{"id":8279,"date":"2019-07-19T08:49:47","date_gmt":"2019-07-19T08:49:47","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8279"},"modified":"2019-07-19T09:00:11","modified_gmt":"2019-07-19T09:00:11","slug":"lockern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8279","title":{"rendered":"lockern"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8284\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190719_095655-243x300.jpg\" alt=\"\" width=\"342\" height=\"422\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190719_095655-243x300.jpg 243w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190719_095655-768x947.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190719_095655-830x1024.jpg 830w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190719_095655.jpg 1068w\" sizes=\"auto, (max-width: 342px) 100vw, 342px\" \/><\/p>\n<h5>Es dauert wirklich sehr lange, bis man in der Tiefe versteht, wie unn\u00fctz und vergebens auch der innigste Wunsch nach Ver\u00e4nderung ist, was andere Menschen betrifft und ihre Art zu sein. Und wie man sich die Dinge gerne einfacher vorstellt, meist an der pers\u00f6nlichen Latte gemessen, an der diese Einstellungen oft eingraviert sind. Aber das stimmt ja auch nicht, denn warum und was sollte denn einfacher sein, wenn Menschen dem entsprechen k\u00f6nnten, was man sich so gerne als eine M\u00f6glichkeit vorstellt. So ist man immer mehr mit dem eigenen Verstehen und dem Ausloten der Beziehungen und Begegnungen zugange, wohl wissend, wie tief man graben muss, um in sich selbst die Vorstellung einer gew\u00fcnschten Ver\u00e4nderung umzusetzen in erfahrbare Realit\u00e4t. Und durch das Graben wird ja erst das Feld gelockert, und man kann gespannt sein, was alles zum Vorschein kommt. Nun ben\u00f6tigt man einerseits diese lebenslange Bem\u00fchung um die Sicht nach innen, aber gleicherma\u00dfen braucht man die Sicht von Anderen auf die Entwicklungen, die man durchmacht, und man braucht die Aufmerksamkeit dieses Blickes auf Andere. Da, wo keine Resonanz auf das eigene Sein erfolgt, bleibt etwas verborgen. Zu viel Verborgenes f\u00fchrt zu Erstarrungen, ist es einem nicht selbst wichtig, es aus den Tiefen zu locken und mit den vielen Aspekten des eigenen Wesens f\u00f6rderlich umzugehen. Es stimmt ja auch nicht, dass der Mensch von\u00a0 eigenen Erfahrungen nichts lernen kann, und nie kann man sicher sein, was in Anderen vor sich geht, es ist m\u00fchsam genug, Kenntnis zu erlangen von den pers\u00f6nlichen inneren Vorg\u00e4ngen: wie man gestrickt und gewebt ist, und wie und wann und wo die Schicksals-Schatzkammer ge\u00f6ffnet, geh\u00fctet oder verschlossen bleiben muss. Und so bleibt einem auf der einfachsten und tiefsten Ebene der Erkenntnis eigentlich nur, unerm\u00fcdlich den Kompass auszurichten auf die Unruhe der Meere, auf die bewusste Steuerung durch das Abenteuer des Ungewissen, auf die Freude des lebendigen Unterwegsseins. Und war der staubaufwirbelnde Schritt auf dem Mond wirklich so ein tolles Ding, oder fand nur ich es immer schon albern, als w\u00fcrde da ein Mensch jemals leben wollen, wo eh schon durchgesickert ist, wie krank die Herren alle irgendwann wurden, k\u00f6rperlich und geistig. Wenn wir die Menschen mitnehmen, die schon immer so waren und sind, was soll da anders werden. Und klar sind wir erstaunt dar\u00fcber, wie winzig das blaue Rund, auf dem wir leben, da im All h\u00e4ngt. Und noch keine Aliens in Sicht, und kein Messias. Nur wir unterwegs mit dem unl\u00f6sbaren R\u00e4tsel. Und es steht auch nicht in den Sternen, wer\u00a0 zu sein wir in der Lage sind.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es dauert wirklich sehr lange, bis man in der Tiefe versteht, wie unn\u00fctz und vergebens auch der innigste Wunsch nach Ver\u00e4nderung ist, was andere Menschen betrifft und ihre Art zu sein. 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