ihr Reiseticket bezahlen und dadurch Anspruch haben auf gewisse Dienstleistungen, sondern geh\u00f6ren alle zur Crew, jeder und jede gleicherma\u00dfen verantwortlich f\u00fcr die Richtung. 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