{"id":8019,"date":"2019-06-17T08:16:42","date_gmt":"2019-06-17T08:16:42","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8019"},"modified":"2019-06-17T08:17:46","modified_gmt":"2019-06-17T08:17:46","slug":"einzeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=8019","title":{"rendered":"einzeln"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7993\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190614_090532-206x300.png\" alt=\"\" width=\"292\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190614_090532-206x300.png 206w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190614_090532.png 670w\" sizes=\"auto, (max-width: 292px) 100vw, 292px\" \/><\/p>\n<h5>In der letzten Zeit taucht bei mir immer wieder der Gedanke auf, dass es, wo und bei wem auch immer, eine erfrischte Wahrnehmung des Begriffes &#8222;Individuum&#8220; braucht. Ich beziehe mich hier haupts\u00e4chlich auf die Bedeutung des Ungeteilten als etwas, was in letzter Konsequenz nicht nur ich selbst sein kann, und sich selbst verstehen, soweit m\u00f6glich. Dazu geh\u00f6rt f\u00fcr mich die Anerkennung eines anderen Individuums als dieses Ungeteilte, das ich nie ganz werde ergr\u00fcnden k\u00f6nnen, von dem ich \u00fcberhaupt nur verl\u00e4sslich wissen kann, was er oder sie mir zu verstehen gibt, hei\u00dft, was der oder diejenige einerseits selbst von sich versteht, aber auch bereit ist, verst\u00e4ndlich zu machen. Es ist ja durchaus das Sch\u00f6ne (und das Erschreckende) an menschlichen Begegnungen, dass wir selbst bei \u00e4hnlichen Voraussetzungen so einzigartig gestaltet sind. Entweder haben wir uns durch unser vermeintliches Schicksal weit \u00fcber alle scheinbaren Notwendigkeiten hinaus gestalten lassen vom uns als unvermeidbar Definierten, oder wir haben die Gestaltungshoheit selbst \u00fcbernommen, erkennend, dass niemand sonst daf\u00fcr verantwortlich sein kann, auch nicht muss, und auch nicht soll. Zu gerne wird das B\u00fcndel abgegeben, und allm\u00e4hlich formt sich der mitgetragene Schatten zu einem Ungeheuer, f\u00fcr dessen Bew\u00e4ltigung man Hilfe braucht, und man kann dankbar sein, in einem Land zu leben, wo es ExpertInnen gibt f\u00fcr diese Kunst kompetenter Begleitung. Denn auch hier geht es nicht um &#8222;helfen&#8220;, und ja, es gibt sie, die vor\u00fcbergehende Hilfeleistung, und ich danke allen Institutionen und Ehrenamtlichen f\u00fcr ihr Engagement, immer und immer mal wieder bedanke ich mich in Richtung Amnesty International, Greenpeace, Medica mondiale, usw., wo solche Leistungen auch ergreifende Frucht tragen k\u00f6nnen, danke.\u00a0 Das sind alles freie Entscheidungen auf der Basis von F\u00e4higkeiten, die das Individuum durch sich selbst erkennt: was es mit sich beitragen kann zum Ganzen. Denn egal, wie man es selbst sieht, man tr\u00e4gt automatisch bei zur Weltlage, denn sie besteht aus uns, auch wenn die Ohnmacht \u00fcber unsere Bedeutungslosigkeit uns gleichzeitig ergreifen kann. Je gr\u00fcndlicher und ernsthafter man bem\u00fcht ist, etwas zu erfassen, desto besser kann man auch f\u00fcr sich selbst entscheiden. Hat man eine l\u00e4ngere Weile sorgf\u00e4ltig gesiebt, was einem gut tut und was nicht, was man f\u00f6rderlich findet f\u00fcr sich und andere, kann mal ja und mal nein sagen undsoweiter, kurz: hat das Meer der Dualit\u00e4ten erfolgreich durchquert, auch manchmal ziemlich ersch\u00f6pft, oder w\u00fctend, oder gelassen, kommt man bei unbeirrter Wanderung tats\u00e4chlich eines Tages an ein Tor. Kein W\u00e4chter in Sicht, keine Pr\u00fcfungen, keine Aufgaben. Ist das nun der schrecklichste aller Schrecken, vor dem das Ich so zur\u00fcckschreckt, oder kann ich &#8222;schreckte&#8220; sagen!? Dabei hat es nichts gemein mit einer Finsternis, sondern alles ist nur da in seiner einfachsten Seinsweise. Man hielt das oft f\u00fcr sehr wenig, oder auch f\u00fcr zu viel. Mehr hat man nicht zur Verf\u00fcgung. Man muss nur dranbleiben am Wohnhaften mit sich selbst. Denn von einem anderen Blick aus gesehen, kann eine alles \u00fcberwiegende T\u00e4tigkeit die beste Ablenkung von sich selbst sein.\u00a0 Ja, jede\/r soll tun, was er oder sie kann. Dann h\u00f6ren die Klagen auf, und jedermanns und jederfraus Ich kann an die Arbeit gehen, am besten immer vom Kern aus durch das Tor in die Welt.<\/h5>\n<p>Das Individuum: der Mensch als Einzelwesen in<br \/>\nseiner oder ihrer jeweiligen Besonderheit.<\/p>\n<p>Bild: eine meiner Collagen aus fr\u00fcherer Zeit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der letzten Zeit taucht bei mir immer wieder der Gedanke auf, dass es, wo und bei wem auch immer, eine erfrischte Wahrnehmung des Begriffes &#8222;Individuum&#8220; braucht. Ich beziehe mich hier haupts\u00e4chlich auf die Bedeutung des Ungeteilten als etwas, was in letzter Konsequenz nicht nur ich selbst sein kann, und sich selbst verstehen, soweit m\u00f6glich. 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