{"id":8270,"date":"2019-07-18T08:44:13","date_gmt":"2019-07-18T08:44:13","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8270"},"modified":"2019-07-18T08:47:58","modified_gmt":"2019-07-18T08:47:58","slug":"8270","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8270","title":{"rendered":"schleierhaft"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8272\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190715_162117-1-300x192.jpg\" alt=\"\" width=\"463\" height=\"296\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190715_162117-1-300x192.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190715_162117-1-768x492.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190715_162117-1-1024x656.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190715_162117-1.jpg 1687w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><\/p>\n<h5>Die Tochter der afghanischen Familie, mit der wir befreundet sind, verbringt ein paar Ferientage bei uns. Mit teilnehmender Freude haben wir sie in eine selbstbewusste junge Frau (15) heranwachsen sehen, deren Mutter das Kopftuch abgelegt hat und sich gegen die Kontrolle ihres Mannes wehrt. Er spricht kaum Deutsch und hat jeglichen Boden unter den F\u00fc\u00dfen verloren, geht kaum aus dem Haus und lebt von dem Gehalt seiner Frau, die froh ist, sich drau\u00dfen einigen Freiraum verschaffen zu\u00a0 k\u00f6nnen, auch wenn es haupts\u00e4chlich um Eink\u00e4ufe geht. Jetzt wollen Tochter und Mutter ein paar Tage in den Iran, wo sie eine gro\u00dfe Familie haben, die irgendwann alle vor den Taliban in den Iran geflohen sind. Dort m\u00fcssen die verh\u00fcllenden T\u00fccher wieder her, es ist gef\u00e4hrlich, sich\u00a0 westlich beeinflusst zu zeigen. In der Familie sind fast alle M\u00e4nner Apotheker. Wir h\u00f6ren von einem Onkel, der kleine Jungs regelm\u00e4\u00dfig bet\u00e4ubt hat, um sie sexuell zu missbrauchen. Wohl eher das \u00dcbliche und selten Geahndete, das finstere Zeichen hochdosierter Moral, die dann heimlich als das unerreichbar Erlebte beantwortet wird. Die afghanische Tochter kann es nicht glauben, dass es in Deutschland solche Sachen gibt wie der laufende Horrorfilm vom Campingplatz und seine schwer zu beantwortenden Fragen. Wie kann man als Vater oder Mutter nicht merken, dass das eigene Kind missbraucht worden ist, das ist etwas, das ich schwer verst\u00e4ndlich finde. Aber vielleicht hat man selbst einfach nur Gl\u00fcck gehabt, nicht als potentielles Opfer jemandem ins Auge gefallen zu sein. Ich fand auch die Bestrafung, also Freispruch mit Auflagen, f\u00fcr den gestern verurteilten Mann unter aller W\u00fcrde, der immerhin beteiligt war an einem Missbrauchsvorgang mit Anfeuern. Na prima, dass er jetzt in geregelten Verh\u00e4ltnissen lebt, das Kind aber vermutlich niemals wieder. Dieses besagte &#8222;Kind&#8220; ist auch nach der Urteilsverk\u00fcndigung schreiend aus dem Saal gelaufen, h\u00f6re ich. Bekommt 3000 Piepen von dem Voyeur ihrer Pein. Heikle und aufw\u00fchlende Tatsachen sind das, auch wenn man Gl\u00fcck hatte und sich erwehren konnte. Ich fand das immer schon abartig im wahrsten Sinne des Wortes, dass f\u00fcr Frauen die Welt schon zu lange wie ein Dschungel ist, wo man nie wei\u00df, wie viele Raubtiere unterwegs sind, die ihre eigenen Vorstellungen vom verf\u00fcgbaren Wild z\u00fcchten. Schon meldet sich der Drang, hinzuzuf\u00fcgen, dass man wei\u00df, dass nicht jeder (Mann) so ist, ja, das wissen wir zum Gl\u00fcck auch, eben: Mensch und kein verrohtes oder \u00fcberz\u00fcchtetes Tier, und &#8218;menschlich&#8216; sein, ja was ist das. Und wie soll zum Beispiel ein Muslime infrage stellen k\u00f6nnen, warum Mohammed wohl seine geliebte Ayesha schon mit 6 Jahren bei sich haben wollte. Nein, sagte man mir mal, mit sechs Jahren getroffen, ja, aber erst mit 9 Jahren mit ihm gewohnt. Ach so, ja dann. Und es ist auch nicht unbedingt wahr, dass ein unter der Burka hastig dahineilender Mensch viel einsamer sein muss als eine single Frau in Deutschland, die mit 20 Millionen anderen Singles diese Wahl als &#8222;fei&#8220; deklarieren muss, ist es doch, was gew\u00e4hlt werden konnte. Man muss auch nicht gegen das Geborensein\u00a0 sein (Antinatalismus), um zu reiferem Nachdenken dar\u00fcber anzuregen. Einen Menschen in die Welt setzen, der immerhin ein paar Jahre nichts anderes oder Besseres zur Verf\u00fcgung hat als das, was die Eltern zu geben imstande sind. Da qu\u00e4len sich manchmal die Worte aus einem heraus, weil es der Meinungsbildung auch nicht zu verdanken ist, dass das nicht aufh\u00f6rt, bis genug Schrecken entstanden ist, um neue Gesetze zu formulieren, die bestimmt werden von den Irrg\u00e4rten des dunklen Netzes. Zum Gl\u00fcck habe ich auch einen \u00fcberraschten Kommentar zur\u00fcckgehalten, als die junge Frau aus dem Zug stieg mit einem so kurzen Minirock, dass man ihn als Rock kaum mehr definieren konnte. Ich kann anregen, warum nicht, aber ich bin nicht die H\u00fcterin der Bahn. F\u00fcr mich ist es eher so, dass es mich interessiert, wie sie mit all dem umgehen, und bin froh \u00fcber jede gelingende Verbindung, die den schwierigen und den leichteren Themen Raum l\u00e4sst, sich dem eigenen Denken entsprechend zu bilden.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tochter der afghanischen Familie, mit der wir befreundet sind, verbringt ein paar Ferientage bei uns. Mit teilnehmender Freude haben wir sie in eine selbstbewusste junge Frau (15) heranwachsen sehen, deren Mutter das Kopftuch abgelegt hat und sich gegen die Kontrolle ihres Mannes wehrt. 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