{"id":7941,"date":"2019-06-08T11:32:56","date_gmt":"2019-06-08T11:32:56","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7941"},"modified":"2019-06-08T12:02:56","modified_gmt":"2019-06-08T12:02:56","slug":"kurz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=7941","title":{"rendered":"kurz"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7942\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190603_190844-300x207.png\" alt=\"\" width=\"454\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190603_190844-300x207.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190603_190844.png 749w\" sizes=\"auto, (max-width: 454px) 100vw, 454px\" \/><\/p>\n<h5>Etwas vom Wissen ins Bewusstsein zu transportieren bedeutet u.a.\u00a0 das, was wir wissen, auch in eine Anwendung transportieren zu k\u00f6nnen, d.h. es gibt dann die M\u00f6glichkeit zur Reflektion, zu tieferem Verst\u00e4ndnis, allem voran Zugang zu eigenem Denken, dann zu dialogischem Austausch. Um die eigene Vorstellungswelt verlassen zu k\u00f6nnen, um sich z.B. einer anderen Welt anzun\u00e4hern, muss man zuerst Kenntnis genug von der eigenen haben, um nicht beirrt zu werden, oder ung\u00fcnstig beeinflusst, oder \u00fcberw\u00e4ltigt von Eindr\u00fccken, die ebenfalls \u00fcberzeugend sein k\u00f6nnen, aber eben fremd sind und nur \u00fcber eine der vielen verf\u00fcgbaren Ebenen erreichbar, auf denen wir Andere treffen und uns mit ihnen austauschen k\u00f6nnen. Im Gegensatz zu dem vielen Reden und Zuh\u00f6ren, dem man fast nebenher ausgesetzt ist, erstaunt es immer wieder, wie komplex eine scheinbar nat\u00fcrliche Angelegenheit wird, n\u00e4hert man sich dem Vorgang mit einem tieferen Interesse. Auch f\u00fcr das tiefere Interesse kann und muss man sich entscheiden. Wo ist tieferes Interesse angebracht, und wo muss man, wenn man sich daf\u00fcr entscheidet, mit eventuellen Entt\u00e4uschungen umgehen, wenn Resonanz nicht so ausf\u00e4llt, wie man es erwartet. Zuweilen st\u00f6\u00dft man ja \u00fcberraschend auf Erwartungshaltungen, den Wunsch nach ad\u00e4quater Resonanz, nach einem h\u00f6rf\u00e4higen Ohr, nach einer kritikf\u00e4higen Einsch\u00e4tzung, die einem im eigenen Wachheitsprozess behilflich sein kann. Die Begrifflichkeiten m\u00fcssen gekl\u00e4rt werden, der jeweilige Augenblick als einer erfasst, in dem dieses Wesentliche stattfinden kann, das eigene Wesen und das Wesen des Anderen. Auf jeden Fall soll das, was einen ausmacht, erhalten bleiben. Nun erinnere ich mich an diesem Punkt an Humberto Maturana, der an einer Stelle des Gespr\u00e4ches zwischen ihm und Bernhard P\u00f6rksen bem\u00fcht ist zu kl\u00e4ren, dass es ihm keineswegs um permanente Selbtbeobachtung geht, da seiner Meinung nach die eigentliche Weisheit des Menschen eben nicht aus permanenter Selbtbeobachtung besteht, sondern in der Bef\u00e4higung zur Reflexion und der Bereitschaft, sich von d e n \u00dcberzeugungen zu trennen, die eine genaue Wahrnehmung der Umst\u00e4nde verhindern. Dabei darf ich nicht vergessen, dass Samstag ist, ein Gro\u00dfeinkauf bereits geleistet, so gro\u00df war er nun auch nicht, aber im Laden war es sehr, sehr voll, was mich gelehrt hat, zuk\u00fcnftig den Samstagseinkauf zu vermeiden, um sch\u00f6n entspannt reflektieren zu k\u00f6nnen, oder auf das Gr\u00fcn starren, oder all die Dinge, die man tun und bedenken kann, wenn sich durch Feiertage ein kollektiver Freiraum anbahnt, den sich Menschen eigenst\u00e4ndig f\u00fcllen oder leeren k\u00f6nnen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Etwas vom Wissen ins Bewusstsein zu transportieren bedeutet u.a.\u00a0 das, was wir wissen, auch in eine Anwendung transportieren zu k\u00f6nnen, d.h. es gibt dann die M\u00f6glichkeit zur Reflektion, zu tieferem Verst\u00e4ndnis, allem voran Zugang zu eigenem Denken, dann zu dialogischem Austausch. 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