{"id":8166,"date":"2019-07-03T08:51:28","date_gmt":"2019-07-03T08:51:28","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8166"},"modified":"2019-07-03T08:57:23","modified_gmt":"2019-07-03T08:57:23","slug":"human-being","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8166","title":{"rendered":"human being"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8167\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190703_091931-300x178.jpg\" alt=\"\" width=\"443\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190703_091931-300x178.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190703_091931-768x456.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190703_091931-1024x608.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190703_091931.jpg 1784w\" sizes=\"auto, (max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><\/p>\n<h5>Hier noch einmal im display die zwei Worte, die mich veranlasst haben, dann doch in Indien auch so ein T-shirt zu kaufen, wohl wissend, dass ich es nie anziehen w\u00fcrde, es war nur f\u00fcr die beiden Worte. Es gab im Dorf unter j\u00fcngeren Einheimischen und Durchwanderern aller Art kaum jemanden, der nicht mal dieses Shirt trug, es war zu haben in allen Farben. Diese Worte, auf K\u00f6rpern herumwandernd, \u00fcbten auf jeden Fall einen hypnotischen Reiz aus. Immer wieder forschte ich nach, welche\/r Tr\u00e4ger\/in angesprochen war von dem tieferen Sinn der unauff\u00e4lligen Botschaft, eben genau diesem Unterschied zwischen &#8222;human being&#8220; und &#8222;being human&#8220;, also zwischen &#8222;Mensch&#8220; und &#8222;Menschlich sein&#8220;. Es scheint ja so, als m\u00fcssten wir ziemlich m\u00fchsam und geduldig herausknobeln, was unseres Erachtens ein Mensch ist, w\u00e4hrend wir es die ganze Zeit sind. Eben, aus &#8222;Es&#8220; soll &#8222;Ich&#8220; werden, vielleicht war das auch damit gemeint. Wie komme ich vom Menschsein ins Menschlichsein. Nicht, was unseres Erachtens, sondern was meines Erachtens ein Mensch ist oder sei, oder wer dieser Mensch eigentlich ist, der man geworden ist, beziehungsweise ich geworden bin. &#8222;Mensch&#8220; ist an sich genderfrei und von Anfang an ist man ja Mensch. Man wird als Mensch geboren, und es hilft gar nichts, dagegen zu sein, so, wie ich neulich von sogenannten Antinatalisten geh\u00f6rt habe, die gegen das Geborensein sind, weil keiner sie gefragt hat. Das ist richtig. Schon fr\u00fch f\u00e4ngt das komplexe Handhaben des Schicksals an, schon fr\u00fch ist es wesentlich, wie und ob mir die Geschehnisse in der Welt, hei\u00dft um mich herum, vermittelt werden, und dann: wie ich es selbst sehen lerne und sehe. Wenn ich an Begegnungen mit Menschen denke, die durch innere Ber\u00fchrungen unvergesslich geworden sind, dann, denke ich, reift da etwas Menschliches im Stillen vor sich hin. Es \u00fcbt seinen Seiltanz zwischen den verf\u00fcgbaren Extremen hin zu einer Mitte, und was tr\u00e4gt da hin zum Kern und kann das Vorhandene balancieren, das Eine mit dem Anderen, den Anderen mit der und dem Einen. Wenn wir auf das Fremde unseren eigenen Schicksalsblick werfen, so als k\u00f6nnten wir unseres Traumas R\u00e4tsel durch einen Anderen entr\u00e4tseln, dann navigieren wir noch nicht im Ungewissen. Das R\u00e4tsel ist doch eher, dass jede\/r Anwesende Mensch ist, aber dadurch nicht unbedingt und automatisch menschlich. Manchmal, wenn einem Menschen das wahrlich Unsagbare geschehen ist, denn daf\u00fcr gibt es viele Formen und wenig Worte, kann es sein, dass solch ein Mensch ins abolute Nichts geschleudert wird und jeglicher Halt entschwindet. Gibt es nun wirklich gar nichts mehr, an was er oder sie festhalten kann und das Bewusstsein findet sich hellwach in der Aschennacht, dann kann es sein, dass auf einmal das Laub raschelt. Die Welt h\u00e4lt den Atem an. Da ist ein Mensch, der ihr den R\u00fccken kehrt! Dieser Mensch hat\u00a0 Zeit, ihr den R\u00fccken zu kehren. Er kennt nun den Pfad vom Tod in das Leben und zur\u00fcck. Wer ist dieser Mensch? Wir wissen es nicht. Etwas in uns baut unerm\u00fcdlich einen eigenen Weg, der nur durch Teilnahme wahrnehmbar wird.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier noch einmal im display die zwei Worte, die mich veranlasst haben, dann doch in Indien auch so ein T-shirt zu kaufen, wohl wissend, dass ich es nie anziehen w\u00fcrde, es war nur f\u00fcr die beiden Worte. 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