{"id":7936,"date":"2019-06-07T09:13:54","date_gmt":"2019-06-07T09:13:54","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7936"},"modified":"2019-06-07T09:13:54","modified_gmt":"2019-06-07T09:13:54","slug":"x-x","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=7936","title":{"rendered":"X &#038; X"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7937\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190607_094226-200x300.png\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190607_094226-200x300.png 200w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190607_094226-768x1154.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190607_094226-681x1024.png 681w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190607_094226.png 889w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7938\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190607_094145-200x300.png\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190607_094145-200x300.png 200w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190607_094145-768x1154.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190607_094145-681x1024.png 681w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190607_094145.png 889w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/p>\n<h5>\u00a0Auch in den Genen und Venen der Sphinx hat sich Kraft und Saft der Zeiten angesammelt. Die Einsamkeit hatte ihre R\u00e4ume, die V\u00f6lker ihre Tr\u00e4ume, jetzt muss ich aufpassen, dass sich nicht noch mehr reimt. Sie sitzt sich also gegen\u00fcber und sieht in einen Spiegel, den es nie gab, die Frage immer noch lebendig. Sie erkennt, dass sich Zukunft und Vergangenheit anschauen und streckt ihre Hand aus nach dem Spalt, der die beiden, also sich mit sich, verbindet. Das Wesen des Nus meldet seine Anwesenheit. Auch der Nu braucht einen Aufenthaltsort, doch ist er so klein, er hat nur das Sein (aufpassen!)(oder ist es schon zu sp\u00e4t?!) Wer soll es bedenken, wer soll es lenken (es ist au\u00dfer Kontrolle geraten). Und weil nun ungehemmt aus allen Nebenh\u00f6hlen die Reimungen str\u00f6men, kann einem h\u00f6chstens noch die knifflige Frage einfallen, ob man die eigenen Gedanken beherrscht, oder ob sie einen im Griff haben. Wenn man die W\u00fcsten und den \u00c4ther (u.a) geliebt hat und immer noch liebt, dann wei\u00df man, dass es immer Weite geben wird (und gibt), auch wenn das Ausma\u00df menschlicher Verschmutzung eine gro\u00dfe Reichweite hat (in der Tat). Noch ist nicht alles verloren. Wahrscheinlich ist nie ein Nu, in dem alles verloren ist. Was ist schon alles. Um aus der Reimgrube herauszukommen, muss ich jetzt einen Strohhalm benutzen. Alles gut, hei\u00dft der Strohhalm, und interessanterweise sagt er \u00fcber nichts etwas Pr\u00e4zises aus, ganz im Gegenteil, er h\u00e4lt sich mit zwei Worten die Dinge vom Leib und behauptet, sie seien gut, wo gut noch gar nicht gekl\u00e4rt ist. Auf der graphisch gut designten Eintrittskarte der Bundeskunsthalle stand: alles Gute, da nickt man schon mal bejahend vor sich hin, denn alles Gute, das man erleben kann, soll kleineswegs auf Nebengeleise abgestellt werden, nur weil die dumpfe Kriegsf\u00fchrung der Gro\u00dfm\u00e4chte gegen die Menschen so \u00fcberw\u00e4ltigend erscheint, dass man sich zur\u00fcckbesinnen muss auf die Grundrechte des Menschseins, die eine Zwanghaftigkeit des Mitspielens nicht beinhalten, nein, sondern die W\u00fcrde des Individuums als unantastbar deklariert haben, auch wenn es noch eine Strecke zu bew\u00e4ltigen gilt, um dem von Leonard Cohen besungenen Spalt das dahinter und darunterliegende Licht zu entlocken. Auch den Hinweis, die von einem als gro\u00dfartig eingestuften (Hin)Gaben etwas zur\u00fcckzunehmen, fand ich einleuchtend, sonst verhindern sie am Ende noch den Lichteinfall. Ich w\u00fcnsche also kurz und b\u00fcndig allen verborgenen Quellen einen nat\u00fcrlichen Pfad in den Fluss, beziehungsweise was quellen will, das muss, oder es muss auch nicht, denn es ist nicht seine oder ihre\u00a0 Pflicht, die es zu erf\u00fcllen gilt, sondern es ist die Aufgabe der Freude, das Kind im K\u00f6rbchen\u00a0 \u00fcber den Fluss an ein sicheres Ufer zu geleiten, wo liebende Eltern auf es warten.\u00a0 Ich w\u00fcnsche eindringliche und ber\u00fchrende Begegnungen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Auch in den Genen und Venen der Sphinx hat sich Kraft und Saft der Zeiten angesammelt. Die Einsamkeit hatte ihre R\u00e4ume, die V\u00f6lker ihre Tr\u00e4ume, jetzt muss ich aufpassen, dass sich nicht noch mehr reimt. Sie sitzt sich also gegen\u00fcber und sieht in einen Spiegel, den es nie gab, die Frage immer noch lebendig. 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