{"id":7978,"date":"2019-06-12T08:46:18","date_gmt":"2019-06-12T08:46:18","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7978"},"modified":"2019-06-12T10:43:05","modified_gmt":"2019-06-12T10:43:05","slug":"aktuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=7978","title":{"rendered":"aktuell"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7980\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_1027491-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_1027491-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_1027491-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_1027491-576x1024.jpg 576w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_1027491.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7981\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190609_1240481-150x300.png\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190609_1240481-150x300.png 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190609_1240481.png 476w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/><\/p>\n<h5>Wieder ein Tag, an dem man \u00fcber ein \u00f6ffentliches Medium daran erinnert wird, wie die Geschehnisse im kollektiven Ged\u00e4chtnis erhalten werden k\u00f6nnen. Anne Frank, die heute noch Gro\u00df-oder Urgro\u00dfmutter h\u00e4tte sein k\u00f6nnen w\u00fcrden, w\u00e4re sie nicht krank und ausgehungert mit 15 Jahren im KZ gestorben. Man denkt, man kennt diese Geschichte, aber solch eine Geschichte kann man nie kennen, auch wenn sie Hautn\u00e4he erreicht. Man w\u00fcsste auch weniger \u00fcber bestimmte Dinge, w\u00e4re nicht eine Begabung unterwegs gewesen, deren weitere Werke, ihre n\u00e4mlich, man gerne gelesen h\u00e4tte, sie nun aber die Vermittlerin des Entmenschlichten wurde. Noch h\u00e4lt man sich innerlich in der schwebenden Hoffnung auf, dass das genug war, nun aber wirklich einmal genug!, um nie wieder&#8230; im gro\u00dfen Aufschrei &#8222;Nie wieder!&#8220; zu verhallen. Das hat aber nie aufgeh\u00f6rt, und manchmal denkt man: das wird immer schlimmer. Vermutlich wird es nur bewusster, ein Bewusstsein, das sich f\u00fcr viele auftut wie ein Ungeheuer, weil einiges, f\u00fcr was man nicht vorbereitet wurde, einen unvorbereitet trifft. Immer kommt es auch auf die Qualit\u00e4t der Zeugenschaft an. Ja, es ist ungeheuerlich, wenn in Indien heute noch Millionen von Kindern nicht in die Schule k\u00f6nnen, weil sie f\u00fcr ihre Familie Geld verdienen m\u00fcssen, Plastik sammeln, Teppiche weben, an auf Rot geschalteten Ampeln mit flehenden Augen Zeug verkaufen wollen an Insassen der Wagen. Ich kenne das vom Inneren des Wagens. Manchmal habe ich was gekauft, manchmal nicht. Wenn man an jeder Ampel von aufdringlichen Gesch\u00f6pfen bedr\u00e4ngt wird, will man auch nicht immer an das denken, was letztendlich nicht hilft. Aber ein kleines Geldgeschenk kann schon (immer)\u00a0 mal f\u00fcr etwas Erleichterung am Tag sorgen, auf beiden Seiten. Ansonsten finde ich es nach vielen Jahren Erfahrung in Indien eher unangenehm, wenn wegen des &#8222;Tages der Kinderarbeit&#8220; aus den Studios mit gut ges\u00e4ttigten Journalisten das Team losgeschickt wird, um auf den Stra\u00dfen Neu Delhis eine obdachlose Mutter zu interviewen, deren T\u00f6chter an den dreckigen Stra\u00dfenkreuzungen der Stadt Blumen zu verkaufen suchen, damit sie abends was zu essen haben. Aber wer wei\u00df? Vielleicht wird es das Highlight ihres Lebens, einem ausl\u00e4ndischen Filmteam mal etwas von sich erz\u00e4hlen zu k\u00f6nnen. Immerhin wurde sie gew\u00e4hlt unter Millionen. Und manchmal ist es auch wichtig, dass die eigenen Augen und Ohren bei aller Ohnmacht etwas sehen und h\u00f6ren k\u00f6nnen, was einen wachh\u00e4lt an manchen dumpfen, aber erweckbaren Stellen. Das Bild oben links ist aus der &#8222;Zeit&#8220;. Aktuell aus dem syrischen Krieg. Todesgefahr auf den Stra\u00dfen in Idlib, meine Augen versenken sich in das Erschreckende. Wie viele Jahre ist das alles her, und noch hat niemand Assad zur Rechenschaft gezogen f\u00fcr seine Verbrechen. Und werden sich wohl andere V\u00f6lker einmischen, wenn Narendra Modi in Indien sein wahres Gesicht zeigt und seine Pl\u00e4ne offenbart, von denen einer ist, dass Muslime aus dem Land gejagt werden, damit der reine Hindugeist nicht weiterhin verunreinigt wird. Wer sollte das hier im Westen richtig verstehen wollen und k\u00f6nnen, die Dinge sind ja in sehr komplexen Mustern miteinander verwoben. Und doch ist es sichtbar, dass hier etwas geschieht, was dem Hitler Regime keineswegs un\u00e4hnlich ist. Ja, das ist auf dem Wege, dass nicht nur Muslime sich fragen werden m\u00fcssen, wie lange sie das Ertragene dulden k\u00f6nnen, oder rechtzeitig ausreisen, oder entrechtet werden, oder sterben. Letztendlich sind es immer die Kinder, die Schaden nehmen. Heute fr\u00fch wurde mir lachend ein gefundener Sticker gezeigt, auf dem stand: &#8222;Macht es wie wir Kinder: werdet erwachsen.&#8220; Tun wir tats\u00e4chlich alle unser Bestes?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder ein Tag, an dem man \u00fcber ein \u00f6ffentliches Medium daran erinnert wird, wie die Geschehnisse im kollektiven Ged\u00e4chtnis erhalten werden k\u00f6nnen. Anne Frank, die heute noch Gro\u00df-oder Urgro\u00dfmutter h\u00e4tte sein k\u00f6nnen w\u00fcrden, w\u00e4re sie nicht krank und ausgehungert mit 15 Jahren im KZ gestorben. 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