{"id":7965,"date":"2019-06-11T08:59:39","date_gmt":"2019-06-11T08:59:39","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7965"},"modified":"2019-06-11T09:12:59","modified_gmt":"2019-06-11T09:12:59","slug":"unfassbar-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=7965","title":{"rendered":"unbegreifbar"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7970\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190611_0955371-300x195.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"304\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190611_0955371-300x195.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190611_0955371-768x498.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190611_0955371-1024x664.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190611_0955371.jpg 1624w\" sizes=\"auto, (max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/><\/p>\n<h5>Das Bild der Sphinx, die ich vor ein paar Tagen hier schon einmal sich selbst gegen\u00fcbergestellt hatte, habe ich mir vor vielen Jahren einmal irgendwo herauskopiert, und gerade die schwarz\/wei\u00dfe Struktur hat mir gefallen, ein paar Kleinigkeiten habe ich dazugef\u00fcgt. (Das schwebende Gebilde \u00fcber dem Kopf und die schwarze Hand aus der Sticker-Book Arbeit von H.Robert). Dann lange nicht mehr gesehen, wie das so ist mit dem Zurseitelegen. Die Dinge entschwinden, und manchmal tauchen sie auch wieder auf, meist &#8222;zuf\u00e4llig&#8220;, denn wenn man sie sucht, findet man sie oft nicht. Das Bild liegt gerade noch auf meinem Schreibtisch, und manchmal schaue ich hin und erfreue mich daran. Die Sphinx: ein R\u00e4tsel, dass wir alle lieben, zumindest sehr viele Menschen, davon kann man ausgehen. Ich finde auch die Genderzuweisung\u00a0 &#8222;der Sphinx&#8220; unangebracht, wie auch immer es definiert werden w\u00fcrde, so als m\u00fcsste auch hier das Geheimnis weiblicher Sch\u00f6pfungskraft schon wieder Einhalt geboten werden: Sch\u00f6pfungskraft ganz im Sinne des Menschgeb\u00e4rens, ohne Trennung zwischen K\u00f6rper und Geist, Sch\u00f6pfung des Menschen selbst und ganz und gar strukturierte Befl\u00fcgelung, schweigend und wortgewaltig zugleich. Auf einmal dachte es in mir mit einer gewissen befreienden Begl\u00fcckung, dass wirklich jedes Menschsein das Mysterium vollkommen verk\u00f6rpert, denn alles Bem\u00fchen um ein fassbares Verstehen muss auf ganz nat\u00fcrliche Weise scheitern, so wie alles scheitern muss, was sich als fassbares Ganzes\u00a0 deklariert. Vermutlich kam aus dieser Wahrnehmung des gro\u00dfartig Begrenzten die \u00dcbung, den Geist zu weiten, wie es seiner oder ihrer M\u00f6glichkeit entspricht. Hinaus \u00fcber noch nennbare Planeten und Sterne, vorbei an schwarzen L\u00f6chern, oder durch sie hindurch, warum nicht?, auf der anderen Seite wieder hinaus in weitere Sternenheere und Meere und Galaxien, wo ebenfalls wache Geister (wie z.B. Gene Roddenberry oder Isaac Assimov etc) ihren Sch\u00f6pfungswillen zur Umsetzung dieser Sehns\u00fcchte einsetzten, und wer kennt nicht in sich die k\u00fchle Sch\u00f6nheit des Raumfluges, das Glitzern des metallenen Flugk\u00f6rpers, den hochangespannten Blick in die von tiefem, brauchbarem Wissen blinkende Welt der Pilotendisplays. Solchen kindlichen W\u00fcnschen, das Selbstbegrenzte, wenn auch nur f\u00fcr kurze Dauer zu sprengen, spielen\u00a0 vermutlich die S\u00fcchte zu, ein Abh\u00e4ngen von der nicht mehr greifbaren Welt. Dabei kann man sie gar nicht greifen, sondern nur im str\u00f6menden Vorgang des Zeitlichen, in dem man selbst zuhause ist, sich das begreiflich machen, was man selbst ist, bis man sich wieder einl\u00e4sst in die Str\u00f6mung der Einzigartigkeiten, aus denen jedes Leben geformt ist, und auch nur d a einzigartig, wo es sich selbst bewusst ist, denn sonst erf\u00e4hrt man w\u00e4hrend dieser relativ kurzlebigen Darbietung meist nur das Leid ihrer Pr\u00fcfungen. Doch zur\u00fcck zur Sphinx. Verbl\u00fcfft war ich dann doch, als ich heute fr\u00fch auf einmal und zum ersten Mal gesehen habe, dass sich auf dem Bild eine nackte Frau an den K\u00f6rper des gro\u00dfen, felinen Fl\u00fcgeltiers schmiegt, und man darf wieder mal etwas verstehen, was sich, zumindest bis auf weiteres, analysierenden Worten entzieht, eben: wegen ihrer Begrenzung.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bild der Sphinx, die ich vor ein paar Tagen hier schon einmal sich selbst gegen\u00fcbergestellt hatte, habe ich mir vor vielen Jahren einmal irgendwo herauskopiert, und gerade die schwarz\/wei\u00dfe Struktur hat mir gefallen, ein paar Kleinigkeiten habe ich dazugef\u00fcgt. 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