{"id":8250,"date":"2019-07-15T08:10:34","date_gmt":"2019-07-15T08:10:34","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8250"},"modified":"2019-07-15T08:10:34","modified_gmt":"2019-07-15T08:10:34","slug":"laendlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8250","title":{"rendered":"l\u00e4ndlich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-8251\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190714_143843-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"467\" height=\"310\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190714_143843-300x199.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190714_143843-768x509.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190714_143843-1024x679.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190714_143843.jpg 1498w\" sizes=\"auto, (max-width: 467px) 100vw, 467px\" \/><\/p>\n<h5>Ein Vogelnest bzw. ein Meisterwerk der Vogelkunst. Beim n\u00e4heren Hinschauen wurden die Haare unserer Katze sichtbar, da sind sie auch gut aufgehoben. Als wir aufs Land zogen, war ich mir nicht sicher, was f\u00fcr eine Wirkung das auf mich haben w\u00fcrde. An was auch immer ic mich in meiner Kindheit erinnere, so sehe ich wenig Naturverbundenes. Meine Lebensvorstellung kreiste mehr um St\u00e4dte wie meine Geburtsstadt Berlin, dann Paris und London, und meine eigene Zeit in New York und weiteren Gro\u00dfst\u00e4dten, die mir gefielen, aber letztendlich verbrachte ich mehr Zeit in eher engeren Communities, in Nepal, am Rande der W\u00fcste Thar, und nun seit Jahren auf einem wunderbaren St\u00fcck Land, deutschem Land. Indien ist immer noch nah und bis jetzt kann ich mir gar nicht vorstellen, dort nicht mehr zu sein. Aber ich habe ein sehr ausgewogenes Empfinden zwischen beiden Seiten und bin froh, von beiden gelernt zu haben und weiterhin lernen zu k\u00f6nnen. An beiden Seiten gef\u00e4llt mir die N\u00e4he zur Natur, ich musste wohl nachholen. So viele Tiere treffen zu k\u00f6nnen aus n\u00e4chster N\u00e4he, und die B\u00e4ume, und das Wasser, und die Zusammenh\u00e4nge. Aha, nicht alle k\u00f6nnen Roseng\u00e4rten ungehemmt bew\u00e4ssern. Es gab also doch eine Grenze zum Wasserverbrauch. Jetzt m\u00fcssen die meisten Einheimischen Wasser kaufen. Oft trauen sie sich nicht, den Touristen den Notstand zu vermitteln und sie zu bitten, etwas sparsamer mit dem Wasser umzugehen. An einem Montagmorgen, an dem die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung schon andersweitig verbringt, kann man, bzw ich mich, fragen, wie ich vom Vogenest zum indischen Wassermangel kam, so, als l\u00e4gen keine 10 Flugstunden dazwischen. Entdeckt man\u00a0 solch eine gedankliche Ausuferung, ist es ratsam, sich zu fragen, was man eigentlich sagen wollte. Zur\u00fcck zum Landaufenthalt also, der mir erstaunlich gut gef\u00e4llt und mich immer wieder daran erinnert, welch, nein, halt ein, paradiesisch sind die Zust\u00e4nde nun leider nirgends, auch im Paradies waren sie ja nicht paradiesisch, wenn man dort hinausfl\u00fcchten muss, weil man vom Apfel der Erkenntnis gegessen hat, obwohl die Autorit\u00e4t es einem verboten hatte. Und trotzdem ist es immer mal wieder eine tiefe Erfahrung f\u00fcr mich, die erstaunliche Vielfalt und Sch\u00f6nheit des Planeten wahrhaben zu k\u00f6nnen. Auf dem Land hat man mehr Ruhe zur Betrachtung. Viele Tiere leben noch, immer wieder taucht eins auf, das man noch nie gesehen hat. Man lernt andere Sprachen au\u00dferhalb der menschlichen. Andere Ger\u00e4usche und Ges\u00e4nge und T\u00f6ne der Verst\u00e4ndigung. Dieses Gr\u00fcn als Wohltat der Augen. Mir tut auch der Blick in die W\u00fcstenweite hinein gut, die Sandfarbe, die Stille. Dann aber eben das Gr\u00fcn, so erfrischend. Immer staune ich bei meiner R\u00fcckkehr, wieviel Fl\u00e4che es noch davon gibt. Wie viele Bl\u00fcten, wie viele Fr\u00fcchte, und \u00fcberhaupt kann man, h\u00f6re ich, so vieles davon essen. Man k\u00f6nnte eine Zeit damit \u00fcberbr\u00fccken, wenn es nicht gerade atomar verseucht w\u00e4re. Noch h\u00e4lt sich alles in immer wieder neu geordneten und zu ordnenden Grenzen. Vielleicht lernte ich auch von den l\u00e4ndlichen Regionen die Dankbarkeit kennen, die M\u00f6glichkeit einer Teilnahme an den kostbaren Stunden, in denen man die Lebendigkeit des Ganzen auf sich wirken lassen kann. Die ungeheure Kraft der Natur, immer wieder dem Uns\u00e4glichen standhalten zu k\u00f6nnen, so, als w\u00e4re es das Nat\u00fcrlichste der Welt, sich dieser Intelligenz zu bedienen und sie auszusaugen bis auf den letzten Tropfen. Das eigene Denken bleibt einem zum Gl\u00fcck nicht erspart.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Vogelnest bzw. ein Meisterwerk der Vogelkunst. 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