{"id":7540,"date":"2019-04-19T09:58:55","date_gmt":"2019-04-19T09:58:55","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7540"},"modified":"2019-04-19T10:06:26","modified_gmt":"2019-04-19T10:06:26","slug":"leiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=7540","title":{"rendered":"leiden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7542\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190419_1017551-e1555662394718-72x300.png\" alt=\"\" width=\"97\" height=\"404\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7541\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190418_1525281-e1555662439193-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"229\" height=\"407\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190418_1525281-e1555662439193-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190418_1525281-e1555662439193-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190418_1525281-e1555662439193-576x1024.jpg 576w\" sizes=\"auto, (max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-7543\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190419_1017551-1-72x300.png\" alt=\"\" width=\"97\" height=\"404\" \/><\/p>\n<h5>Unterwegs habe ich gestern in einer Stadt in einem Laden, der vermutlich zur nahen Kirche geh\u00f6rt, dieses Bild gesehen, und da mich wieder einmal die Erotik faszinierte, die ich h\u00e4ufig auf christlichen Leidensbildern gesehen zu haben w\u00e4hnte, wollte ich von der Frau hinter dem Glas wissen, warum und in welcher Szene der kleine Amor dem sch\u00f6nen J\u00fcngling seinen Pfeil ins Herz bohrt. Die Frau sagte, sichtlich verlegen, dass sie meine Frage nicht beantworten konnte, dass die Fachkr\u00e4fte des Hauses gerade nicht anwesend seien. Der Angebohrte ist offensichtlich hilflos seinem Schmerz ausgeliefert, denn seine Arme sind gebunden. Was f\u00fcr tiefe Empfindungen auch die Wunden Christi doch immer noch ausl\u00f6sen k\u00f6nnen, und wie viele K\u00fcnstler haben sich an der Darstellung dieser Leiden abgerackert. Allein die Filme, die wir alle gesehen haben, voller Helden und voller Qualen. Gestern tauchte in einem Gespr\u00e4ch die Frage auf, wieso sich eigentlich vor allem Jesus als Messias durchsetzen konnte, wo doch in jener Zeit, wie auch heute, mehrere Messias(se) (?) unterwegs waren, um ihr K\u00f6nigreich anzupreisen. In dem indischen Dorf, wo ich manchmal lebe, gibt es auch Anh\u00e4nger eines Messias, der in Brooklyn lebte oder noch lebt, lang lebe der K\u00f6nig Messias, denn vieles h\u00f6ret nimmer auf. Aber Jesus schaffte es offensichtlich, sich durchzusetzen, und, wie wir aus Erfahrung wissen, kann man alles M\u00f6gliche sehen, was nicht da ist. Tote stehen auf und sind wieder quicklebendig, Lahme k\u00f6nnen wieder gehen. In Indien war ich auch einmal mit einer jungen Frau an einem heiligen Ort, wo sich Hunderte von Lahmen trafen, um f\u00fcr ihre Gesundung zu beten. Auch sie, die halbseitig gel\u00e4hmt war, wurde wieder gesund. Ich ging zu einem befreundeten Arzt und fragte ihn nach seiner Einsch\u00e4tzung des Wunders. Er meinte, es sei der nat\u00fcrliche Verlauf der meisten L\u00e4hmungen, dass sie sich nach einer Weile wieder aufl\u00f6sen. Wer kann wissen, wie es zu solchen Anekdoten kommt, wenn sie sich einmal verselbst\u00e4ndigen und eine neue Religion in Schwung ger\u00e4t. Hier wird einem also das Leiden vor Augen gehalten. Nichts geht ohne Leiden, wer\u00a0 wollte und sollte es abstreiten. Seither ist m\u00e4chtig viel gelitten worden und kein Ende ist abzusehen. Ja, es sieht so aus, dass, wenn Menschen so ziemlich alles haben, was ein Mensch zum Leben braucht und vieles mehr davon, wie hier im Land z.B., da scheint das Leiden erst richtig loszugehen. Riesig lange Artikel \u00fcber des Volkes einsames Leiden sind unterwegs, und man freut sich, wenn man jemanden trifft, der oder die mit der Gestaltung ihres Daseins eine gewisse Offenheit der Freude gegen\u00fcber erreicht haben, nicht aus dem moralischen Gutheitszugzwang heraus, sondern einfach das Zulassen eines gelungenen Ergebnisses, das man sich t\u00e4glich bem\u00fcht frisch und beweglich zu halten. Und weg mit dir, kleiner Amor. Was pobelst du da an fremdem Fleisch herum mit so herausforderndem L\u00e4cheln. Auch die Menschheit reift als Masse vor sich hin, sie hat keine Wahl. Da, wo erwacht wird, beginnt es, das Steuer in die Hand zu nehmen. Keinen Schaden anrichten! Und sich nicht schaden lassen. Und, sagte eine kluge Frau: wer sein Leid nicht tragen kann, macht Andere zu Leidtragenden. (M.W.) So wandelt der Papst wie j\u00e4hrlich mit den Gl\u00e4ubigen die Leidensetappen ab, und der und die Einzelne m\u00fcssen sich weiterhin die einsamen Fragen stellen. Ich merke, dass ich dem Thema nicht so ganz gewachsen bin. Das mag an dem herrlichen Fr\u00fchlingstag liegen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unterwegs habe ich gestern in einer Stadt in einem Laden, der vermutlich zur nahen Kirche geh\u00f6rt, dieses Bild gesehen, und da mich wieder einmal die Erotik faszinierte, die ich h\u00e4ufig auf christlichen Leidensbildern gesehen zu haben w\u00e4hnte, wollte ich von der Frau hinter dem Glas wissen, warum und in welcher Szene der kleine Amor dem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7540","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7540","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7540"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7540\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7547,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7540\/revisions\/7547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7540"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7540"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7540"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}