{"id":8130,"date":"2019-06-28T09:11:18","date_gmt":"2019-06-28T09:11:18","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8130"},"modified":"2019-06-28T09:11:18","modified_gmt":"2019-06-28T09:11:18","slug":"wunder-sam-bar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8130","title":{"rendered":"wunder\/sam\/bar"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8127 alignnone\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190628_073230-85x300.jpg\" alt=\"\" width=\"119\" height=\"420\" \/>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8128\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190626_073726-194x300.png\" alt=\"\" width=\"273\" height=\"422\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190626_073726-194x300.png 194w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190626_073726-768x1190.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190626_073726-661x1024.png 661w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190626_073726.png 1069w\" sizes=\"auto, (max-width: 273px) 100vw, 273px\" \/><\/p>\n<h5>Wir sa\u00dfen an einem dieser sch\u00f6nen, deutschen Pl\u00e4tze, die irgendwas mit &#8222;M\u00fchle&#8220; hei\u00dfen oder so, mitten in einem gr\u00fcnen Landstrich, und schon bei der Anfahrt, an einem winddurchwehten Sommertag in angenehmer Begleitung, denkt man, es kann wenig Sch\u00f6neres geben. In der Gastst\u00e4tte die gro\u00dfen, globigen Tische verteilt \u00fcber die verf\u00fcgbare Fl\u00e4che, Schweinefleisch Angebot und vegane Suppe nah beieinander, \u00fcberall bewegt sich was, weil es muss. In das Gespr\u00e4ch vertieft, hingen meine Augen ein paar mal an der Holzritze vor meinen Augen, bis die willk\u00fcrliche Blattformation\u00a0 oben links im Bild Gestalt annahm und als Bild aufgenommen werden wollte von mir. In Indien empfinde ich solcherart Sichtweisen manchmal als Not, weil sich zu viele Monsoonw\u00e4nde und zeitlose Steinkompositionen anbieten mit der Frage, warum um Himmels Willen ein Mensch noch den Drang nach &#8222;Kunst&#8220; haben kann, ist man doch \u00fcberall und st\u00e4ndig mit dem bereits Vollendeten konfrontiert, und wenn man auch diese Karotte als eine Karotte sehen durfte, steht weiterem belichtetem Aufenthalt wenig im Wege. Denn weiterhin tut man, was man kann, was soll man sonst machen, und man muss davon ausgehen, dass jede\/r sein oder ihr Bestes tut.\u00a0 Einstein soll gesagt haben, es gebe zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als w\u00e4re nichts ein Wunder, oder so, als w\u00e4re alles eins. Ich glaube an Letzeres&#8220; Sehe ich auch so. Es sind nicht nur die Gef\u00fchle, die uns in unsere Zust\u00e4nde und Wahrnehmungen f\u00fchren, sondern es sind die Gedanken, die begleitend mitspielen, aber auch oft unbeachtet mitlaufen, so als h\u00e4tten sie jede Hoffnung auf wirksame Mitwirkung verloren. Dann wird es schwierig, sich in den Wundern aufzuhalten. Es gibt auch Gespr\u00e4che, in denen sich das Wunderbare Raum verschafft. Es hat etwas vom komplexen Tanzschritt mit dem Gegen\u00fcber. Eine andere Kunstform ist erforderlich als die Kunst, in der geruhsamen Einsamkeit der Wunder gewahr zu werden.\u00a0 Und man selbst bleibt sich doch auch ein Wunder, egal, wie reflektiert man sich zuweilen vorkommen mag. Ab und zu sto\u00dfe ich mal auf so Dinge wie das rechte Bild oben, wo ich einmal eine Sammlung angelegt habe f\u00fcr die kleinsten findbaren Bilder. Eine sch\u00f6ne Versammlung von Welteindr\u00fccken! Was hat mich bewegt dazu? Wer war ich dort und dann, und wann nehmen diese Dinge ihren Platz ein und m\u00fcssen auch ab und zu mal entstaubt werden, damit man die vielen Aspekte und Eindr\u00fccke des eigenen Auftritts nicht ganz vergisst. Innen ist ja genug Platz f\u00fcr alles: Labyrinthe, Korridore, Lagerhallen, Archive, Landebahnen f\u00fcr die Fl\u00fcge, Tanztempel, Dunkelkammern. Und wenn es f\u00fcr Freude und Wachsamkeit zu hei\u00df wird, einfach mal alles herunterschalten auf schlichteste Seinsebene. Da empfangen uns weitere Wunder.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Wir sa\u00dfen an einem dieser sch\u00f6nen, deutschen Pl\u00e4tze, die irgendwas mit &#8222;M\u00fchle&#8220; hei\u00dfen oder so, mitten in einem gr\u00fcnen Landstrich, und schon bei der Anfahrt, an einem winddurchwehten Sommertag in angenehmer Begleitung, denkt man, es kann wenig Sch\u00f6neres geben. 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